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Takie dela

Takie dela

Takie Dela (dt. So ist es) ist eine unabhängige und unpolitische Onlinezeitschrift der Hilfsorganisation Nushna Pomoschtsch (dt. Bitte helfen).

Das Projekt hat die Verbreitung humanitärer Prinzipien und Werte sowie die Förderung des sozialen Engagements in Russland zum Ziel. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen dabei behinderte oder chronisch kranke MenschenEtwa 14 Millionen Menschen in Russland leben mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung. Obwohl die Betroffenen vom öffentlichen Leben größtenteils ausgeschlossen bleiben, sind Behinderung und der Umgang mit beeinträchtigten Menschen keine private Angelegenheit: Institutionen, wie die Orthodoxe Kirche, Ideologien, wie die der Sowjetzeit, und politische Strukturen, wie die des aktuellen Putin-Regimes, beeinflussen maßgeblich und nachhaltig die gesellschaftliche Marginalisierung von Menschen mit Behinderung. Mehr dazu in unserer Gnose , die aufgrund ihrer Erkrankung Unterstützung benötigen.

Die Onlinezeitschrift befasst sich mit den alltäglichen Sorgen und Nöten dieser Menschen und berichtet darüber, wie sie mit immer neuen Herausforderungen umgehen, ohne die Freude am Leben zu verlieren. Die Artikel sollen ein breites Publikum für die Schwierigkeiten behinderter oder chronisch kranker Menschen in der Bewältigung ihres Alltags sensibilisieren und sie für wohltätiges Engagement begeistern. Die Leser finden unter jedem Beitrag aktuelle Spendenaufrufe mit exakten Angaben zur Verwendung der Gelder.

Außerdem dient die Zeitschrift als Plattform für sozialen Journalismus und vertritt so verschiedene karitative NGOs und Vereine in der russischen Medienlandschaft.

Für Takie Dela schreiben renommierte Journalisten und namhafte Autoren (u. a. Michail GorbatschowGeboren 1936 beerbte Gorbatschow 1985 Konstantin Tschernenko als Generalsekretär des Zentralkomitees der KPdSU. Seine Reformprogramme Glasnost und Perestroika öffneten die UdSSR für politische und wirtschaftliche Veränderungen, die im – von ihm nicht angestrebten – Zerfall der UdSSR mündeten. Er leitete das Ende des Kalten Krieges ein, ermöglichte die deutsche Wiedervereinigung und erhielt für seine Verdienste 1990 den Friedensnobelpreis. Im heutigen Russland werfen ihm viele vor, für den Zusammenbruch der Sowjetunion und die wirtschaftlichen Probleme der 1990er Jahre verantwortlich zu sein., Juri NorsteinJuri Norstein (geb. 1941) ist ein russischer Trickfilmer und einer der weltweit bekanntesten Animationskünstler. Viele seiner Werke bekamen wichtige Filmpreise, die Animation Joshik w Tumane (dt. „Der Igel im Nebel“) aus dem Jahr 1975 wurde als bester Animationsfilm aller Zeiten ausgezeichnet.  Mehr dazu in unserer Gnose , Ljudmila Ulizkaja). Das Projekt hat seinen Sitz in Moskau und wird durch private Spenden finanziert.

Eckdaten

Gegründet: 2015
Chefredakteur: Waleri Panjuschkin
Gründer: Andrej LoschakAndrej Loschak (geb. 1972) ist ein bekannter und mehrfach ausgezeichneter russischer Journalist. Er moderierte eine Sendung auf dem Fernsehkanal NTW, von 2013 bis 2015 war Loschak beim unabhängigen Internet-Fernsehsender Doshd. 2015 war er einer der Gründer von Takie Dela (dt. „So ist es“) – eine unabhängige und unpolitische Onlinezeitschrift, dessen Redaktion Loschak bis 2016 leitete.
URL: www.takiedela.ru

Gnosen

im Gnosmos

als Text

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Iwan Turgenjew

„Vom Gipfel der europäischen Zivilisation aus kann man wohl auch ganz Russland überblicken.“ Zum 200. Geburtstag schreibt Kririll Subkow über Iwan Turgenjew, dessen Werk viele russische und ausländische Autoren prägte.

Juri Norstein

Mit Zeichentrickfilmen wie Joshik w Tumane (dt. „Der Igel im Nebel“) erschuf Juri Norstein eine außergewöhnliche filmische Welt, die der Animation eine neue Richtung verlieh und Kinder wie Erwachsene bis heute begeistert und berührt. Henriette Reisner über den russischen Trickfilmer.

Hip-Hop in Russland

„Macht verfickt nochmal Lärm!“ Florian Coppenrath über den russischen Rap, seine Beziehung zur Politik und dominante Stellung in der Gegenwartskultur.

Sergej Sobjanin

Die meisten Kandidaten des Kreml erleiden bei den Gouverneurswahlen 2018 Verluste. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin holt aber eines der landesweit besten Ergebnisse – und das in der Stadt mit dem erfahrungsgemäß höchstem Protestpotential. Anton Himmelspach fragt nach dem Schlüssel seines Erfolgs.

Monostädte

Einst waren Monostädte stolze Symbole der sowjetischen Wirtschaftsmacht. Heute sind viele der 317 Städte verwahrlost und erleben ihren Niedergang. Alexander Formozov erklärt, wie es dazu kam und vor welchen Herausforderungen die Monostädte heute stehen.

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Als Graswurzelinitiative waren in den 1990er Jahren die Gedenkstätte und das Museum am Ort eines ehemaligen Straflagers entstanden. Die aktuellen Entwicklungen rund um diese Einrichtungen gelten vielen heute als Musterbeispiel für die staatliche Neuausrichtung der Geschichtspolitik und den Umgang mit zivilgesellschaftlichen Organisationen. Anke Giesen über Perm-36.

Der Vaterländische Krieg von 1812

Als Vaterländischer Krieg  ging Napoleons gescheiterter Feldzug gegen Russland im Jahr 1812 in die russische Geschichtsschreibung ein. Nikolaus Katzer über den Krieg, der im kollektiven Gedächtnis Europas den Platz im 19. Jahrhundert einnimmt, der dem Zweiten Weltkrieg im 20. Jahrhundert zufällt. 

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