Siarhej Leskiec hat sich für ein Fotoprojekt in seiner Heimat Belarus auf die Suche nach dem archaischen Ritus des Heilens durch Flüstern begeben. Eine Tradition, die vor allem von alten Frauen in Dörfern praktiziert wird, aber zusehends verschwindet.
Auch Künstler und Kulturschaffende werden in Belarus im Zuge der Repressionen seit 2020 verfolgt und festgenommen. Viele haben deswegen ihre Heimat verlassen. Was für Perspektiven hat die belarussische Kultur in dieser Situation? Alexey Strelnicov über die belarussische Kultur im Exil.
In seinem Essay für unser Projekt Spurensuche in der Zukunft lässt der belarussische Schriftsteller Siarhej Kalenda die tragischen Ereignisse in seiner Heimat seit 2020 Revue passieren und versucht so dennoch, einen Ausweg für eine bessere Zukunft freizulegen.
Russland hat die repressiven Gesetze gegen „Homosexuelle Propaganda“ weiter versсhärft. Der Moskauer Trans-Autor Mikita Franko kommentiert dies auf Radio Svoboda.
Die belarussischen Machthaber verschärfen zum zweiten Mal in diesem Jahr die Todesstrafe. Sie kann nun auch gegen Funktionäre des Staatsapparates und Militärangehörige verhängt werden. Warum? Wir bringen eine Auswahl an Expertenstimmen.
Verleiht Alexander Lukaschenko seinem autoritären System immer mehr ein sowjetisches und totalitäres Antlitz? Darauf deutet vor allem die Radikalisierung des Machtapparats seit 2020 hin. Igor Lenkewitsch analysiert die machtstrukturelle Verpuppung.
Ein folgenschwerer Satz in der Live-Sendung von Doshd kostet Moderator Alexej Korosteljow den Job. Für Echo-Journalistin Xenia Larina wirft der Fall Fragen auf, die den gesamten unabhängigen russischen (Exil-)Journalismus betreffen.
Eine umfassende Retrospektive des ukrainischen Fotografen Boris Mikhailov ist derzeit in Paris zu sehen. Mikhailov widmet sie allen, „die unter dem heimtückischen und unerklärlichen Angriff auf unser Land leiden“. Kunstkritiker Anton Dolin hat die Ausstellung für Meduza besucht.
Wladimir Makei, der belarussische Außenminister, ist unerwartet verstorben. Alexander Klaskowski über einen Diplomaten, der im autoritären Machtapparat Lukaschenkos bis zu seinem Tod eine Schlüsselrolle spielte. Immer wieder trug Makei die Repressionen des Systems mit und doch war er es, der zwischenzeitlich vage Hoffnung auf eine Öffnung nach Westen gab.
Alexander Lukaschenko will sein autoritäres System für die Zeit nach ihm umbauen. Der Analyst Waleri Karbalewitsch erklärt, wie dieses System aussehen soll und welche Tücken diese Pläne offenbaren.