Literatur und Autoren werden in Belarus für „extremistisch“ erklärt und Verlage werden verboten – wie der Verlag Januškevič, der nach Polen emigrierte. Sein Gründer Andrej Januschkewitsch in einem Beitrag von Anna Wolynez über die Repressionen in seiner Heimat und die Chancen der belarussischen Literatur im Exil.
Der polnische Ethnologe Józef Obrębski war einer der besten Kenner Polesiens, dieser faszinierenden Kulturlandschaft zwischen Belarus und der Ukraine. Das belarussische Medium Zerkalo hat alte Fotos von Obrębski entdeckt, die er in den 1930er Jahren dort gemacht hat. Wir zeigen eine Auswahl.
Die beiden russischen Theatermacherinnen Swetlana Petriitschuk und Shenja Berkowitsch wurden zu sechs Jahren Haft verurteilt – für ein Theaterstück. dekoder bringt einen Ausschnitt aus dem Werk in deutscher Übersetzung.
Was muss passieren, damit Russland nicht noch einmal die Chance auf eine demokratische Entwicklung verspielt? Aus dem Gefängnis heraus hat Alexej Nawalny eine Debatte darüber angestoßen, welche Lehren aus den Fehlern der 1990er Jahre gezogen werden müssen. dekoder stellt die interessantesten Beiträge vor.
Nach demokratischem Verständnis waren die Wahlen am Wochenende keine richtigen Wahlen, sondern eher ein Test dafür, wie gut das Regime das Land unter Kontrolle hat. Viele in der Opposition rieten daher zum Boykott auf. Andere sahen darin dagegen eine Chance, das Interesse an Politik wiederzubeleben.
Der Fotograf Alexander Gronsky ist nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine in Russland geblieben. Seither arbeitet er an einer Serie von Bildern, auf denen der scheinbar kaum veränderte Moskauer Alltag Hauptthema ist.