Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    FSIN (Föderaler Strafvollzugsdienst)

    Der Föderale Strafvollzugsdienst (FSIN) ist die oberste staatliche Behörde für Strafvollstreckung in Russland. Ihr obliegt die Aufsicht über alle Justizvollzugsanstalten des Landes. Mit einem Jahresbudget von umgerechnet rund 3,5 Milliarden Euro ist der FSIN die größte Strafvollstreckungsbehörde Europas. 

    Von

  • Gnose

    Mord im Orient-Express

    Die Kriminalromane Agatha Christies erfreuen sich in Russland seit Langem einer großen Beliebtheit. Einige Auszüge aus ihnen wurden zu gängigen rhetorischen Stilmitteln.

    Von

  • Gnose

    Natalja Timakowa

    Natalja Timakowa (geb. 1975) war bereits zur Präsidentschaftszeit von Dimitri Medwedew (2008–2012) seine Pressesprecherin, später folgte sie ihm ins Weiße Haus – das Regierungsgebäude Russlands.  

    Von

  • Gnose

    Unsterbliche Baracke (NGO)

    Bessmertny Barak (dt. Unsterbliche Baracke) ist eine NGO und eine soziale Bewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Erinnerung an die Repressionen in der Sowjetunion zu bewahren. Das Projekt führt eine Datenbank mit biografischen Daten zu Verfolgten und ruft alle Menschen dazu auf, Informationen zu Betroffenen beizusteuern. 

    Von

  • Gnose

    Belyje

    Belyje (dt. die Weißen) ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für die Weiße Bewegung, deren militärischer Arm Weiße Armee die zahlenmäßig größte antibolschewistische Partei im Russischen Bürgerkrieg (1917/1918–1922) stellte. Die Bewegung war äußerst heterogen, viele Historiker sehen bei einem Großteil ihrer Anhänger aber einen gemeinsamen Nenner in Demokratie, Parlamentarismus und Marktwirtschaft.

    Von

  • Gnose

    Doktrin der totalen Kontinuität

    Die Oktoberrevolution wurde in der sowjetischen Geschichtsschreibung und -politik als ein schroffer Bruch mit der Vergangenheit und als ein Neuanfang dargestellt. In Jelzins Geschichtspolitik der Entsowjetisierung galt die Zeit der UdSSR vorwiegend als ein wirres Intermezzo; die historischen Bezugslinien für das moderne Russland wurden vor allem in der vorrevolutionären Zeit gesucht. Putin verdeutlichte später bei einem Treffen mit Historikern sein Bestreben, die zu Jelzins Zeit entwickelte „Konzentration auf das Negative“ der sowjetischen Epoche abzulegen. Sie solle durch eine unverbrüchliche Kontinuitätslinie ersetzt werden, die Widersprüche in der russischen/sowjetischen Geschichte harmonisieren sollte – mit dem Ziel, „patriotischen Stolz“ zu fördern.

    Von

  • Gnose

    Olga Malinowa

    Olga Malinowa (geb. 1962) ist eine russische Professorin für Politikwissenschaft. Sie lehrt an der National Research University – Higher School of Economics und am Staatlichen Moskauer Institut für Internationale Beziehungen (Moskowski gosudarstwenny institut meshdunarodnych otnoschenii MID Rossii, kurz: MGIMO) – einer Kaderschmiede und Eliteuniversität für die zukünftige politische Elite des Landes. Zu Malinowas Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Identitäts- und Geschichtspolitik Russlands. 

    Von

  • Gnose

    Große russische Revolution

    Anspielung auf die offizielle Bezeichnung in der Sowjetunion: „Große sozialistische Oktoberrevolution“. Noch zu Sowjetzeiten galt die Oktoberrevolution als ein Wendepunkt der russischen Geschichte und die Februarrevolution als Brücke zwischen Zarismus und Sozialismus. Im heutigen Lehrbuch werden die Umbrüche aus jenen Jahren und der sich anschließende Bürgerkrieg in dem Begriff „Große russische Revolution“ 1917–1921 zusammengefasst.  

    Von

  • Gnose

    einheitliches Geschichtslehrbuch

    Die politische Forderung nach einer Vereinheitlichung der Schulbücher für Geschichte stammt aus dem Jahr 2001 vom damaligen Bildungsminister Wladimir Filippow. Die Diskussion dazu reißt seitdem nicht ab; auch wurden schon mehrere Versuche unternommen, die Fülle an Lehrmaterialien zu reduzieren. An russischen Schulen kursierten zeitweise über 100 verschiedene – mit Empfehlungs-Prädikaten des Bildungsministeriums versehene – Geschichtslehrbücher. Seit dem Beginn des Schuljahres 2015 werden sie abgeschafft und durch drei Varianten der sogenannten einheitlichen Geschichtsbücher ersetzt. Damit will die Regierung einen historischen Kanon durchsetzen, der zu diesem Zweck von der Historischen Gesellschaft Russlands (RIO) erarbeitet worden war. Das Konzept schaffe aus Sicht von Experten eine monopole Geschichtsdeutung und widme sich mehr der patriotischen Erziehung als einer quellenbasierten Geschichtsvermittlung.

    Von

  • Gnose

    Akt des Landesverrats (Putin-Zitat)

    Gemeint ist eine Rede Putins vor dem Föderationsrat. Er sprach von einer einzigartigen Situation: Russland habe den Krieg gegen den Kriegsverlierer verloren. Diese Aussage konkretisierte er jedoch nicht. Manche Beobachter gingen davon aus, dass der Präsident damit den Friedensvertrag von Brest-Litowsk gemeint hat: Der Vertrag war der separate Friedensschluss, mit dem  Sowjetrussland als Teilnehmer aus dem Ersten Weltkrieg ausschied. Dabei verlor es rund 26 Prozent seines damaligen europäischen Territoriums.

    Von