Die russischsprachige Version des Männermagazins GQ wählte Sergej Schnurow 2016 zum dritten Mal seit 2001 zur Person des Jahres. Bei der Preisverleihung kommentierte Schnurow die Wahl mit den Worten: „15 Jahre hintereinander dasselbe bescheuerte Gesicht, es ist Zeit etwas zu ändern. Schreiben Sie Lieder, meine Herren.“
Die 1703 von Zar Peter dem Großen gegründete und nach seinem Schutzheiligen, Apostel Simon Petrus, benannte Stadt Sankt Petersburg wurde 1914 zum ersten Mal umbenannt. Sie hieß bis zu Lenins Tod im Jahr 1924 Petrograd. Dann wurde der Name zu seinen Ehren in Leningrad geändert. Seit 1991 heißt sie wieder Sankt Petersburg, umgangssprachlich meist Piter genannt.
Gemeint ist ein Fall aus November 2016. Eine junge Frau aus der Stadt Orjol rief die Polizei an und berichtete darüber, dass ihr ehemaliger Lebensgefährte sie verprügele. Die Aufzeichnung des Gesprächs dokumentierte laut Medienberichten, dass die Diensthabenden sich weigerten, eine Streife loszuschicken.
Als Strafpsychiatrie wird oft der politische Missbrauch der Psychiatrie in der Sowjetunion bezeichnet. Sogenannte konterrevolutionäre Gedanken galten in den 1960er und 1970er Jahren als psychische Störungen. Tausende Andersdenkende und Dissidenten wurden mit „wissenschaftlichen Mitteln“ pathologisiert, in Anstalten weggesperrt und zwangsbehandelt. Oft kam es dabei zu gravierenden Misshandlungen mit Todesfolge.
Wassili Blochin (1895–1955) führte als Wachleiter beim Geheimdienst von 1924 bis 1952 tausende Hinrichtungen von sogenannten „Staatsfeinden“ durch. Im Vorfeld der Tauwetter-Politik, die Parteichef Nikita Chruschtschow 1956 beim XX. Parteitag der Kommunistischen Partei der UdSSR initiierte, wurden Blochin alle verliehenen Auszeichnungen und sein Generalsrang aberkannt.
Eine Zeile aus dem Epilog des Poems Rekwijem (dt. Requiem, 1934–1963) von Anna Achmatowa (1889–1966). Gemeint sind die Repressierten sowie deren Mütter und Ehefrauen, die vor Gefängnissen stehen, um etwas über ihre Familienangehörigen zu erfahren.
Auf der Gorochowaja Straße ist ein Lied des bekannten Musikers Alexander Rosenbaum (geb. 1951). Darin thematisiert er Szenen aus dem nachrevolutionären St. Petersburg des Jahres 1918: Auf der Gorochowaja Straße befand sich damals die unter Leitung von Felix Dserschinski (1877–1926) stehende WeTscheKa – Abkürzung für Außerordentliche Allrussische Kommission zur Bekämpfung von Konterrevolution, Spekulation und Sabotage, die erste sowjetrussische Geheimpolizei. Hiervon abgeleitet wird der Ausdruck Tschekisten auch heute noch für die Mitarbeiter von Geheimdiensten verwendet.
Russische Journalistin und Schriftstellerin. Sie arbeitete unter anderem für die Wirtschaftszeitung Kommersant und als Chefredakteurin der russischen Cosmopolitan, leitete außerdem die PR-Abteilung der staatlichen Fernseh- und Radiogesellschaft WGTRK. Zurzeit arbeitet sie als Kolumnistin für verschiedene Print- und Onlinemedien, darunter für Izvestia oder Gazeta.ru.
Die Föderale Nachrichtenagentur (FAN) wurde 2014 in St. Petersburg gegründet. Beobachtern zufolge gehört FAN Jewgeni Prigoshin (geb. 1961) – Besitzer des einzigen privaten Restaurants im Weißen Haus in Moskau, auch als „Chefkoch der russischen Regierung“ bekannt.