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    Nikolaj Kopossow

    Nikolaj Kopossow (geb. 1955) ist ein Historiker mit den Schwerpunkten Geschichtspolitik, Neuere Sozialgeschichte und Geschichtstheorie. Artikel des an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg lehrenden Professors werden oft von unabhängigen Medienportalen veröffentlicht.

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    Boris Kolonizki

    Boris Kolonizki (geb. 1955) ist Professor für russische Geschichte an der Europäischen Universität Sankt Petersburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören insbesondere die Revolutionen im Jahr 1917. Auf diesem Feld ist er er einer der führenden Spezialisten des Landes.

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    Nautilus Pompilius

    Nautilus Pompilius war eine russische Rockband. Gegründet 1982, kam sie vor allem zur Perestroika-Zeit zu Berühmtheit: Damals kursierte sogar der Begriff der Nautilosomanie. Viele Lieder der auch als Nau bezeichneten Band galten als gesellschaftskritisch, ihre Musik war für viele Musiker wegweisend. 1997 zerbrach die Band, neben kurzzeitigen Reunions führt der Bandleader Wjatscheslaw Butusow seit 2001 die Rockgruppe Ju-Piter. 

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    Iwanuschka-Duratschok

    Iwan-Durak, dessen liebevoller Kosename Iwanuschka-Duratschok lautet, ist eine Gestalt vielzähliger russischer, belarussischer und ukrainischer Märchen. Die Figur zeichnet sich einerseits durch Gutmütigkeit und andererseits durch Naivität und Irrationalität aus. In seiner Einfalt fällt ihm unverhofft und glücklicherweise ein Zauber zu, mit dem er eine Heldenreise meistert und so schließlich zu Ruhm und Ehre gelangt. 

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    Marodeure im Hinterland

    Marodeur im Hinterland ist ein im Ersten Weltkrieg etablierter Propaganda-Begriff zur Diffamierung von Spekulanten. 1916 kam ein gleichnamiger Propagandafilm heraus. Analog zum Kriegsfeind wurde der Spekulant als innerer Feind „im Hinterland“, also vor der Front, dargestellt. In der Sowjetunion wurde er oft als sogenannter Volksfeind diffamiert, seine Tätigkeit wurde als Straftat geahndet.

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    Partei der Sozialrevolutionäre

    Die Partei der Sozialrevolutionäre (PSR/Esery) wurde 1901/1902 gegründet. Im Unterschied zu den Sozialdemokraten glaubten die Sozialrevolutionäre, die Bauern seien die eigentliche revolutionäre Schicht in Russland. Die PSR setzte auch auf Terror als Mittel der Auseinandersetzung. Den Attentaten ihrer Kampforganisation fielen zahlreiche Politiker und Adlige zum Opfer. 1917 traten die Sozialrevolutionäre für die Doppelherrschaft und die Provisorische Regierung ein. Bei den Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung errangen sie die absolute Mehrheit der Mandate, hatten aber den Bolschewiki nichts entgegenzusetzen, als diese das Gremium auflösten.

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    Doppelherrschaft (1917)

    Mit dem Begriff wird das parallele Bestehen von Provisorischer Regierung und Petrograder Sowjet bezeichnet, das für das Jahr 1917 prägend war. Während die Provisorische Regierung formal die Staatsgewalt innehatte, wurde der Sowjet durch die Unterstützung von Arbeitern und Soldaten legitimiert. Trotz zahlreicher Konflikte brauchten und stützten beide Seiten einander. Der daraus resultierende Patt war mitverantwortlich für die immer gravierender werdende Staatskrise Russlands. Ähnliche Konstellationen wie in Petrograd gab es 1917 in vielen russischen Städten.

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    Sinaida Hippius

    Sinaida Hippius (1869–1945) war eine Lyrikerin und Schriftstellerin, sie gilt als eine führende Vertreterin des russischen Symbolismus. Hippius war mit dem Schriftsteller Dimitri Mereshkowski (1865–1941) verheiratet, ihre gemeinsame Wohnung galt als eines der wichtigsten intellektuellen Zentren von Sankt Petersburg. Nach der Februarrevolution verkehrten dort auch viele Politiker, die Wohnung wurde scherzhaft als eine „Filiale“ der Duma bezeichnet. Nach der Oktoberrevolution emigrierte das Ehepaar über Polen nach Paris.

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    Julikrise (1917)

    Als Julikrise oder Juliputsch wird ein von den Bolschewiki initiierter Umsturzversuch im Juli 1917 bezeichnet. Vor dem Hintergrund der gescheiterten militärischen Sommeroffensive der russischen Armee (Kerenski-Offensive) riefen die Bolschewiki zum Generalstreik auf, an dem sich zehn- wenn nicht gar hunderttausende Menschen beteiligten. Die schlecht koordinierte Aktion endete in einem Blutbad. Für die bolschewistische Partei waren die Ereignisse ein Desaster: Ihre Zeitungen wurden verboten und ihre Führer zur Fahndung ausgeschrieben. Lenin selbst konnte sich einer Verhaftung nur durch die Flucht nach Finnland entziehen.

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    Befehl Nr. 1

    Der Befehl Nr. 1 vom 1./14.3.1917 war die erste Anweisung des Sowjets an die in Petrograd stationierten Soldaten, reichte aber in seiner Wirkung weit darüber hinaus. In allen militärischen Einheiten sollten Komitees aus gewählten Vertretern gebildet werden. Die zentrale Passage dieses Befehls lautete: „Die Befehle der militärischen Kommission der Staatsduma sind nur in den Fällen auszuführen, wenn sie zu den Befehlen und Beschlüssen des Sowjets der Arbeiter- und Bauerndeputierten nicht in Widerspruch stehen.“

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