„Die belarussische Gesellschaft ist am letzten Ende des Totalitarismus angekommen“, schreibt die belarussische Schriftstellerin Sviatlana Kurs. In ihrem Essay für unser Projekt Spurensuche in der Zukunft setzt sie sich mit der gewaltvollen Geschichte der Fremdherrschaft in ihrer Heimat auseinander.
Drei Jahre nach den historischen Protesten sind hunderttausende Belarussen ins Exil geflohen, die Machthaber gehen nach wie vor mit Repressionen gegen jeglichen Widerstand vor. Was haben die Proteste gebracht? Welche Folgen hatten sie? Wir bringen eine Auswahl von Stimmen.
In den russischen Statistiken sind sie nahezu nicht existent, laut unabhängigen Schätzungen haben aber hunderttausende Russen seit dem 24. Februar 2022 ihr Land verlassen. Fünf von ihnen hat der Fotograf Maximilian Gödecke porträtiert.
Der belarussische Fotograf Yauhen Attsetski ist vor den Repressionen in seiner Heimat in die Ukraine geflohen. Als der russische Angriffskrieg begann, beschloss er zu bleiben, um bei den Ukrainern zu sein, zu helfen und eine Gesellschaft im Krieg fotografisch zu dokumentieren. Wie auch das Leben seiner Landsleute, die ebenso dort geblieben sind. Wir zeigen eine Auswahl seiner Bilder.
Mehrere Tausende Söldner, mit Panzern und Artillerie ausgerüstet, besetzen die Millionenstadt Rostow am Don und marschieren gen Moskau. Eine Chronologie der Ereignisse und Hintergründe zum Militär-Aufstand der Wagner-Truppen am 23. und 24. Juni.
Seitdem Lukaschenko sich mit dem Beginn der Niederschlagung der Proteste 2020 im eigenen Land die Rückendeckung Putins sicherte, wächst auch der Einfluss Russlands in Belarus. Wie stark ist die Ideologie der Russki Mir mittlerweile? Eine Analyse von Alexander Klaskowski.
Am 31. Mai feierte Swetlana Alexijewitsch ihren 75. Geburtstag. Wie wurde die Literaturnobelpreisträgerin zur Schriftstellerin? Welche Bücher gehören zu ihrem Hauptwerk? Mit welchen Themen beschäftigt sie sich in ihrer Literatur? Ein Bystro mit der Slawistin Nina Weller.