Quelle

Afisha

Afisha.ru ist ein russisches Online-Stadtmagazin für Unterhaltung, Veranstaltungen, Kultur und Lifestyle.

Es wurde 1999 von Ilja Oskolkow-Zenziper, Andrew Paulson und Anton Kudrjaschow in Printversion gegründet und war in den 2000er Jahren Trendsetter: Die innovative Form, bestehend aus Kommentar, Kritik und Foto über das Moskauer Kultur- und Nachtleben, zog eine große Leserschaft an. Auch eine ganze Reihe neuer Wörter, wie zum Beispiel „Hipster“, kamen offenbar vor allem über Afisha in die russische Sprache.1
 
2015 wurde die Printversion eingestampft und die gesamte Print-Redaktion gekündigt.2
 
Afisha gehört zur Medienholding Rambler&Co, dessen Manager Alexander Mamut ist – einer der reichsten Männer Russlands. Nach eigenen Angaben besuchen etwa 11,7 Millionen Menschen pro Monat die Seite. Der Hauptsitz der Redaktion befindet sich in Moskau.3 Afisha finanziert sich hauptsächlich durch Werbung.4
 

Gegründet: 1999
Chefredakteur: Filipp Wujatschitsch
URL: daily.afisha.ru/


1.freepapers.ru: Sovremennye jazykovye processy v SMI (na primere žurnala «Afiša»)
2.newsru.com: Redakciju žurnala "Afiša" yvolil v polnom sostave
3.afisha.ru: Ob «Afiše»
4.ebd.

 

 

 

 

Gnosen

im Gnosmos

als Text

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Neueste Gnosen

Napoleon Bonaparte in Russland

Idealbild des romantischen Helden, künftiger Messias und Symbol des Protests gegen die Unterdrückung in Russland – oder schlicht ein Krimineller, der sich gottgleich wähnte? Nikolaus Katzer zum 250. Geburtstag von Napoleon Bonaparte, der die russische Kultur im 19. Jahrhundert stark beeinflusste und noch lange die Gemüter bewegte wie kein zweiter. 

Politische Talkshows

Russische Polit-Talkshows hatten einmal den Anspruch, auch selbstkritischen innenpolitischen Diskussionen ein Forum zu bieten. Heute stehen siе für bewusst provozierte Skandale, polternde Moderatoren und politische Parteilichkeit. Magdalena Kaltseis über Ursprung, Wandel und Gegenwart eines populären russischen TV-Formats. 

Lubjanka

Nirgendwo sonst saßen Hintermänner, Henker und ihre Opfer so dicht zusammen wie in der Lubjanka. Nina Frieß über den Sitz des Geheimdienstes, um den Menschen jahrzehntelang „einen möglichst großen Bogen“ machten. 

Zeugen Jehovas

Mehr als 20 Zeugen Jehovas sitzen derzeit wegen ihres Glaubens in russischen Gefängnissen. Als „größte extremistische Organisation in Russland“ bezeichnen auch Vertreter der Orthodoxen Kirche die Zeugen Jehovas. Regina Elsner sieht darin Verstöße gegen die Religionsfreiheit und fragt, inwiefern diese einen systemischen Charakter haben.

Heldenstädte

Im Kampf um Aufmerksamkeit schmücken sich Städte gern mit Attributen. So wimmelt es in Europa von Zukunftsstädten, „Little Big Cities“, Weltstädten und Schmelztiegeln. Doch Städte, die offiziell zu Helden ernannt werden? Ivo Mijnssen über die Heldenstädte der früheren Sowjetunion, nationale Einheit und Probleme, die sie heute in Russland schaffen. 
 

Andrej Bitow

Andrej Bitow, einer der Stammväter der postmodernen Literatur Russlands, wäre am Montag 82 Jahre alt geworden. Karlheinz Kasper über den subversiven Klassiker, sein Chef d´Œuvre Das Puschkinhaus und sein Work in Progress.

Sergej Dorenko

Sergej Dorenko ist tot. Er galt als TV-Ikone der späten 1990er Jahre, sogenannter Telekiller und auch als derjenige, der Putin zum Präsidenten gemacht hat. Gernot Howanitz über den kontroversen Journalisten und sein widersprüchliches Verhältnis zum Präsidenten.

Rechtsstaatlichkeit

Russland schneidet bei der Durchsetzung von Menschenrechten schlechter ab als Nigeria. Vor diesem Hintergrund analysiert Benjamin Reeve, inwiefern Russland überhaupt noch ein Rechtsstaat ist.

Russland und China

37 Staats- und Regierungschefs sind zum Gipfel „Neue Seidenstraße" nach Peking gekommen. Auch Putin. Die Zusammenarbeit zwischen Russland und China trägt seit der Angliederung der Krim immer mehr Früchte. Anastasia Vishnevskaya-Mann erklärt, warum Russland in dieser Beziehung allerdings nur Juniorpartner ist.

Der Samowar

In Russland trägt man keine Eulen nach Athen, sondern reist mit dem eigenen Samowar nach Tula: Boris Belge über den „Selbstkocher“, die Russifizierung des Tees und die Niederlage des Samowars im Kampf gegen elektrische Kleingeräte.

Selbstgedreht, 1987, Foto © Gennady Bodrov/The Lumiere Brothers Center for Photography (All rights reserved)