Alles, was unter freiem Himmel passiert, muss schnell gehen, denn der fliegende Tod lauert überall. In Cherson attackieren russische Truppen vom gegenüberliegenden Dnipro-Ufer aus rund um die Uhr jede noch so zivile Bewegung mit Kamikaze-Drohnen. Die Foto-Reportage von Lieselotte Hasselhoff und Gerd Waliszewski taucht tief ein in weniger offensichtliche Aspekte des Alltags einer ukrainischen Frontstadt unter Russlands Drohnenterror.
Die gigantischen territorialen Ausmaße Russlands galten in der Propaganda stets als Segen. Die ukrainischen Drohnen und Raketen machen die Größe nun zum Fluch und beschleunigen die Dekolonisierung Russlands, argumentiert Sergej Medwedew.
Immer mehr ukrainische Städte und Fernstraßen werden mit Anti-Drohnen-Netzen überspannt, um die Menschen vor russischen Drohnenangriffen zu schützen. Von diesem Schutznetz-Alltag berichtet Lieselotte Hasselhoff in Teil zwei ihrer dekoder-Kolumne Popry wse*, diesmal aus Cherson. *ukr. trotz alledem
Die Ukraine greift mittlerweile fast täglich russisches Territorium an. Zusammen mit dekoder zeigt das Datenanalyse-Team von Novaya Gazeta Europe das Ausmaß der Angriffe mithilfe einer interaktiven Karte.
Um Soldaten und Militärtechnik an der Front vor russischen Drohnenangriffen zu schützen, bringen Armeehelfer ausgediente Fischernetze aus Europa in die Ukraine. Eine Frontliner-Fotoreportage.
Ihre Prognosen werden oft als pessimistisch kritisiert, doch von Militärs geschätzt: Marija Berlinska ist eine scharfsinnige Analytikerin und setzt sich für die Technologisierung der ukrainischen Armee durch Drohnen ein. Im Interview mit der Ukrajinska Prawda spricht sie über dringend notwendige militärpolitische Entscheidungen, das Worst-Case-Szenario und realistische Auswege daraus.