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The Village

The Village

The Village ist ein Online-Medium, das auf kulturelle und gesellschaftliche Themen in russischen Großstädten und dabei vor allem in Moskau spezialisiert ist. Es entstand zunächst 2010 als ein Blog über Moskau und wurde im Jahr 2012 zu einem klassischen Online-Medium umgewandelt. Neben aktuellen Nachrichten veröffentlicht The Village Artikel und Reportagen, die sich mit dem Leben in einer Großstadt beschäftigen: Orte, Menschen, Business, Unterhaltung, Gentrifizierung und Lifestyle stehen im Mittelpunkt des Mediums.

In seiner Selbstdarstellung betont die Redaktion von The Village, dass das Medium sowohl vom Staat als auch von den großen Wirtschaftsunternehmen unabhängig ist. Das Medium gehört dem Verlagshaus Look At Media, das sich auf online-Projekte spezialisiert hat. Das Verlagshaus gibt auch das online-Frauenmagazin Wunderzine, FURFUR – eine online-Zeitschrift für Jugendliche und das englischsprachige online-Magazin Hopes&Fears (mit Sitz in New York) heraus. Das erste Projekt von Look At Media, das Online-Magazin Look At Me, das dem Thema creative industries gewidmet war, wurde 2016 für unbestimmte Zeit eingestellt.

Eckdaten:

Gegründet: 2010
Herausgeber: Look At Media
Chefredakteur: Alexej Amyotow
URL: www.the-village.ru

Gnosen

im Gnosmos

als Text

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Neueste Gnosen

Alexandra Kollontai

Sie war Berufsrevolutionärin, Vorkämpferin der Frauenemanzipation, erste Diplomatin weltweit und außerdem auch Literatin. Sie selbst sagte, sie habe „nicht nur ein, sondern viele Leben gelebt“. Bis heute sind ihre Schriften nicht gefeit vor Vereinnahmung und einseitiger Rezeption. Beate Fieseler über Alexandra Kollontai.

Die Massenerschießungen von Katyn

Im Frühjahr 1940 töteten Angehörige des sowjetischen Innenministeriums (NKWD) auf Befehl des Politbüros mehrere Tausend polnische Offiziere in der Nähe des Dorfes Katyn unweit der russischen Stadt Smolensk. 

Monumentale Propaganda

Es gab sie überall: Die Stalins, Lenins, und wer es noch auf die Sockel im ganzen Sowjetreich schaffte. Bis sie dort unerwünscht waren. Die Geschichte über den Aufstieg und Fall und teilweisen Wiederaufstieg der Monumente schreibt Monica Rüthers.

Tschetschenien

Von der Kolonialisierung Tschetscheniens durch Russland bis hin zum Kadyrow-Regime: Marit Cremer über die islamisch geprägte Republik im Nordkaukasus. 

Kurilenkonflikt

„Wir müssen den Zweiten Weltkrieg beenden“, sagt Dimitri Peskow. Damit meint der Kreml-Sprecher einen Friedensvertrag, der zwischen Russland und Japan seit 1956 geplant ist und den es immer noch nicht gibt. Sören Urbansky über die Kurilen – eine Inselkette, die zum ständigen Zankapfel bei Friedensbemühungen wurde.

Sowjetnostalgie und Stalinkult

Sowjetnostalgie auf Zehnjahreshoch: Die Zahl der Russen, die den Verlust der Sowjetunion bedauern, liegt derzeit bei 66 Prozent. Das zeigen aktuelle Umfragen des Lewada-Zentrums. Monica Rüthers über die Sehnsucht nach Heldentaten in Schnee und Eis, Gagarin, Ballett, Kameradschaft, und, mitunter, auch nach Stalin.

Butowski Poligon

Der Butowski Poligon gilt für die Kirche als das russische Golgatha: еin Ort, an dem Stalin hunderte Geistliche erschießen ließ. Margarete Zimmermann über den Erinnerungsort, der wie kaum ein anderer für Widersprüche einer antistalinistischen Erinnerungspolitik steht.

Blokadniki

Während der Belagerung Leningrads vom 8. September 1941 bis 27. Januar 1944 durch die deutsche Wehrmacht kamen über eine Million Menschen ums Leben. Die meisten verhungerten oder erfroren, viele starben im Bomben- und Artilleriebeschuss. Nina Weller über das Schicksal der Blokadniki.

Nord Stream 2

In der EU wächst der Widerstand gegen die Gaspipeline Nord Stream 2. Gleichzeitig befürwortet der überwiegende Großteil der Deutschen den Bau der Ostseepipeline. Ist „Gas eine Ware“ oder ist „Gas ein Politikum“? Julia Kusznir über die scheinbare Gegensätzlichkeit dieser Argumente. 

Alphabetisierungskurs für Frauen, Kabul, 11.05.1983 , Foto © Wladimir Rodionow/Sputnik (All rights reserved)