Quelle

InLiberty

InLiberty ist der Nachfolger der 2005 vom Institute Cato gegründeten Webseite Cato.ru. Sie wurde als Online-Ressource konzipiert, um die Ideen des Libertarismus Menschen im russischsprachigen Raum näherzubringen.

Unter dem heutigen Namen existiert das Projekt seit 2009 und dient als unabhängige Diskussionsplattform für Intellektuelle. Auf der Webseite äußern sie ihre Meinungen zu aktuellen Themen. In Vorträgen und Workshops, die regelmäßig stattfinden, setzen sie sich mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Gesellschaft und des Individuums auseinander.

Manche Artikel werden in größeren Zeitungen nachgedruckt, sodass sie ein breiteres Publikum erreichen und nicht nur in elektronischer Form erhältlich sind. Die Redaktion mit Sitz in Moskau steht in Kontakt mit unabhängigen russischen Medien (u. a. Vedomosti, Kommersant) und führt mit ihnen gemeinsam Projekte und Veranstaltungen durch.

InLiberty stellt eine Online-Bibliothek mit ausgewählter klassischer und moderner Literatur zu unterschiedlichen Themen zur Verfügung, veröffentlicht Bücher und organisiert Essaywettbewerbe sowie Sommerschulen für Studenten aus postsowjetischen Ländern.

Eckdaten
Gegründet: 2009 –  InLiberty
Chefredakteur: Andrej Babizki
URL: www.inliberty.ru

Gnosen

im Gnosmos

als Text

im Gnosmos

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Neueste Gnosen

Sakon (Gesetz)

Die Formel „im Rahmen des Gesetzes“ scheint ein Lieblingsausdruck von Wladimir Putin zu sein. Leonid A. Klimov über das schwierige Verhältnis zum Gesetz in der russischen Kultur, rechtlichen Pluralismus und die Erfahrung der Grenzüberschreitung. 

Pussy Riot

Pussy Riot ist eine Gruppe von Kunstaktivistinnen. Internationales Aufsehen erregte ihr Punkgebet im Frühjahr 2012 in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale und vor allem der anschließende Prozess, bei dem zwei Mitglieder zur Haft im Straflager verurteilt worden waren. Seit diese wieder auf freiem Fuß sind, kam es zu diversen Interaktionen mit big politics, Musik- und Showbusiness. Auch wenn sich die Ursprungsgruppe inzwischen aufgelöst hat: Pussy Riot existiert weiter – und erregte zuletzt Aufsehen beim Finalspiel der Fußball-WM 2018.

Anna Politkowskaja

Anna Politkowskaja (1958–2006) war die wohl bekannteste und couragierteste Journalistin und Menschenrechtsaktivistin im Russland der Putin-Ära. Am 7. Oktober 2006 wurde sie Opfer eines Auftragsmordes, dessen Hintergründe bis heute ungeklärt sind.

Technokratie

Sie sind zumeist jung, gelten als Experten und gleichen sich bisweilen mit Brille, Schlips und Kragen wie ein Ei dem anderen. In den letzten Jahren kommen immer mehr sogenannte Technokraten in öffentliche Ämter. Fabian Burkhardt fragt, ob Russland auf dem Weg zu einer Technokratie ist und was dies für die Stabilität des autoritären Regimes bedeutet.

Arbeitsmigration in Russland

Spätestens seit dem wirtschaftlichen Aufschwung der 2000er ist Russland ein attraktives Ziel für Wanderarbeiter aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, insbesondere aus Zentralasien. Die Wirtschaftskraft dieser Länder hängt zum Teil erheblich von Rücküberweisungen aus Russland ab. Jüngste Verschärfungen des russischen Migrationsrechts haben Einreise und Arbeitsaufenthalt der Gastarbajtery jedoch erschwert.

Oleg Nawalny

Oleg Nawalny ist der Bruder des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny. Einer größeren Öffentlichkeit wurde Oleg bekannt, als er 2014 in einem umstrittenen Betrugsprozess schuldig gesprochen und zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

Rentensystem

Infolge einer großen Reform 2002 stiegen die Renten deutlich an, sind jedoch noch immer auf niedrigem Niveau. Das Rentensystem umfasst seit der Reform eine staatlich finanzierte Basisrente, einen umlagefinanzierten und einen kapitalgedeckten Teil. Da dieses Modell aktuell die Renten nicht vollständig finanzieren kann, steigen die Zuschüsse des staatlichen Pensionsfonds an. Eine erneute Reform wird seit 2012 diskutiert.

Sergej Udalzow

Sergej Udalzow (geb. 1977) ist einer der bekanntesten russischen Oppositionspolitiker. Er ist in mehreren Bewegungen aktiv und gilt als einer der Anführer der außerparlamentarischen Linken. Aufgrund seiner regierungskritischen Aktivitäten steht er regelmäßig in Konflikt mit der Staatsmacht. 2013 wurde er wegen Organisation von Massenunruhen bei den Bolotnaja-Protesten zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt, im August 2017 kam er frei. 

Die Hymne der Russischen Föderation

Während die russischen Fans einstimmig „Russland, unser geheiligter Staat“ anstimmen, werden die Zuhörer unbewusst Zeugen einer musikalischen Zeitreise. Boris Belge über die Hymne der Russischen Föderation, Nationalstolz und das schwierige Verhältnis zur eigenen sowjetischen Vergangenheit.

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