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The Bell

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The Bell ist ein unabhängiges russisches Onlinemedium und ein Newsletter. Die Redaktion versteht sich als ein Medien-Start-up, zu der Zielgruppe gehören vor allem Geschäftsleute. 
Das Medium wurde im Juni 2017 von Jelisaweta Ossetinskaja gegründet. Zuvor war die renommierte Investigativ-Journalistin unter anderem Chefredakteurin von RBC und des monatlich erscheinenden Magazins Forbes Russia.

Die Redaktion besteht aus sechs Mitarbeitern: Einige von ihnen haben zuvor bei Republic, RBC und Reuters gearbeitet. 

Der The Bell-Newsletter Daily Ringtone soll Geschäftsleuten mit wenig Zeit in nur fünf Minuten alles Wichtige aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bieten.
Zur Community-Pflege gehört unter anderem der BellClub: Ein Netzwerk aus über 3000 Mitgliedern, mit regelmäßigen Diskussionen und Treffen.

Mit Beiträgen der Klub-Mitglieder erwirtschaftet The Bell einen Teil seiner Einnahmen. Die Hauptfinanzierungsquelle soll sich aus Ossetinskajas Umfeld speisen und ist öffentlich nicht bekannt. Viele unabhängige Medien in Russland verbergen ihre Finanzierungsquellen, etwa auch, um nicht unter das willkürlich und selektiv angewandte sogenannte Agentengesetz zu fallen. 

Eckdaten

Gegründet: 2017
Gründer: Jelisaweta Ossetinskaja
Chefredakteur: Irina Malkowa
URL: https://thebell.io/

Gnosen

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Neueste Gnosen

Oxxxymiron

Rap ist auch Lyrik. Philipp Lausberg über Oxxxymiron, der street credibility mit feingeistiger Poesie vereint. Und den deutschen Rap-Star Kollegah herausgefordert hat.

Der Baltische Weg: die Menschenkette vom 23. August 1989

Nationale Trikoloren, brennende Kerzen, hunderttausende von Menschen, die sich an den Händen halten, Lieder singen und über das Radio Ansprachen hören. Am 23. August 1989 bilden circa eine Million Menschen eine Kette, die von Tallinn über Riga nach Vilnius reicht. Sie fordern die Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Karsten Brüggemann über Bedeutung und Strahlkraft des Baltischen Wegs. 

Der Hitler-Stalin-Pakt

Am 23. August 1939 landete der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop in Moskau. Nach elf Stunden Verhandlungen wurde der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag unterschrieben. Claudia Weber über den Hitler-Stalin-Pakt, der den Weg zum Zweiten Weltkrieg freimachte. 

Napoleon Bonaparte in Russland

Idealbild des romantischen Helden, künftiger Messias und Symbol des Protests gegen die Unterdrückung in Russland – oder schlicht ein Krimineller, der sich gottgleich wähnte? Nikolaus Katzer zum 250. Geburtstag von Napoleon Bonaparte, der die russische Kultur im 19. Jahrhundert stark beeinflusste und noch lange die Gemüter bewegte wie kein zweiter. 

Politische Talkshows

Russische Polit-Talkshows hatten einmal den Anspruch, auch selbstkritischen innenpolitischen Diskussionen ein Forum zu bieten. Heute stehen siе für bewusst provozierte Skandale, polternde Moderatoren und politische Parteilichkeit. Magdalena Kaltseis über Ursprung, Wandel und Gegenwart eines populären russischen TV-Formats. 

Lubjanka

Nirgendwo sonst saßen Hintermänner, Henker und ihre Opfer so dicht zusammen wie in der Lubjanka. Nina Frieß über den Sitz des Geheimdienstes, um den Menschen jahrzehntelang „einen möglichst großen Bogen“ machten. 

Zeugen Jehovas

Mehr als 20 Zeugen Jehovas sitzen derzeit wegen ihres Glaubens in russischen Gefängnissen. Als „größte extremistische Organisation in Russland“ bezeichnen auch Vertreter der Orthodoxen Kirche die Zeugen Jehovas. Regina Elsner sieht darin Verstöße gegen die Religionsfreiheit und fragt, inwiefern diese einen systemischen Charakter haben.

Heldenstädte

Im Kampf um Aufmerksamkeit schmücken sich Städte gern mit Attributen. So wimmelt es in Europa von Zukunftsstädten, „Little Big Cities“, Weltstädten und Schmelztiegeln. Doch Städte, die offiziell zu Helden ernannt werden? Ivo Mijnssen über die Heldenstädte der früheren Sowjetunion, nationale Einheit und Probleme, die sie heute in Russland schaffen. 
 

Andrej Bitow

Andrej Bitow, einer der Stammväter der postmodernen Literatur Russlands, wäre am Montag 82 Jahre alt geworden. Karlheinz Kasper über den subversiven Klassiker, sein Chef d´Œuvre Das Puschkinhaus und sein Work in Progress.

Sergej Dorenko

Sergej Dorenko ist tot. Er galt als TV-Ikone der späten 1990er Jahre, sogenannter Telekiller und auch als derjenige, der Putin zum Präsidenten gemacht hat. Gernot Howanitz über den kontroversen Journalisten und sein widersprüchliches Verhältnis zum Präsidenten.

Selbstgedreht, 1987, Foto © Gennady Bodrov/The Lumiere Brothers Center for Photography (All rights reserved)