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    Tschinownik

    Tschinownik (plural: Tschinowniki) ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Staats- und Landesbedienstete in öffentlichen Verwaltungen. Oft werden auch Politiker als „Tschinowniki“ bezeichnet. Der im 18. Jahrhundert etablierte Begriff leitet sich vom russischen „Tschin“ ab, dem Rang bzw. Dienstgrad. Mit der Oktoberrevolution 1917 wurden die zivilen Ränge abgeschafft, Beschäftigte in öffentlicher Verwaltung hießen fortan „Staatsbedienstete“. Im Wort „Tschinownik“ schwingt umgangssprachlich oft ein ironisch-abwertender Ton mit. 

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    Alexander Kynew

    Alexander Kynew (geb. 1975) ist ein russischer Politikwissenschaftler und Dozent an der Moskauer Higher School of Economics. In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit den politischen Prozessen in den Regionen Russlands sowie mit dem Parteien- und Wahlsystem. Im Jahr 2012, im Nachgang zu den Massenprotesten zur Dumawahl, war er Mitbegründer der NGO Komitee der Bürgerinitiativen (Komitet grashdanskich iniziativ). Sie ist eine gemeinsame Plattform zur Schaffung einer besseren Zusammenarbeit von NGOs in Russland.

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    Almaz-Antei

    Almaz-Antei ist der größte russische Rüstungskonzern mit über 130.000 Beschäftigten. Hauptsitz ist Moskau. Der Konzern gehört zu den weltweit größten Waffenproduzenten, er stellt unter anderem BUK-Raketen und S-400-Boden-Luft-Raketen her. 

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    Puschkarjow siedelt territoriale Wahlkommission um

    Der Autor bezieht sich auf die Vorkommnisse vom Mai 2016: Damals beschuldigte die Leiterin der Zentralen Wahlkommission Ella Pamfilowa Wladiwostoks Bürgermeister Igor Puschkarjow der Einflussnahme auf eine Regionalwahl. Demnach manipulierte er im April 2016 die Stadtduma-Wahl in Spassk-Dalni – einer Stadt mit rund 44.000 Einwohnern etwa 200 Kilometer nördlich von Wladiwostok. Ein großer Teil der territorialen Wahlkommission in Spassk-Dalni wurde daraufhin aufgelöst, wie auch ein Teil der übergeordneten Wahlkommission in Wladiwostok. Die neu bestellten Mitglieder sträubten sich gegen eine wiederholte Einflussnahme Puschkarjows, woraufhin dieser dafür gesorgt haben soll, dass der Mietvertrag für die übergeordnete Wladiwostoker Kommission aufgelöst wurde. Als Ersatz dienten feuchte und verfallene Kellerräume, wie es heißt, um Druck auszuüben.

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    Said Amirow

    Said Amirow (geb. 1954) ist ein Ökonom aus Dagestan und Mitglied in der Regierungspartei Einiges Russland. Bis 2013 war er zudem Bürgermeister von Machatschkala, der Hauptstadt Dagestans. Im Juni 2013 wurde er aufgrund des Verdachts festgenommen, 2011 die Ermordung des Ermittlers Arsen Gadshibeko in Auftrag gegeben zu haben. Im Jahr 2015 wurde er wegen Terrorismus und Mord zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. Amirow beteuerte bis zum Schluss seine Unschuld und betonte, die Vorwürfe seien politisch motiviert.

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    Wladislaw Menschikow

    Wladislaw Menschikow (geb. 1959) war zwischen 2003 und 2014 Generaldirektor des größten russischen Rüstungskonzerns Almas-Antei, bevor er 2014 von Präsident Putin zum Leiter des Amtes für Sonderprogramme des Präsidenten der Russischen Föderation ernannt wurde. Es beschäftigt sich mit Fragen der Mobilmachung der russischen Armee. 2015 wurde er von dort abberufen und zum Leiter des Spionageabwehrdienstes der Russischen Föderation beim FSB ernannt.

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    Boris Kolesnikow

    Boris Kolesnikow (1977–2014) war stellvertretender Leiter der Hauptverwaltung für Korruptionsbekämpfung des Innenministeriums (MWD). Offiziellen Berichten zufolge beging er Selbstmord, sprang demnach 2014 während eines Verhörs aus einem Fenster im fünften Stock in den Tod. Kolesnikow wurde vorgeworfen, sich gemeinsam mit Kollegen vom MWD als Unternehmer ausgegeben und einem FSB-Mitarbeiter 10.000 Dollar für Schutzleistungen angeboten zu haben. Die Anklage lautete auf „Anstiftung zur Bestechlichkeit“ und „Bildung einer kriminellen Vereinigung“. Nach seinem Tod wurden Zweifel laut, ob Kolesnikow tatsächlich Selbstmord begangen habe. Außerdem löste dieses Ereignis im Internet eine heftige Diskussion über die Ermittlungsmethoden der russischen Sicherheitsorgane aus. 

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    Oleg Feoktistow

    Oleg Feoktistow (geb. 1964) war stellvertretender Leiter der Abteilung für interne Sicherheit beim FSB, bevor er im September 2016 überraschend entlassen wurde und als Sicherheitschef zum staatlichen Ölkonzern Rosneft wechselte. Beim FSB leitete er unter anderem die Ermittlungen gegen den Chef der Hauptverwaltung für Korruptionsbekämpfung des Innenministeriums (MWD) Denis Sugrobow und seinen Stellvertreter Boris Kolesnikow, denen Amtsmissbrauch und Anstiftung zur Bestechung vorgeworfen wurde.

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    Sergej Tschemesow

    Sergej Tschemesow (geb. 1952) ist seit 2007 Generaldirektor von Rostec – eine im Jahr 2007 gegründete Staatsholding, die mehr als 800 Unternehmen umfasst, unter anderem in der Rüstungsindustrie. Unter dem Dach der Holding sind über 550.000 Mitarbeiter beschäftigt, Tschemesow ist unter anderem wegen des russischen Krieges gegen die Ukraine mit zahlreichen westlichen Sanktionen belegt.

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    Wjatscheslaw Denissow

    Wjatscheslaw Denissow (geb. 1964) war ein hoher Beamter beim russischen Innenministerium. Er war in einen Betrugsfall im Jahr 2007 verwickelt, gestand bei der Verhandlung seine Schuld und wurde zu dreieinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt.

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