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    ukrainische Freiwilligenbataillone

    Sowohl in den ukrainischen als auch in den russischen Medien ist der Begriff der ukrainischen Freiwilligenbataillone umstritten. Viele Beobachter sehen darin ein Propaganda-Motiv aus Kiew und zweifeln die Freiwilligkeit solcher Bataillone an, glauben vielmehr, sie seien erfunden, um eine einheitliche Front aller Ukrainer zu demonstrieren. Dies geschieht häufig unter Verweis darauf, dass die meisten Mitglieder solcher Verbände beorderte Reservisten seien. Demgegenüber kursieren Schätzungen, wonach derzeit einige zehntausend Freiwillige in Verbänden organisiert seien, die zum großen Teil dem Verteidigungs- bzw. Innenministerium unterstehen würden. Einige dieser Bataillone agierten demnach außerhalb des staatlichen Gewaltmonopols.

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    Awdijiwka

    Awdijiwka war eine Kleinstadt in der Ukraine, rund sechs Kilometer nördlich vom Bezirksverwaltungszentrum Donezk. 2014 hatte die Stadt rund 35.000 Einwohner. Viele Menschen sind jedoch aufgrund andauernder Kampfhandlungen seit 2014 geflüchtet. Durch die russische Großinvasion in die Ukraine im Februar 2022 ist Awdijiwka völlig zerstört, laut Augenzeugen gibt es in der Stadt kein einziges Gebäude, das nicht kriegsversehrt ist. Laut unbestätigten Angaben leben dort derzeit noch rund 1700 Menschen. 

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    Neue Ökonomische Politik (NÖP)

    Als Neue Ökonomische Politik (russ. Nowaja ekonomitscheskaja politika – NEP) wird eine kurze Periode in der Geschichte der Sowjetunion der 1920er Jahre bezeichnet. Das Ziel von NEP bestand in der Dezentralisierung und Liberalisierung der Wirtschaft und in der teilweisen Rückkehr zu marktwirtschaftlichen Methoden. Während der Hungersnöte im und nach dem Bürgerkrieg (1918–1923) trug die NEP maßgeblich zur Verbesserung der Versorgung bei. Im Zuge der Einführung der Planwirtschaft und der Realisierung des ersten Fünfjahrplans wurde die NEP 1928 de facto abgeschafft.

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    Meshrabpom-Rus

    Die 1923 als Zusammenschluss des Kinostudios Rus und der Filmabteilung der Internationalen Arbeiterhilfe gegründete Aktiengesellschaft Meshrabpom-Rus galt als einziger Filmproduzent der Sowjetunion, der eine teilweise Unabhängigkeit vom Staat bewahren konnte. Die Gesellschaft brachte einige hunderte Filme heraus, darunter auch Werke in Zusammenarbeit mit der deutschen Firma Prometheus Film. Das Studio wurde 1936 aufgelöst, auf seiner Basis wurde die Produktionsgesellschaft für Kinder- und Jugendfilme Sojusdetfilm gegründet. Seit 1948 heißt die Gesellschaft Gorki-Filmstudio.

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    Strategy Partners Group

    Strategy Partners Group ist eine 1994 gegründete Unternehmens-  und Strategieberatung mit Sitz in Moskau. Das Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern gehört zu 75 Prozent der mehrheitlich staatlichen Bank Sberbank. Für sie gehört Strategy Partners Group zu den drei größten Strategieberatungen des Landes. Die Umsatzzahlen werden nicht veröffentlicht, in unabhängigen Ratings wird das Unternehmen nicht aufgeführt.  

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    Berufssoldaten

    Neben freiwillig verpflichteten Soldaten können mit einem im Dezember 2016 verabschiedeten Gesetz auch Wehrpflichtige zu Auslandseinsätzen entsendet werden. Hierzu müssen sie einen Vertrag abschließen – anders als Berufssoldaten, die entsprechend ihrer freiwilligen Verpflichtung einfach versetzt werden können. Für viele Soldaten erscheint diese Option als attraktiv: So kann ein nach Syrien versetzter Berufssoldat Schätzungen zufolge durchschnittlich umgerechnet 3100 bis 4600 Euro im Monat verdienen. Demgegenüber gab es in den letzten Monaten Meldungen darüber, dass freiwillig Verpflichtete ihre Versetzungen nach Syrien ablehnten. Die Gerichtsbarkeit ist in solchen Fällen intransparent, Beobachtern zufolge können Ablehnungen als Fahnenflucht geahndet werden.

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    62.200 Rubel (Infografik)

    Gemeint ist offenbar das Durchschnittseinkommen aller Militärangehörigen ohne Wehrpflichtige. Im Vorfeld der Dumawahl 2011 verfügte der damalige Präsident Dimitri Medwedew eine durchschnittliche 2,5 bis 3-fache Solderhöhung für alle Militärangehörigen, auch in den vergangenen Jahren stiegen sowohl die Gehälter als auch die Zuschüsse und Renten. 

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    vorzeitiger Ruhestand für Mitarbeiter der Sicherheitsorgane

    Im Jahr 2015 gab es im Land rund 41 Millionen Rentner, dass heißt, mehr als jeder vierte Russe war im Ruhestand. Verschiedenen Schätzungen zufolge sind 25 bis 30 Prozent von ihnen Frührentner. Sie haben körperlich und psychisch belastende Berufe ausgeübt, die per Gesetz zwangsläufig in den vorzeitigen Ruhestand führten. Aufgrund von Überalterung und anderer massiver demografischer Probleme diskutiert die Politik seit einigen Jahren darüber, das Renteneintrittsalter zu erhöhen und den vorzeitigen Ruhestand für eine Reihe von Berufszweigen zu verbieten. 

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    Berufsgruppe der Ärzte

    Nach offiziellen Angaben beträgt das Durchschnittsgehalt eines Arztes umgerechnet rund 740 Euro im Monat. Nach einer repräsentativen Umfrage unter Ärzten, die die Stiftung Sdorowje (dt. Gesundheit) im Jahr 2016 durchgeführt hat, liegt es dagegen bei rund 310 Euro pro Monat. Das von der Regierung festgelegte Existenzminimum beträgt umgerechnet durchschnittlich rund 160 Euro im Monat, unabhängigen Beobachtern zufolge müsse es mindestens doppelt so hoch angesetzt werden. Seit einigen Jahren klagen Ärzteverbände über massive Kürzungen im Gesundheitssektor. Laut einer offiziellen Statistik aus dem Jahr 2014 gibt es in Russland rund 90.000 Ärzte.

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