Der Begriff negative Mobilisierung wurde von dem Soziologen und Leiter des Meinungsforschungszentrums Lewada Lew Gudkow eingeführt. Als negative Mobilisierung bezeichnet er die Art und Weise der Konsolidierung der Gesellschaft, die kein klares gemeinsames Ziel hat. Diese Konsolidierung erfolgt vor allem über einen gemeinsamen Feind oder eine unerwünschte Entwicklung, die von aufgeheizten Massen, Angst und Hass begleitet wird. Die negative Mobilisierung entfaltet sich in der Erwartung einer sinkenden Lebensqualität und von einem Verlust gemeinsamer Werte.