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Vedomosti

Vedomosti

Die 1999 gegründete Tageszeitung Vedomosti (Auflage ca. 75.000 Ex.) spezialisiert sich auf Wirtschaftsthemen. Die Zeitung war bis 2015 ein Gemeinschaftsprojekt von The Wall Street Journal, Financial Times und dem russisch-finnischen Verlagshaus Independent Media Sanoma. Im Herbst 2015 wurde in Russland ein Gesetz verabschiedet, dass es ausländischen Investoren verbot, mehr als 20 Prozent einer russischen Medienanstalt zu besitzen. Alle drei Anteilseigner mussten deshalb ihre Aktien verkaufen. Heute gehört die Zeitung allein dem russischen Unternehmer und Medienmanager Demjan Kudrjawzew, das Blatt darf jedoch weiterhin Materialien von Financial Times und The Wall Street Journal nutzen.

Vedomosti veröffentlicht neben aktuellen Meldungen auch häufig Analysen unabhängiger und kritischer Autoren, auch zu allgemeinen gesellschaftlichen und politischen Themen.

 

Eckdaten

Gegründet: 1999
Chefredakteurin: Ilja Bulawinow
Herausgeber: Gleb Prosorow
Gründer: Derk Sauer
URL: www.vedomosti.ru

Gnosen

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als Text

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Neueste Gnosen

Monostädte

Einst waren Monostädte stolze Symbole der sowjetischen Wirtschaftsmacht. Heute sind viele der 317 Städte verwahrlost und erleben ihren Niedergang. Alexander Formozov erklärt, wie es dazu kam und vor welchen Herausforderungen die Monostädte heute stehen.

Perm-36

Als Graswurzelinitiative waren in den 1990er Jahren die Gedenkstätte und das Museum am Ort eines ehemaligen Straflagers entstanden. Die aktuellen Entwicklungen rund um diese Einrichtungen gelten vielen heute als Musterbeispiel für die staatliche Neuausrichtung der Geschichtspolitik und den Umgang mit zivilgesellschaftlichen Organisationen. Anke Giesen über Perm-36.

Der Vaterländische Krieg von 1812

Als Vaterländischer Krieg  ging Napoleons gescheiterter Feldzug gegen Russland im Jahr 1812 in die russische Geschichtsschreibung ein. Nikolaus Katzer über den Krieg, der im kollektiven Gedächtnis Europas den Platz im 19. Jahrhundert einnimmt, der dem Zweiten Weltkrieg im 20. Jahrhundert zufällt. 

Kirill Serebrennikow

Vor einem Jahr, am 22. August 2017, wurde der Regisseur Kirill Serebrennikow während eines Filmdrehs festgenommen. Ihm wurde Veruntreuung von Geldern vorgeworfen. Bis heute steht der prominente Regisseur unter Hausarrest. Warum ausgerechnet Serebrennikow? Diese Frage gibt Anlass zu einer Fülle von Spekulationen, die viel über die politische und gesellschaftliche Situation im Land verraten.

Der Teppich an der Wand

„Überall auf der Welt legt man Teppiche auf den Boden. Warum hängen wir sie an die Wand?“ Monica Rüthers über ein ebenso erklärungsbedürftiges wie identitätsstiftendes Phänomen.

Default (1998)

Vor 20 Jahren, am 17. August 1998, erklärte der russische Staat unter der Führung Jelzins seine Zahlungsunfähigkeit nach einer Zeit des wirtschaftspolitischen Chaos. Dieses Ereignis markierte eine Wende in der russischen Finanzpolitik und es trug zur Popularität Putins bei – da er im Gegensatz zu Jelzin den gesellschaftlichen Bedarf an Stabilität und relativem Wohlstand bedienen konnte.

Nord Stream 2

Bei ihrem Treffen am Samstag haben Angela Merkel und Wladimir Putin auch über die umstrittene Gaspipeline Nord Stream 2 gesprochen. Ist „Gas eine Ware“ oder ist „Gas ein Politikum“? Julia Kusznir über die scheinbare Gegensätzlichkeit dieser Argumente. 

Voucher-Privatisierung

Vor 26 Jahren begann die größte Privatisierungsreform der Weltgeschichte. Sie sollte im Russland der 1990er Jahre vor allem eines sein – „gerecht“. Wie es dazu kam, dass sie später als „Raub am Volk“ bezeichnet wurde, das erklärt Ewa Dąbrowska.

Transsibirische Eisenbahn

Sie steht für den Traum von Russland als „Eurasischer Brücke“, den russische Machthaber bereits im späten 19. Jahrhundert geträumt haben. Frithjof Benjamin Schenk über die mythenumwobene Transsibirische Eisenbahn. 

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