Wie sieht es aus mit der literarischen Welt im neuen russischsprachigen Exil? Mikhail Kaluzhsky über die Kulturszene, das russischsprachige Berlin und zur Frage: Wo ist da Raum für Brücken zwischen den Sprachen und Kulturen?
Russlands Krieg trennt tausende ukrainische Familien. Moskau unterbindet und verfolgt Kontakte in die besetzten Gebiete. Doch viele Ukrainer:innen finden Schlupflöcher – online und offline. Texty zeigt an drei persönlichen Beispielen, wie der Kontakt zu Menschen unter russischer Besatzung in der Praxis aussieht.
Russische Schüler:innen sollen im Fach „Familienkunde“ ein patriarchales Familienideal verinnerlichen: Ein Schulbuch lehrt Antifeminismus und schlägt den „Domostroj“ vor – einen Verhaltenskodex aus dem 16. Jahrhundert.
Jeden Tag ziehen in der Ukraine Trauerzüge durch Städte und Dörfer. Vor der Beisetzung werden gefallene Soldaten kirchlich verabschiedet. An der zentralen Garnisonskirche in Lwiw begleitet Pater Mychaltschuk seit 2014 diese Beerdigungen. Frontliner porträtiert den Pfarrer und das schmerzhafte Abschiednehmen.
Sergej Lebedew und Dinara Rasuleva haben einen neuen PEN-Club gegründet: einen PEN für die Sprachen Russlands. Sie wollen bislang wenig bekannten Literaten und Sprachen in der Russischen Föderation ein Forum geben, das Bewusstsein für sie schärfen und sie fördern. Eine dekoder-Leseempfehlung.
Mithilfe von transnationalen Repressionen setzen autoritäre Regime Dissidenten auch jenseits der Landesgrenzen unter Druck. Ein Interview mit dem Menschenrechtsanwalt Oleg Agejew über eine wenig bekannte, aber scharfe Form der Verfolgung.
Oleg Radzinsky ist mit seinem Roman Bußtage einer der drei Sieger des Dar-Literaturpreises 2026. Er legt einen umfangreichen Roman über die russische Intelligenzija zu Zeiten des Kriegs vor und versucht eine Antwort, warum es nur wenig wirksamen Widerstand gegen das Regime gibt.
In Belarus verfolgt das Regime Studierende der Europäischen Geisteswissenschaftlichen Universität (EHU), die sich in Vilnius befindet. Der Journalist Igor Lenkewitsch sieht darin Anzeichen von Massenterror und die Vorbereitung für einen Machtwechsel.
Der Steinkohleabbau ist eine der umweltfeindlichsten wirtschaftlichen Aktivitäten. Dennoch plant Russland, seine Kohleförderung bis 2050 noch um das Anderthalbfache zu steigern. Die Bevölkerung der Republik Sacha (Jakutien) im asiatischen Teil des Landes ist bereits jetzt mit den Folgen konfrontiert. Eine dekoder-Leseempfehlung.
Neue Soldaten für die ukrainische Armee zu rekrutieren, ist ein gefährlicher Job. Die Angriffe auf Rekrutierungszentren nehmen zu, während der Personalmangel in der Armee die Sicherheit des Landes gefährdet. Wer arbeitet in den ukrainischen Kreiswehrämtern und wie erleben diese Soldaten ihren Dienst für die Mobilisierung? Die Ukrajinska Prawda berichtet.