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Projekt

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Projekt ist ein gemeinnütziges Onlineportal, das dem Investigativjournalismus verpflichtet ist. Gründer ist Roman Badanin, ehemaliger Chefredakteur von RBC. Die Auflösung der dreiköpfigen RBC-Chefredaktion hatte 2016 für viel Aufruhr gesorgt, Beobachter sahen darin einen Angriff auf den unabhängigen und kritischen Journalismus in Russland.
Darauf reagiert Badanins Projekt: Es ging im Juli 2018 online und möchte seinen Lesern „die verborgenen und wichtigen Dinge“ darlegen – „weil es in Russland fast keine Medien mehr gibt, die sich mit komplexen und gefährlichen Themen beschäftigen“. Projekt hat sich dabei vor allem auf Recherchen und Reportagen spezialisiert.

Das gemeinnützige Medium, das Badanin nach einem einjährigen USA-Aufenthalt ins Leben rief, finanziert sich über in- und ausländische Förderer. Wobei Badanin weder Namen noch die genauen Summen nennt. Im Gespräch mit Vedomosti sagte er, dass Projekt zehn Mitarbeiter und ein Budget von 500.000 Dollar habe. 

Mitte Juli 2021 hat das russische Justizministerium Badanin und vier weitere Projekt-Mitarbeiter zu „ausländischen Agenten“ erklärt. Das Medium selbst wurde in die Liste „unerwünschter Organisationen“ aufgenommen. Damit muss Projekt umgehend jegliche Geschäftstätigkeit in und mit Russland einstellen. Bei Zuwiderhandlung sieht das Ordnungs- und Strafrecht hohe Geld- und Freiheitsstrafen von bis zu sechs Jahren vor. 

„Eine gebührendere Würdigung kann man sich kaum vorstellen", kommentierte Roman Badanin. Er sagte, dass das Medium weiterwirken werde und kündigte bereits die nächste politisch schwerwiegende Veröffentlichung an.
 

ECKDATEN

Gegründet: 2018
Gründer und Chefredakteur: Roman Badanin
URL: www.proekt.media

Gnosen

im Gnosmos

als Text

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Tor zum globalen Handel, Magnet für Kaufleute und Abenteurer, kultureller Schmelztiegel, wo „alles einen Hauch Europa versprüht“: Historiker Boris Belge über Odessa, die Stadt, die durch Umbrüche, vielfache Neuerfindung geprägt ist – und nun durch den russischen Angriffskrieg einer existentiellen Bedrohung ausgesetzt ist. 
 

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Im Zuge von Protest und Repressionen in Belarus haben allein im ersten Jahr seit August 2020 bis zu 150.000 Belarussinnen und Belarussen ihre Heimat verlassen. Mit dem Krieg in der Ukraine sind viele, die sich ein neues Leben in Kiew aufgebaut hatten, erneut auf der Flucht. Durch diese Krisen erlebt die belarussische Diaspora einen massiven Auftrieb. Reichen ihre Ursprünge als politische Kraft etwa einhundert Jahre zurück, ist sie heute weltweit vernetzt und für ein demokratisches Belarus aktiv.

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„Keinen Zoll ostwärts“: Gab es in den 1990er Jahren ein Versprechen an die Sowjetunion beziehungsweise an Russland, dass sich die NATO nicht weiter Richtung Osten ausdehnt? Kristina Spohr analysiert den „Krieg der Narrative“.

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Gnose

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Am 15. Oktober 1922 eröffnete die Erste Russische Kunstausstellung in Berlin. Mit ihr gelingt der Galerie van Diemen ein echter Coup, die westliche Kritik spricht über die Werke von Malewitsch, El Lissitzki, Tatlin und anderen sowjetischen Avantgardisten. So war die Schau kurz nach Oktoberrevolution und Erstem Weltkrieg vor allem auch politisches Signal des jungen Sowjetrusslands – an die Weimarer Republik und an die Welt. 

Anders sein – Dissens in der Sowjetunion, © Anna Che (All rights reserved)