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Projekt

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Projekt ist ein gemeinnütziges Onlineportal, das dem Investigativjournalismus verpflichtet ist. Gründer ist Roman Badanin, ehemaliger Chefredakteur von RBC. Die Auflösung der dreiköpfigen RBC-Chefredaktion hatte 2016 für viel Aufruhr gesorgt, Beobachter sahen darin einen Angriff auf den unabhängigen und kritischen Journalismus in Russland.
Darauf reagiert Badanins Projekt: Es ging im Juli 2018 online und möchte seinen Lesern „die verborgenen und wichtigen Dinge“ darlegen – „weil es in Russland fast keine Medien mehr gibt, die sich mit komplexen und gefährlichen Themen beschäftigen“. Projekt hat sich dabei vor allem auf Recherchen und Reportagen spezialisiert.

Das gemeinnützige Medium, das Badanin nach einem einjährigen USA-Aufenthalt ins Leben rief, finanziert sich über in- und ausländische Förderer. Wobei Badanin weder Namen noch die genauen Summen nennt. Im Gespräch mit Vedomosti sagte er, dass Projekt zehn Mitarbeiter und ein Budget von 500.000 Dollar habe. 

ECKDATEN

Gegründet: 2018
Gründer und Chefredakteur: Roman Badanin
URL: www.proekt.media

Gnosen

im Gnosmos

als Text

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Neueste Gnosen

Kurilenkonflikt

„Wir müssen den Zweiten Weltkrieg beenden“, sagt Dimitri Peskow. Damit meint der Kreml-Sprecher einen Friedensvertrag, der zwischen Russland und Japan seit 1956 geplant ist und den es immer noch nicht gibt. Sören Urbansky über die Kurilen – eine Inselkette, die zum ständigen Zankapfel bei Friedensbemühungen wurde.

Sowjetnostalgie und Stalinkult

Sowjetnostalgie auf Zehnjahreshoch: Die Zahl der Russen, die den Verlust der Sowjetunion bedauern, liegt derzeit bei 66 Prozent. Das zeigen aktuelle Umfragen des Lewada-Zentrums. Monica Rüthers über die Sehnsucht nach Heldentaten in Schnee und Eis, Gagarin, Ballett, Kameradschaft, und, mitunter, auch nach Stalin.

Butowski Poligon

Der Butowski Poligon gilt für die Kirche als das russische Golgatha: еin Ort, an dem Stalin hunderte Geistliche erschießen ließ. Margarete Zimmermann über den Erinnerungsort, der wie kaum ein anderer für Widersprüche einer antistalinistischen Erinnerungspolitik steht.

Blokadniki

Während der Belagerung Leningrads vom 8. September 1941 bis 27. Januar 1944 durch die deutsche Wehrmacht kamen über eine Million Menschen ums Leben. Die meisten verhungerten oder erfroren, viele starben im Bomben- und Artilleriebeschuss. Nina Weller über das Schicksal der Blokadniki.

Nord Stream 2

In der EU wächst der Widerstand gegen die Gaspipeline Nord Stream 2. Gleichzeitig befürwortet der überwiegende Großteil der Deutschen den Bau der Ostseepipeline. Ist „Gas eine Ware“ oder ist „Gas ein Politikum“? Julia Kusznir über die scheinbare Gegensätzlichkeit dieser Argumente. 

Moskauer Staatliche Lomonossow-Universität

Am 25. Januar 1755 wurde sie auf Initiative des Universalgelehrten Michail Lomonossow gegründet: Die Staatliche Universität Moskau ist nicht nur die älteste, sondern auch die wichtigste und renommierteste Hochschule Russlands. Das Gründungsdatum am Tatjanin Den (dt. Tatjana-Tag) wird bis heute in Russland als Feiertag der Studierenden begangen.

Entstalinisierung unter Chruschtschow

Als Nikita Chruschtschow seine Rede beendet hatte, soll tosender Applaus aufgebrandet sein. So vermerkt es das Stenogramm des XX. Parteitags der KPdSU. Zeitgenossen hingegen berichteten von einer tödlichen Stille, die geherrscht haben soll. Jochen Krüger über Chruschtschows Geheimrede, die die Entstalinisierung einleiten sollte.

Juri Dud

Er gilt weder als Intellektueller noch als Oppositioneller. Vielmehr ist er ein Hipster mit perfekt gestyltem Haar, lässig gekleidet, das iPhone stets griffbereit. Mit seinen Interviews erreicht er ein Millionenpublikum. Eva Binder über Juri Dud, den neuen Medienstar im russischen Internet.

Alphabetisierungskurs für Frauen, Kabul, 11.05.1983 , Foto © Wladimir Rodionow/Sputnik (All rights reserved)