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    Bogoljubowo

    Bogoljubowo (dt. etwa von Gott geliebt) ist eine Ortschaft rund 200 Kilometer östlich von Moskau. Sie gehört zum sogenannten Goldenen Ring – einer Ansammlung altrussischer Städte, die zu den bekanntesten Reisezielen Russlands gehören. Fürst Andrej Bogoljubski (1111–1174, 1702 heilig gesprochen) hatte Bogoljubowo einst als seine Residenz gegründet. Bis der Fürst ermordet wurde, war es Zentrum des politischen Lebens in der Nordwestlichen Rus.

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    Automaten (Wodkasurrogate-Text)

    Im Oktober 2016 sorgte das relativ neue Phänomen solcher Automaten für Aufregung in der russischen Presse. Unter anderem hatte damals ein Anbieter seine Automaten mit dem Spruch „Die Krise ist wie Wind in unseren Segel“ beworben. Diese Werbung wurde als besonders zynisch empfunden – und ist inzwischen aus dem Internet wieder verschwunden.

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    GOST-Zertifizierung

    GOST ist Abkürzung für Gossudarstwenny Standart, übersetzt Staatlicher Standard. Es bezeichnet russische Normen, die von der nationalen Normungsorganisation festgelegt werden.

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    Tschisty S

    Der Name Tschisty S ist in diesem Fall die Abkürzung für tschisty swet – reines Licht. Er suggeriert allerdings tschisty spirt – reiner Spiritus. Das Produkt ist ein Reinigungsmittel auf Alkoholbasis.

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    Bojaryschnik

    Bojaryschnik heißt übersetzt Weißdorn. Tinkturen aus Blüten, Blättern und Früchten des Weißdorns werden bei Herzbeschwerden eingesetzt, sie sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

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    Nowo-Lenino

    Im Wohnviertel Nowo-Lenino leben rund 50.000 Menschen. Der Bezirk hat die höchste Luftverschmutzung und eine der niedrigsten Wohnqualitäten der Stadt Irkutsk.

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    Küche (Metapher)

    Der Begriff Küche wird oft als Metapher für die Privatsphäre in der post-stalinschen Sowjetunion verwendet. In diesem Sinn ist die Küche ein Ort, in dem man sich zu allem äußern durfte – man konnte demnach verbotene Themen ansprechen oder Kritik an Machthabern äußern.

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    Besatzungsmuseum

    Viele Historiker kritisieren die einseitige Deutung der Geschichte, wie sie beispielsweise in Besatzungsmuseen in Tallinn, Riga, Kiew oder Chisinau präsentiert wird. Sie dienten vor allem geschichtspolitischen Zwecken und reduzierten das didaktische Konzept auf ein Täter-Opfer-Schema, so die Argumentation. Vor diesem Hintergrund fordern die Kritiker die Umsetzung eines sogenannten multiperspektivischen Zugangs, der das geschichtspolitische Deutungsmonopol aufbreche.

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