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The Bell

The Bell

The Bell ist ein unabhängiges russisches Onlinemedium und ein Newsletter. Die Redaktion versteht sich als ein Medien-Start-up, zu der Zielgruppe gehören vor allem Geschäftsleute. 
Das Medium wurde im Juni 2017 von Jelisaweta Ossetinskaja gegründet. Zuvor war die renommierte Investigativ-Journalistin unter anderem Chefredakteurin von RBC und des monatlich erscheinenden Magazins Forbes Russia.

Die Redaktion besteht aus sechs Mitarbeitern: Einige von ihnen haben zuvor bei Republic, RBC und Reuters gearbeitet. 

Der The Bell-Newsletter Daily Ringtone soll Geschäftsleuten mit wenig Zeit in nur fünf Minuten alles Wichtige aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bieten.
Zur Community-Pflege gehört unter anderem der BellClub: Ein Netzwerk aus über 3000 Mitgliedern, mit regelmäßigen Diskussionen und Treffen.

Mit Beiträgen der Klub-Mitglieder erwirtschaftet The Bell einen Teil seiner Einnahmen. Die Hauptfinanzierungsquelle soll sich aus Ossetinskajas Umfeld speisen und ist öffentlich nicht bekannt. Viele unabhängige Medien in Russland verbergen ihre Finanzierungsquellen, etwa auch, um nicht unter das willkürlich und selektiv angewandte sogenannte Agentengesetz zu fallen. 

Eckdaten

Gegründet: 2017
Gründer: Jelisaweta Ossetinskaja
Chefredakteur: Irina Malkowa
URL: https://thebell.io/

Gnosen

im Gnosmos

als Text

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Neueste Gnosen

Anton Tschechow

Der Vater der Drei Schwestern, der Landschaftsplaner des Kirschgartens und Autor von Stücken ohne Namen. Und der Vorläufer des Absurden. Am 29. Januar ist sein 160. Geburtstag. 

Die Krim – ein jüdischer Sehnsuchtsort

Nach der Revolution 1917 entsponn sich eine hitzige Debatte über jüdische Ansiedlungsprojekte. Eine der damals debattierten Fragen lautete: Krim oder Zion? Und einige zogen eine Ansiedlung auf der Krim der in Palästina vor. Jakob Stürmann über den jüdischen Sehnsuchtsort Krim, der allerdings nur von kurzer Dauer war.

Afrikapolitik

Afrika rückt mehr und mehr auf die politische Agenda des Kreml. Dabei spielen die Länder des Kontinents für Russland wirtschaftspolitisch keine wichtige Rolle – beträgt das jährliche Handelsvolumen doch nur rund 20 Milliarden US-Dollar. Felix Riefer erklärt die Gründe für das zunehmende Afrika-Interesse des Kreml. 

AIDS in der Sowjetunion

Ab 1981 sorgte eine neu entdeckte Krankheit weltweit für Verunsicherung – AIDS. 1985 wurde auch in der Sowjetunion der erste Fall registriert. Eine Gnose darüber, wie die UdSSR mit dem Virus und den Betroffenen umging – und wie dies die Situation in Russland bis heute beeinflusst.

Gazprom

Allzeithoch bei Exporten, Aktie auf Fünfjahrespeak, Rekorddividenden: Gazprom brilliert derzeit auf allen Gebieten. Warum der Glanz des Unternehmens jedoch bald verblassen könnte, erklärt Julia Kusznir. 

Die Sowjetunion und der Fall der Berliner Mauer

„Nach meiner Kenntnis gilt das sofort ... unverzüglich.“ Als Politbüromitglied Günter Schabowski mit seiner überstürzten Aussage zur Gültigkeit des neuen Reisegesetzes gegen 19 Uhr am 9. November den Sturm auf die Berliner Mauer auslöste, war weder der Kreml noch die sowjetische Botschaft in Ost-Berlin im Bilde. Jan Claas Behrends über das Epochenjahr 1989 und die Reaktionen Moskaus.

Protestmusik

Musik wird in Russland immer mehr zu einem Medium für Kreml- und Gesellschaftskritik. Olga Caspers über die wachsende Gegenkultur und ihre Repräsentanten.

„Geh hin, ich weiß nicht wohin“, Foto © Andrey Ivanov (All rights reserved)