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Maly Trostenez

Sie war der größte Tatort nationalsozialistischen Mordens in den von Deutschen besetzten Gebieten der Sowjetunion: die NS-Vernichtungsstätte Maly Trostenez in Belarus. Zehntausende Jüdinnen und Juden wurden dort ermordet. Ihren Ausgangspunkt nahm die organisierte Massengewalt vor 80 Jahren im Minsker Ghetto.

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Aktion am 30. Dezember 2014 auf dem Manegenplatz

Unmittelbar nachdem das Samoskworetscher Gericht den Antikorruptionsaktivisten und Oppositionspolitiker Alexej Nawalny und seinen Bruder Oleg im umstrittenen Yves Rocher-Prozess am 30. Dezember 2014 schuldig gesprochen hatte, kündigten Nawalnys Unterstützer eine spontane Demonstration auf dem zentralen Manegenplatz an, um gegen das Urteil zu protestieren.

Genau dieses Szenario hatten die Behörden im Vorfeld zu verhindern versucht, indem sie die Urteilsverkündung kurzfristig um zwei Wochen vorverlegt hatten. Dennoch kündigten im Tagesverlauf in den sozialen Medien mehr als 18.000 Demonstranten ihre Teilnahme an. Die Behörden warnten vor nicht genehmigten Protesten und stellten ihrerseits ein hartes Durchgreifen in Aussicht.

Bei hohen Minustemperaturen erschienen letztlich mehrere Tausend Demonstranten, von denen etwa 250 von einem Großaufgebot an Sicherheitskräften festgenommen wurden. Nawalny selbst setzte sich über seinen Hausarrest hinweg und fuhr zum Manegenplatz, um sich mit seinen Unterstützern zu solidarisieren. Allerdings wurde er direkt nach seiner Ankunft von der Polizei festgenommen und in seine Wohnung zurückgebracht.

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Landschaft der Trauer, © Valery Vedrenko (All rights reserved)