Mindestens 500 Medienschaffende haben Russland seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 verlassen. Über die Lage der Medien in Russland und Belarus haben dekoder-Redakteure seither in zahlreichen Interviews, online, in Radio und Print, gesprochen. Der Überblick zum Nachhören.
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, bei dem auch Belarus eine unheilvolle Rolle spielt, sieht sich der Schriftsteller und Lyriker Alhierd Bacharevič einer schmerzhaften Zerrissenheit ausgeliefert.
„Die Ukraine wird diesen Krieg überleben.” Davon ist der ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow überzeugt. Seit Beginn der großen russischen Invasion vor einem halben Jahr beschäftigt er sich nicht mehr mit der Fiktion seiner Romane, sondern damit, der Welt die Geschichte und Kultur seines Landes näherzubringen.
Am 24. August feiert die Ukraine traditionell ihre Unabhängigkeit, auf die es Russland nicht erst mit dem vor sechs Monaten losgetretenen Angriffskrieg abgesehen hat. Was bedeutet der Krieg für das Unabhängigkeitsgefühl der Ukrainer? Und wie blicken die den Ukrainern verbundenen Belarussen auf den Feiertag? Darüber schreiben die beiden Schriftsteller Andrej Kurkow und Alhierd Bacharevič.
Trotz Krieg wird in der Ukraine wieder Fußball gespielt. Wie das funktionieren soll, welche Debatten dazu geführt werden, in welcher Lage sich der ukrainische Profifußball und seine Fans überhaupt befinden – darüber schreibt der Sportjournalist Yuriy Konkevych.
Ist der belarussische Protest tot? Hat Alexander Lukaschenko immer noch Angst vor Protesten? Welchen Einfluss hat die neue Diaspora? Waleri Karbalewitsch beleuchtete im August die aktuelle Lage zwei Jahre nach dem Beginn der historischen Proteste in Belarus – seine Analyse ist 2022 einer der meistgelesenen Texte im Belarus-dekoder (Platz 3).
Der belarussische Fußball ist eng in das Machtsystem von Alexander Lukaschenko verstrickt. Diesen politischen Einfluss erklärt der Journalist Jegor Chawanski und zeigt auf, warum dieser den belarussischen Fußball in eine historische Krise manövriert hat.
„Ich will aber nicht warten.“ – In ihrem Essay plädiert die belarussische Autorin und Kuratorin Tania Arcimovich dafür, die komplexen Herausforderungen einer belarussischen Zukunft trotz aktueller Ungewissheiten anzugehen und dafür die individuelle Eigenverantwortung zu stimulieren.