Quelle

Open Media

Open Media

Open Media (russ. Otkrytije Media) ist eine staatsunabhängige, russischsprachige Medienplattform. Sie ist in Estland registriert und wird finanziert von Michail ChodorkowskiEinst einer der reichsten Männer Russlands, wurde Michail Chodorkowski 2003 verhaftet und in Folge eines – nach Ansicht vieler Experten – politisch motivierten Prozesses de facto enteignet. Während seiner zehnjährigen Haftstrafe etablierte sich Chodorkowski als einer der im Westen sichtbarsten Vertreter der Opposition in Russland. Mehr dazu in unserer Gnose – der im Westen einer der sichtbarsten Vertreter der russischen Opposition ist.1

Es handelt sich um einen Zusammenschluss der Nachrichtenportale Infometer, OpenEconomy, Culttriger und WTFuture. Chefredakteurin der Plattform ist seit der Gründung im November 2017 Yulia Yarosh, die zuvor bereits OpenEconomy leitete.
Zentrales Anliegen der Autoren ist die Vermittlung von Nachrichten und Hintergrundwissen in den Rubriken Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft an „diejenigen, die nichts lesen“2.

Durch den Fokus auf multimediale Formate (insbesondere Videoclips) und auf die Verbreitung der Inhalte über die Sozialen Medien, soll eine größere Reichweite generiert werden, als das mit traditionellen Formaten möglich ist. In ihrem Selbstverständnis erklären die Autoren zudem, oberste Priorität sei es, „Antworten auf Fragen zu geben“.3

Nach eigenen Angaben produziert Open Media rund 200 Videos im Monat. Die Formate reichen dabei von Umfragen wie Aber die Leute wissen das nicht4 über humoristisch gehaltene Info-Clips bis hin zu investigativen Videonachrichten.

Eckdaten

Gegründet: 27. November 2017
Gründer: Michail Chodorkowski
Chefredakteurin: Yulia Yarosh
URL: https://openmedia.io/


1.RBK: Michail Chodorkovskij zapustil russkojazyčnoe onlajn-SMI 
2.Open Media: O nas 
3.ebd. 
4.YouTube: Rossijane ne podozrevajut, skol'ko nalogov platjat. Ob'jasnjaem i smotrim ne reakziju 
Gnosen

im Gnosmos

als Text

im Gnosmos

als Text

Neueste Gnosen

Kurilenkonflikt

„Wir müssen den Zweiten Weltkrieg beenden“, sagt Dimitri Peskow. Damit meint der Kreml-Sprecher einen Friedensvertrag, der zwischen Russland und Japan seit 1956 geplant ist und den es immer noch nicht gibt. Sören Urbansky über die Kurilen – eine Inselkette, die zum ständigen Zankapfel bei Friedensbemühungen wurde.

Sowjetnostalgie und Stalinkult

Sowjetnostalgie auf Zehnjahreshoch: Die Zahl der Russen, die den Verlust der Sowjetunion bedauern, liegt derzeit bei 66 Prozent. Das zeigen aktuelle Umfragen des Lewada-Zentrums. Monica Rüthers über die Sehnsucht nach Heldentaten in Schnee und Eis, Gagarin, Ballett, Kameradschaft, und, mitunter, auch nach Stalin.

Butowski Poligon

Der Butowski Poligon gilt für die Kirche als das russische Golgatha: еin Ort, an dem Stalin hunderte Geistliche erschießen ließ. Margarete Zimmermann über den Erinnerungsort, der wie kaum ein anderer für Widersprüche einer antistalinistischen Erinnerungspolitik steht.

Blokadniki

Während der Belagerung Leningrads vom 8. September 1941 bis 27. Januar 1944 durch die deutsche Wehrmacht kamen über eine Million Menschen ums Leben. Die meisten verhungerten oder erfroren, viele starben im Bomben- und Artilleriebeschuss. Nina Weller über das Schicksal der Blokadniki.

Nord Stream 2

In der EU wächst der Widerstand gegen die Gaspipeline Nord Stream 2. Gleichzeitig befürwortet der überwiegende Großteil der Deutschen den Bau der Ostseepipeline. Ist „Gas eine Ware“ oder ist „Gas ein Politikum“? Julia Kusznir über die scheinbare Gegensätzlichkeit dieser Argumente. 

Moskauer Staatliche Lomonossow-Universität

Am 25. Januar 1755 wurde sie auf Initiative des Universalgelehrten Michail Lomonossow gegründet: Die Staatliche Universität Moskau ist nicht nur die älteste, sondern auch die wichtigste und renommierteste Hochschule Russlands. Das Gründungsdatum am Tatjanin Den (dt. Tatjana-Tag) wird bis heute in Russland als Feiertag der Studierenden begangen.

Entstalinisierung unter Chruschtschow

Als Nikita Chruschtschow seine Rede beendet hatte, soll tosender Applaus aufgebrandet sein. So vermerkt es das Stenogramm des XX. Parteitags der KPdSU. Zeitgenossen hingegen berichteten von einer tödlichen Stille, die geherrscht haben soll. Jochen Krüger über Chruschtschows Geheimrede, die die Entstalinisierung einleiten sollte.

Juri Dud

Er gilt weder als Intellektueller noch als Oppositioneller. Vielmehr ist er ein Hipster mit perfekt gestyltem Haar, lässig gekleidet, das iPhone stets griffbereit. Mit seinen Interviews erreicht er ein Millionenpublikum. Eva Binder über Juri Dud, den neuen Medienstar im russischen Internet.

Alphabetisierungskurs für Frauen, Kabul, 11.05.1983 , Foto © Wladimir Rodionow/Sputnik (All rights reserved)