Mithilfe von transnationalen Repressionen setzen autoritäre Regime Dissidenten auch jenseits der Landesgrenzen unter Druck. Ein Interview mit dem Menschenrechtsanwalt Oleg Agejew über eine wenig bekannte, aber scharfe Form der Verfolgung.
Oleg Radzinsky ist mit seinem Roman Bußtage einer der drei Sieger des Dar-Literaturpreises 2026. Er legt einen umfangreichen Roman über die russische Intelligenzija zu Zeiten des Kriegs vor und versucht eine Antwort, warum es nur wenig wirksamen Widerstand gegen das Regime gibt.
In Belarus verfolgt das Regime Studierende der Europäischen Geisteswissenschaftlichen Universität (EHU), die sich in Vilnius befindet. Der Journalist Igor Lenkewitsch sieht darin Anzeichen von Massenterror und die Vorbereitung für einen Machtwechsel.
Der Steinkohleabbau ist eine der umweltfeindlichsten wirtschaftlichen Aktivitäten. Dennoch plant Russland, seine Kohleförderung bis 2050 noch um das Anderthalbfache zu steigern. Die Bevölkerung der Republik Sacha (Jakutien) im asiatischen Teil des Landes ist bereits jetzt mit den Folgen konfrontiert. Eine dekoder-Leseempfehlung.
Neue Soldaten für die ukrainische Armee zu rekrutieren, ist ein gefährlicher Job. Die Angriffe auf Rekrutierungszentren nehmen zu, während der Personalmangel in der Armee die Sicherheit des Landes gefährdet. Wer arbeitet in den ukrainischen Kreiswehrämtern und wie erleben diese Soldaten ihren Dienst für die Mobilisierung? Die Ukrajinska Prawda berichtet.
Die gigantischen territorialen Ausmaße Russlands galten in der Propaganda stets als Segen. Die ukrainischen Drohnen und Raketen machen die Größe nun zum Fluch und beschleunigen die Dekolonisierung Russlands, argumentiert Sergej Medwedew.
Immer mehr ukrainische Städte und Fernstraßen werden mit Anti-Drohnen-Netzen überspannt, um die Menschen vor russischen Drohnenangriffen zu schützen. Von diesem Schutznetz-Alltag berichtet Lieselotte Hasselhoff in Teil zwei ihrer dekoder-Kolumne Popry wse*, diesmal aus Cherson. *ukr. trotz alledem
Xenja Bukscha ist mit „Das kleine Paradies“ eine der drei Preisträger:innen des Dar-Preises 2026 für russischsprachige Literatur. Ihr dystopischer Roman spielt in Rajok, im Danach – nach den Kampfhandlungen im Krieg. Es geht nicht mehr um Mord und Totschlag, sondern um Selbstmorde und das große Schweigen.
Bin ich schuld, dass Putin die Ukraine bombardiert? Was habe ich damit zu tun, dass Lukaschenko Menschen wegsperrt? In einem scharfen Kommentar bringt Olga Loiko ihren Verdruss darüber zum Ausdruck, dass sich viele aus der Verantwortung stehlen wollen.
2025 war „ein Jahr der geballten Herausforderungen“. Der neueste Jahresbericht des ukrainischen Menschenrechtszentrums Zmina zeigt, wie die ukrainische Zivilgesellschaft unter beispiellosem Druck weiter als Garantin für die demokratische Entwicklung der Ukraine funktioniert.