Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Nordwind

    Auf den einschlägigen Internetressourcen der DNR- und LNR-Separatisten wird mit Sewerny Weter (dt. Nordwind) die Operation bezeichnet, die von Sewer (dt. Norden) in der Ostukraine gesteuert werde. Laut Militärexperten ist Sewer eine paramilitärische Spezialkräfte-Einheit aus Tschetschenien, die 2006 aus Milizionären unter der persönlichen Kontrolle Ramsan Kadyrows gegründet und in die Inneren Streitkräfte des russischen Innenministeriums integriert wurde. 

    Von

  • Gnose

    Koksochim

    Koksochim ist ein 1963 in Awdijiwka gegründetes Stadtgaswerk und Hersteller von Steinkohleteer. Sowohl das Stadtgas als auch der Teer werden hier als Nebenprodukte der Koksgewinnung aus Steinkohle produziert. Das Werk mit rund 4000 Mitarbeitern steht nach Angaben ukrainischer Medien seit Juli 2014 unter Beschuss. Es ist der einzige Wärmeversorger der Stadt.

    Von

  • Gnose

    ukrainische Freiwilligenbataillone

    Sowohl in den ukrainischen als auch in den russischen Medien ist der Begriff der ukrainischen Freiwilligenbataillone umstritten. Viele Beobachter sehen darin ein Propaganda-Motiv aus Kiew und zweifeln die Freiwilligkeit solcher Bataillone an, glauben vielmehr, sie seien erfunden, um eine einheitliche Front aller Ukrainer zu demonstrieren. Dies geschieht häufig unter Verweis darauf, dass die meisten Mitglieder solcher Verbände beorderte Reservisten seien. Demgegenüber kursieren Schätzungen, wonach derzeit einige zehntausend Freiwillige in Verbänden organisiert seien, die zum großen Teil dem Verteidigungs- bzw. Innenministerium unterstehen würden. Einige dieser Bataillone agierten demnach außerhalb des staatlichen Gewaltmonopols.

    Von

  • Gnose

    Awdijiwka

    Awdijiwka war eine Kleinstadt in der Ukraine, rund sechs Kilometer nördlich vom Bezirksverwaltungszentrum Donezk. 2014 hatte die Stadt rund 35.000 Einwohner. Viele Menschen sind jedoch aufgrund andauernder Kampfhandlungen seit 2014 geflüchtet. Durch die russische Großinvasion in die Ukraine im Februar 2022 ist Awdijiwka völlig zerstört, laut Augenzeugen gibt es in der Stadt kein einziges Gebäude, das nicht kriegsversehrt ist. Laut unbestätigten Angaben leben dort derzeit noch rund 1700 Menschen. 

    Von

  • Gnose

    Neue Ökonomische Politik (NÖP)

    Als Neue Ökonomische Politik (russ. Nowaja ekonomitscheskaja politika – NEP) wird eine kurze Periode in der Geschichte der Sowjetunion der 1920er Jahre bezeichnet. Das Ziel von NEP bestand in der Dezentralisierung und Liberalisierung der Wirtschaft und in der teilweisen Rückkehr zu marktwirtschaftlichen Methoden. Während der Hungersnöte im und nach dem Bürgerkrieg (1918–1923) trug die NEP maßgeblich zur Verbesserung der Versorgung bei. Im Zuge der Einführung der Planwirtschaft und der Realisierung des ersten Fünfjahrplans wurde die NEP 1928 de facto abgeschafft.

    Von

  • Gnose

    Meshrabpom-Rus

    Die 1923 als Zusammenschluss des Kinostudios Rus und der Filmabteilung der Internationalen Arbeiterhilfe gegründete Aktiengesellschaft Meshrabpom-Rus galt als einziger Filmproduzent der Sowjetunion, der eine teilweise Unabhängigkeit vom Staat bewahren konnte. Die Gesellschaft brachte einige hunderte Filme heraus, darunter auch Werke in Zusammenarbeit mit der deutschen Firma Prometheus Film. Das Studio wurde 1936 aufgelöst, auf seiner Basis wurde die Produktionsgesellschaft für Kinder- und Jugendfilme Sojusdetfilm gegründet. Seit 1948 heißt die Gesellschaft Gorki-Filmstudio.

    Von

  • Gnose

    Strategy Partners Group

    Strategy Partners Group ist eine 1994 gegründete Unternehmens-  und Strategieberatung mit Sitz in Moskau. Das Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern gehört zu 75 Prozent der mehrheitlich staatlichen Bank Sberbank. Für sie gehört Strategy Partners Group zu den drei größten Strategieberatungen des Landes. Die Umsatzzahlen werden nicht veröffentlicht, in unabhängigen Ratings wird das Unternehmen nicht aufgeführt.  

    Von

  • Gnose

    Berufssoldaten

    Neben freiwillig verpflichteten Soldaten können mit einem im Dezember 2016 verabschiedeten Gesetz auch Wehrpflichtige zu Auslandseinsätzen entsendet werden. Hierzu müssen sie einen Vertrag abschließen – anders als Berufssoldaten, die entsprechend ihrer freiwilligen Verpflichtung einfach versetzt werden können. Für viele Soldaten erscheint diese Option als attraktiv: So kann ein nach Syrien versetzter Berufssoldat Schätzungen zufolge durchschnittlich umgerechnet 3100 bis 4600 Euro im Monat verdienen. Demgegenüber gab es in den letzten Monaten Meldungen darüber, dass freiwillig Verpflichtete ihre Versetzungen nach Syrien ablehnten. Die Gerichtsbarkeit ist in solchen Fällen intransparent, Beobachtern zufolge können Ablehnungen als Fahnenflucht geahndet werden.

    Von

  • Gnose

    62.200 Rubel (Infografik)

    Gemeint ist offenbar das Durchschnittseinkommen aller Militärangehörigen ohne Wehrpflichtige. Im Vorfeld der Dumawahl 2011 verfügte der damalige Präsident Dimitri Medwedew eine durchschnittliche 2,5 bis 3-fache Solderhöhung für alle Militärangehörigen, auch in den vergangenen Jahren stiegen sowohl die Gehälter als auch die Zuschüsse und Renten. 

    Von