Medien

Nikolaus Katzer

Prof. Dr. Nikolaus Katzer ist ehemaliger Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Moskau und Professor für Osteuropäische Geschichte an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Er ist Autor der Monographien „Maksim Gor’kijs Weg in die Russische Sozialdemokratie. Wiesbaden 1990", „‘Eine Übung im Kalten Krieg’. Die Berliner Außenministerkonferenz von 1954. Köln 1994" und „Die Weiße Bewegung in Rußland. Herrschaftsbildung, praktische Politik und politische Programmatik im Bürgerkrieg. Köln u. a. 1999" sowie Mitherausgeber der Sammelbände „Euphoria and Exhaustion: Modern Sport in Soviet Culture and Society. Frankfurt/Main, New York 2010" und „100 Jahre Roter Oktober. Zur Weltgeschichte der Russischen Revolution. Berlin 2017“. Sein besonderes Interesse in jüngerer Zeit gilt den Schriftstellern, die Geschichte schreiben, und den Historikern, die sie darum beneiden.

Gnosen

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Neueste Gnosen

Protestmusik

Musik wird in Russland immer mehr zu einem Medium für Kreml- und Gesellschaftskritik. Olga Caspers über die wachsende Gegenkultur und ihre Repräsentanten.

Erdöl – kulturhistorische Aspekte

Erdöl war die Grundlage der Wirtschaft in der UdSSR und ist es im heutigen Russland immer noch. Metaphorisch auch als „Blut der Erde“ oder „Schwarzes Gold“ bezeichnet, gilt es nicht nur als wichtigste Energiequelle, sondern auch als Motor der Geschichte insgesamt. Ilja Kalinin über kulturhistorische Aspekte des Erdöls. 

Oxxxymiron

Rap ist auch Lyrik. Philipp Lausberg über Oxxxymiron, der street credibility mit feingeistiger Poesie vereint. Und den deutschen Rap-Star Kollegah herausgefordert hat.

Der Baltische Weg: die Menschenkette vom 23. August 1989

Nationale Trikoloren, brennende Kerzen, hunderttausende von Menschen, die sich an den Händen halten, Lieder singen und über das Radio Ansprachen hören. Am 23. August 1989 bilden circa eine Million Menschen eine Kette, die von Tallinn über Riga nach Vilnius reicht. Sie fordern die Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Karsten Brüggemann über Bedeutung und Strahlkraft des Baltischen Wegs. 

Der Hitler-Stalin-Pakt

Am 23. August 1939 landete der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop in Moskau. Nach elf Stunden Verhandlungen wurde der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag unterschrieben. Claudia Weber über den Hitler-Stalin-Pakt, der den Weg zum Zweiten Weltkrieg freimachte. 

Politische Talkshows

Russische Polit-Talkshows hatten einmal den Anspruch, auch selbstkritischen innenpolitischen Diskussionen ein Forum zu bieten. Heute stehen siе für bewusst provozierte Skandale, polternde Moderatoren und politische Parteilichkeit. Magdalena Kaltseis über Ursprung, Wandel und Gegenwart eines populären russischen TV-Formats. 

Lubjanka

Nirgendwo sonst saßen Hintermänner, Henker und ihre Opfer so dicht zusammen wie in der Lubjanka. Nina Frieß über den Sitz des Geheimdienstes, um den Menschen jahrzehntelang „einen möglichst großen Bogen“ machten. 

Zeugen Jehovas

Mehr als 20 Zeugen Jehovas sitzen derzeit wegen ihres Glaubens in russischen Gefängnissen. Als „größte extremistische Organisation in Russland“ bezeichnen auch Vertreter der Orthodoxen Kirche die Zeugen Jehovas. Regina Elsner sieht darin Verstöße gegen die Religionsfreiheit und fragt, inwiefern diese einen systemischen Charakter haben.

Selbstgedreht, 1987, Foto © Gennady Bodrov/The Lumiere Brothers Center for Photography (All rights reserved)