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    Sodershanki

    Sodershanki ist das russische Wort für Mätressen. Wörtlich sind Frauen gemeint, die finanziell „ausgehalten“ werden.

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    Konstantin Bogomolow

    Konstantin Bogomolow (geb. 1975) gilt als einer der wichtigsten Theaterregisseure Russlands. Seine 2018 gedrehte erste Staffel der Serie Sodershanki (Russian Affairs) war die erste Serie aus Russland, die Amazon für die Kategorie Originals and Exclusives gekauft hat. Der Regisseur unterstützt seit 2018 öffentlich den Kurs von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin. Dieser, so der häufige Vorwurf, habe Bogomolow im Gegenzug im Juni 2019 zum Intendanten des Dramatischen Theaters an der Malaja Bronnaja in Moskau gemacht. Außerdem gibt es seit Januar 2020 zahlreiche Hinweise darauf, dass der Regisseur eine stadteigene Wohnung weit unter dem eigentlichen Marktwert erhalten hat. Die Vorwürfe gegen Bogomolow haben in Russlands liberalen Kreisen die Debatte über die Trennung von Autor und Werk neu aufflammen lassen.

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    Wladimir Kolokolzew

    Wladimir Kolokolzew (geb. 1961) war von 2012 bis Januar 2020 Innenminister Russlands. Als Chef der Moskauer Polizei leitete der Politiker zuvor unter anderem die Polizeieinsätze bei den Protesten gegen die Wahlfälschungen im Jahr 2011. Da er dem Umfeld von Putin zugerechnet wird, ist der Polizeigeneral Kolokolzew seit 2018 mit US-Sanktionen belegt.

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    Olga Golodez

    Olga Golodez (geb. 1962) war von 2012 bis Januar 2020 Vize-Premierministerin Russlands. Zuvor war sie Präsidentin eines Arbeitgeberverbandes und Vizebürgermeisterin von Moskau.

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    Olga Ljubimowa

    Olga Ljubimowa (geb. 1980) ist seit Januar 2020 Kulturministerin Russlands. Zuvor leitete die bis dahin weitgehend unbekannte Politikerin im Kulturministerium das Referat für Filmförderung.

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    Michail Mischustin

    Michail Mischustin (geb. 1966) ist seit Januar 2020 Premierminister Russlands. Zuvor war er rund zehn Jahre lang Leiter der russischen Steuerbehörde. 

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    Olga Wassiljewa

    Olga Wassiljewa (geb. 1960) war von 2016 bis 2018 Ministerin für Wissenschaft und Bildung. Mit der Teilung des Ministeriums im Zuge der Präsidentschaftswahl 2018, hat sie anschließend bis Januar 2020 das Ministerium für Aufklärung geleitet. Die ehemalige Lehrerin ist außerdem Geschichtsdozentin und weiterhin Inhaberin des Lehrstuhls für Beziehungen zwischen Kirche und Staat an der Moskauer Russischen Akademie für Volkswirtschaft und Öffentlichen Dienst. Wassiljewa bezeichnet sich selbst als konservativ: So tritt sie beispielsweise gegen Sexualaufklärung in unteren Schulklassen ein, im Januar 2017 forderte sie die Rückkehr russischer Schulen zu den „besten sowjetischen Traditionen“.

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    Balfour-Deklaration

    Die Balfour-Deklaration war eine Erklärung des damaligen britischen Außenministers Lord Balfour vom 2. November 1917. Darin sicherte er der zionistischen Bewegung Unterstützung bei der Errichtung einer „nationalen Heimstätte für das jüdische Volk“ in Palästina zu. Die Erklärung stand im Kontext der Neuordnung des Nahen Ostens durch Briten und Franzosen nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches. Sie gilt als erste völkerrechtlich relevante Grundlage des zionistischen Projekts und hatte die Immigration von zehntausenden, vor allem osteuropäischen, Juden nach Palästina zur Folge.

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    gesetzliche Gleichstellung der Juden 1917

    Im Russischen Reich war die jüdische Bevölkerung diskriminierenden Gesetzen unterworfen, deren konkrete Ausgestaltung jedoch vom jeweiligen Herrscher abhing. Juden blieben viele Studiengänge und Berufe verschlossen, sie durften etwa nicht siedeln, wo sie wollten und nicht an lokalen Wahlen teilnehmen. Neben wiederholt auftretenden Pogromen war es diese rechtliche Ungleichbehandlung, die Millionen Juden zur Auswanderung in die USA oder nach Westeuropa bewegte. Erst mit der Februarrevolution 1917 erfolgte die rechtliche Gleichstellung der jüdischen Minderheit.

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