Quelle

InLiberty

InLiberty ist der Nachfolger der 2005 vom Institute Cato gegründeten Webseite Cato.ru. Es wurde als Online-Ressource konzipiert, um die Ideen des Libertarismus Menschen im russischsprachigen Raum näherzubringen.

Unter dem heutigen Namen existiert das Projekt seit 2009 und dient als unabhängige Diskussionsplattform für Intellektuelle. Auf der Webseite äußern sie ihre Meinungen zu aktuellen Themen. In Vorträgen und Workshops, die regelmäßig stattfinden, setzen sie sich mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Gesellschaft und des Individuums auseinander.

Manche Artikel werden in größeren Zeitungen nachgedruckt, sodass sie ein breiteres Publikum erreichen und nicht nur in elektronischer Form erhältlich sind. Die Redaktion mit Sitz in Moskau steht in Kontakt mit unabhängigen russischen Medien (u. a. Vedomosti, Kommersant) und führt mit ihnen gemeinsam Projekte und Veranstaltungen durch.

InLiberty stellt eine Online-Bibliothek mit ausgewählter klassischer und moderner Literatur zu unterschiedlichen Themen zur Verfügung, veröffentlicht Bücher und organisiert Essaywettbewerbe sowie Sommerschulen für Studenten aus postsowjetischen Ländern.

Eckdaten
Gegründet: 2009
Chefredakteur: Andrej Babizki
URL: www.inliberty.ru

Gnosen

im Gnosmos

als Text

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Neueste Gnosen

Entstalinisierung unter Chruschtschow

Als Nikita Chruschtschow seine Rede beendet hatte, soll tosender Applaus aufgebrandet sein. So vermerkt es das Stenogramm des XX. Parteitags der KPdSU. Zeitgenossen hingegen berichteten von einer tödlichen Stille, die geherrscht haben soll. Jochen Krüger über Chruschtschows Geheimrede, die die Entstalinisierung einleiten sollte.

Juri Dud

Er gilt weder als Intellektueller noch als Oppositioneller. Vielmehr ist er ein Hipster mit perfekt gestyltem Haar, lässig gekleidet, das iPhone stets griffbereit. Mit seinen Interviews erreicht er ein Millionenpublikum. Eva Binder über Juri Dud, den neuen Medienstar im russischen Internet.

Verfassungskrise 1993

Die Ereignisse vom Oktober 1993 bilden die Grundlage für das heutige politische System Russlands. Philipp Casula über die Verfassungskrise, die eine politische Kultur der Stärke und Kompromisslosigkeit hervorbrachte.

Sachar Prilepin

Vom nonkonformistischen Oppositionellen zum patriotischen Medienliebling: Schriftsteller Sachar Prilepin polarisiert. Er kämpfte als Major im Donbass (Puschkin habe ihn dazu motiviert) und ist nun stellvertretender Leiter des Gorki Künstlertheaters in Moskau. Nina Frieß und Konstantin Kaminskij über den politisch-literarischen Dichterkrieger.

Hungersnot in der Sowjetunion 1932/33

„Ist es ein Wunder, dass meine Haare begannen zu ergrauen, als ich vierzehn Jahre alt war?“, erinnert sich ein Ukrainer an die Hungersnot 1932–33. Robert Kindler über die dramatische Hungerkatastrophe, der über sieben Millionen Menschen in der Sowjetunion zum Opfer fielen. 

Pawel Durow

Philologe und Programmierer, Internet-Unternehmer und Verteidiger des Rechts auf Privatsphäre: Pawel Durow forderte mit seinem abhörsicheren Messenger Telegram die russische Politik heraus und zieht daraus symbolischen wie realen Gewinn.

Leonid Wolkow

Wenn Alexej Nawalny Präsident wäre, dann wäre Leonid Wolkow der Chef seiner Administration. Doch zwischen Heute und der Präsidialadministration liegen – im günstigsten Falle – noch viele Nächte im Gefängnis. Jan Matti Dollbaum über den Oppositionspolitiker, der Nawalnys Präsidentschaftskampagne geleitet hat. 

Iwan Turgenjew

„Vom Gipfel der europäischen Zivilisation aus kann man wohl auch ganz Russland überblicken.“ Zum 200. Geburtstag schreibt Kririll Subkow über Iwan Turgenjew, dessen Werk viele russische und ausländische Autoren prägte.

Tosnenski Rajon, Leningradskaja Oblast, Russland, 2004, Sergey Maximishin (All rights reserved)