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    vorzeitiger Ruhestand für Mitarbeiter der Sicherheitsorgane

    Im Jahr 2015 gab es im Land rund 41 Millionen Rentner, dass heißt, mehr als jeder vierte Russe war im Ruhestand. Verschiedenen Schätzungen zufolge sind 25 bis 30 Prozent von ihnen Frührentner. Sie haben körperlich und psychisch belastende Berufe ausgeübt, die per Gesetz zwangsläufig in den vorzeitigen Ruhestand führten. Aufgrund von Überalterung und anderer massiver demografischer Probleme diskutiert die Politik seit einigen Jahren darüber, das Renteneintrittsalter zu erhöhen und den vorzeitigen Ruhestand für eine Reihe von Berufszweigen zu verbieten. 

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    Berufsgruppe der Ärzte

    Nach offiziellen Angaben beträgt das Durchschnittsgehalt eines Arztes umgerechnet rund 740 Euro im Monat. Nach einer repräsentativen Umfrage unter Ärzten, die die Stiftung Sdorowje (dt. Gesundheit) im Jahr 2016 durchgeführt hat, liegt es dagegen bei rund 310 Euro pro Monat. Das von der Regierung festgelegte Existenzminimum beträgt umgerechnet durchschnittlich rund 160 Euro im Monat, unabhängigen Beobachtern zufolge müsse es mindestens doppelt so hoch angesetzt werden. Seit einigen Jahren klagen Ärzteverbände über massive Kürzungen im Gesundheitssektor. Laut einer offiziellen Statistik aus dem Jahr 2014 gibt es in Russland rund 90.000 Ärzte.

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    Berufsgruppe der Lehrer

    Bei Lehrergehältern bestehen in Russland gravierende fach-, berufspraxis-, schul-,  und regionalspezifische Unterschiede. Im landesweiten Durchschnitt erhält ein Lehrer offiziell umgerechnet rund 530 Euro im Monat. Dies übersteigt zwar das offizielle landesweite Durchschnittseinkommen um umgerechnet rund 30 Euro, viele Lehrer klagen aber zunehmend über die vermehrte Arbeitsbelastung und den Rückgang des Stundensatzes.  

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    MGIMO

    Das Staatliche Moskauer Institut für Internationale Beziehungen (Moskowski gosudarstwenny Institut meshdunarodnych Otnoschenii MID Rossii, kurz: MGIMO) ist eine 1944 gegründete Universität. Die Hochschule untersteht dem russischen Außenministerium, sie gilt als eine Kaderschmiede und Eliteuniversität für die zukünftige politische Elite des Landes. Gegenwärtig studieren hier rund 6000 Studenten in 12 Fachrichtungen. 

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    Wissenschafts-Kompanie

    Sogenannte Wissenschafts-Kompanien sind Ausbildungstruppen an russischen Hochschulen. Sie wurden 2013 vom Verteidigungsminister Sergej Schoigu mit dem Ziel ins Leben gerufen, Studenten zur Entwicklung von Militärtechnik zu animieren und sie an hochschulinternen militärischen Übungen teilnehmen zu lassen. Der Dienst in solchen Kompanien wird der Militärdienstzeit angerechnet. 

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    Kadettenanstalt

    Kadettenanstalten sind allgemein bildende Pflichtschulen, die der Vorbereitung auf militärische Karrieren dienen. Sie kamen bereits im 17. Jahrhundert in Russland auf, zurzeit bestehen landesweit rund 80 solcher Bildungsstätten.

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    Nachimow Seekriegs-Gymnasium

    Unter dem Dach des Nachimow Seekriegs-Gymnasiums gab es zu Zeiten der Sowjetunion eine Reihe von Bildungsstätten für den Marine-Nachwuchs. Zurzeit besteht in Russland nur eine solche Lehranstalt: in St. Petersburg. Sie bietet eine siebenjährige Schulausbildung für die Klassen fünf bis elf und bereitet die Schüler für die Aufnahme in die Hochschulen der Marine vor.

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    Wehrpflichtige

    Seit 2008 beträgt die Dienstzeit für Wehrpflichtige in Russland zwölf Monate. Zuvor lag sie bei 24 Monaten für das Heer und 36 Monaten für die Marine. Soldaten haben außerdem die Möglichkeit, sich für zunächst drei Jahre freiwillig zu verpflichten. Der Durchschnittssold eines Wehrpflichtigen beträgt umgerechnet rund 30 Euro im Monat, ein freiwillig verpflichteter Soldat auf Zeit bekommt ab dem zweiten Dienstjahr neben vielen Vergünstigungen rund 300 Euro im Monat. Mit der Dienstzeit steigen die Grundgehälter: So verdient beispielsweise ein Hauptfeldwebel mit einer Dienstzeit von 15 bis 20 Jahren umgerechnet rund 1000 Euro pro Monat. Zum Angriffskrieg gegen die Ukraine mehren sich Hinweise, dass Wehrpflichtige – teils unter Vortäuschung, es würde sich in Kiew nur um ein Manöver handeln – als Vertragssoldaten angeworben und zur Unterzeichnung überredet worden seien.

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