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    Alexej Gaskarow

    Alexej Gaskarow (geb. 1985) ist ein Aktivist der antifaschistischen Bewegung. Er war Mitglied des Koordinationsrats der Opposition. Das Gremium war im Zuge der Massenproteste 2011/2012 entstanden, gewählt waren unter anderem auch die oppositionellen Politiker Gennadi Gudkow und Boris Nemzow. Ende Oktober 2013 wurde die Arbeit eingestellt. Gaskarow wurde im April 2013 wegen seiner Teilnahme an den Protesten verhaftet und im August 2014 zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Im Oktober 2016 wurde er entlassen.

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    Rosoboronexport

    Rosoboronexport ist der staatliche Im- und Exporteur von Rüstungsgütern. Russland ist nach den USA der zweitgrößte Waffenexporteur der Welt. 

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    Donezbecken (Krieg im Donbass)

    Gemeint ist der Krieg im Osten der Ukraine – eine militärische Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und den selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk. Die Ukraine wirft dem Nachbarland Russland vor, die Separatisten mit Personal und Waffen zu unterstützen. Trotz vieler Hinweise und Indizien auf verschiedene Arten der Unterstützung bestreitet Russland das offiziell. Der Konflikt hält trotz internationaler Friedensbemühungen seit April 2014 an und kostete tausenden Menschen das Leben.

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    Alexander Jemeljanenko

    Alexander Jemeljanenko (geb. 1981) ist mehrmaliger Weltmeister im Kampfsport Sambo und ein in Russland sehr bekannter Kämpfer der Mixed Martial Arts. Er wurde im Mai 2015 zu viereinhalb Jahren Haft- und einer Geldstrafe wegen Vergewaltigung verurteilt.

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    Gefängnis Butyrka

    Die Untersuchungshaftanstalt Butyrka ist das größte Gefängnis Moskaus und eines der ältesten Gefängnisse Russlands. Die erste Erwähnung fand die Anstalt im Jahr 1775, seitdem war sie Schauplatz vieler literarischer und filmischer Motive.

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    Paragraph 212 (Strafgesetzbuch)

    Der Paragraph 212 im Strafgesetzbuch schreibt Strafen fest auf das „Organisieren von Massenunruhen“ sowie auf die „Teilnahme an Massenunruhen“. Darunter fallen verschiedene Tatbestände, wie gewaltsame Ausschreitungen, Brandstiftung oder Bombenanschläge. Je nach Grad der Beteiligung reicht das mögliche Strafmaß im Falle einer Verurteilung von einer Geldstrafe bis zu 15 Jahren Haft. Die Ereignisse vom 6. Mai 2012 auf dem Bolotnaja Platz wurde im Nachgang auf offizieller Ebene vielfach als „Massenunruhen“ bezeichnet.

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    Zagowski-Wald

    Um die Pläne für den Bau einer Schnellstraße in der Oblast Moskau realisieren zu können, wurde dem Zagorski-Wald im Jahr 2010 gerichtlich der Schutzgebiet-Status entzogen. Daraufhin  fällten die Behörden im Jahr 2012 rund 16 Hektar Wald. Bei Bürgerprotesten gegen die Fällung gab es Zusammenstöße mit der Polizei, rund 17 Menschen wurden verhaftet, nach kurzer Zeit jedoch wieder entlassen. Der Bau wurde zunächst gestoppt, nach einigen Monaten aber wieder aufgenommen.

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    Firma Mosschelk (Sitz in Moskau)

    Das Betriebs-Wohnheim der Moskauer Firma Mosschelk  wurde im Januar 2013 von einer linksradikalen Gruppe besetzt, zu der Alexej Gaskarow gehörte. Hintergrund war ein Streit um den Verbleib einiger ehemaliger Mitarbeiter, die dort jahrelang nach Ausscheiden aus dem Betrieb gelebt hatten. Nun sollten dort Büroräume entstehen. Ein Großteil der Bewohner nahm damals von Mosschelk Entschädigungszahlungen für den Bezug von Ersatzwohnungen – weiter außerhalb des Stadtzentrums – an. Im Wohnheim Verbliebene beklagten teils fehlende Unterstützung.

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    Organisation BORN (БОРН)

    Als BORN (Bojewaja Organisazija Russkich Nazionalistow, dt. Kampforganisation russischer Nationalisten) wird in Russland eine nationalistische Organisation bezeichnet, die von 2008 bis 2011 bestand. In verschiedenen Strafprozessen wurden vier Mitglieder unter anderem wegen  Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. 

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    Chimki hatte ich noch Illusionen

    Im Juli 2010 gingen mehrere Hundert maskierte Linksextreme auf das Verwaltungsgebäude im Moskauer Vorort Chimki los. Es flogen Rauchbomben, Scheiben wurden zerschlagen, Wände beschmiert. Es gab Festnahmen, Aleksej Gaskarow saß mehrere Monate in Untersuchungshaft, wurde von einem Gericht jedoch schließlich freigesprochen. Mit dem Ortsnamen Chimki ist in Russland seit dem Jahr 2010 eine breite Protestbewegung gegen den Bau einer Autobahn verbunden, für den örtlicher Wald gerodet werden sollte. Die Trasse wird inzwischen gebaut, die Debatte hält an.

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