Über Jahre mussten sich Ukrainer:innen, denen nach Verwundung im Krieg Körperteile amputiert wurden, im Ausland nach hochwertigen Prothesen umsehen. Doch Kosten, Technologien und Wartezeiten passen nicht zum schnelllebigen Kriegsalltag und steigendem Bedarf. Darum entstehen immer mehr auf Prothesierung spezialisierte Medizinzentren direkt in der Ukraine. Frontliner porträtiert ein solches Prothesen-Zentrum, seine Patienten und Mitarbeiter in Kyjiw.
Partisanen, Heldenmut und Terror: Im belarussischen Film, staatlich oder unabhängig produziert, ist ein Ringen um die Deutungshoheit über Geschichte und Gegenwart entbrannt. Irena Kazjalowitsch analysiert Narrative und Bildsprache.
Der Juli steht in der Ukraine wieder ganz im Zeichen der Papp-Proteste. Die Demonstrierenden kritisieren Selenskys jüngste Personalwechsel in der ukrainischen Regierung. Zmina hat mit Protestierenden über deren Motivation und die weit reichende Bedeutung politischer Intransparenz für die ukrainische Gesellschaft im Verteidigungskrieg gesprochen.
Sie gelten als Technokraten mit prowestlicher Weltsicht. Sie bestimmen die russische Wirtschaftspolitik seit Jahrzehnten. Aber niemand von ihnen kritisiert offen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Welche Rollen spielen „systemliberale Helfershelfer“ in Putins Kriegsrussland? Ein Buchtipp und Ausschnitt aus dem dekoder Exklusiv-Newsletter Wissen+.
Mit harten Ansagen an das belarussische Regime zeigt sich ein neues Selbstbewusstsein der Ukraine. Artyom Shraibman zeigt, welche Folgen dies für die Rolle von Belarus im Russlands Angriffskrieg als auch für Putin selbst hat.
Wie sieht es aus mit der literarischen Welt im neuen russischsprachigen Exil? Mikhail Kaluzhsky über die Kulturszene, das russischsprachige Berlin und zur Frage: Wo ist da Raum für Brücken zwischen den Sprachen und Kulturen?
Russlands Krieg trennt tausende ukrainische Familien. Moskau unterbindet und verfolgt Kontakte in die besetzten Gebiete. Doch viele Ukrainer:innen finden Schlupflöcher – online und offline. Texty zeigt an drei persönlichen Beispielen, wie der Kontakt zu Menschen unter russischer Besatzung in der Praxis aussieht.
Russische Schüler:innen sollen im Fach „Familienkunde“ ein patriarchales Familienideal verinnerlichen: Ein Schulbuch lehrt Antifeminismus und schlägt den „Domostroj“ vor – einen Verhaltenskodex aus dem 16. Jahrhundert.
Jeden Tag ziehen in der Ukraine Trauerzüge durch Städte und Dörfer. Vor der Beisetzung werden gefallene Soldaten kirchlich verabschiedet. An der zentralen Garnisonskirche in Lwiw begleitet Pater Mychaltschuk seit 2014 diese Beerdigungen. Frontliner porträtiert den Pfarrer und das schmerzhafte Abschiednehmen.
Sergej Lebedew und Dinara Rasuleva haben einen neuen PEN-Club gegründet: einen PEN für die Sprachen Russlands. Sie wollen bislang wenig bekannten Literaten und Sprachen in der Russischen Föderation ein Forum geben, das Bewusstsein für sie schärfen und sie fördern. Eine dekoder-Leseempfehlung.