Medien

Yevgenia Albats

Yevgenia M. Albats ist Chefredakteurin und Herausgeberin der politischen Wochenzeitschrift The New Times. Sie ist außerdem Radiomoderatorin beim Sender Echo Moskwywo sie auch als Expertin in der Sendung Besondere Meinung auftrittund wurde mit mehreren internationalen Journalistenpreisen ausgezeichnet.

Sie erhielt 1989 den Preis Goldene Feder, die höchste journalistische Auszeichnung der damaligen Sowjetunion. Sie war 1990 Alfred Friendly Fellow, und 1993 Fellow der Nieman Foundation for Journalism an der Harvard-Universität.

Albats ist Autorin von vier Büchern, darunter The State Within A State: KGB and Its Hold on Russia. Past, Present and Future (deutsch als Geheimimperium KGB 1991, erschienen in Russland 1992, in USA, UK, Frankreich u. a. 1994–1995), The Jewish Question (1995), und Russian Bureaucracy: The Politics of Accommodation (2004).

Albats hält einen PhD der Harvard-Universität in Politikwissenschaften und hat an zahlreichen Universitäten in Europa und den USA gelehrt, unter anderem an der Yale University. Von 2004–2011 hatte sie eine reguläre Professur an der Higher School of Economics in Moskau inne, mit Lehrveranstaltungen zu den Themen Bürokratie, Theorie der Staatsinstitutionen und Theorie der politischen Regime.

Gnosen

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Neueste Gnosen

Iwan Bunin

Bunin lesen kann süchtig machen. Was aber macht die Faszination aus, die immer noch von diesem Autor ausgeht? Zum 150. Jubiläum des Schriftstellers porträtiert Thomas Grob den ersten Russen, der den Nobelpreis für Literatur bekommen hat.

Ilja Chrshanowski

Ilja Chrshanowski provoziert. Etwa damit, dass er in Berlin die Mauer wieder temporär errichten wollte. Der Regisseur inszeniert und seziert menschliches Verhalten in extremen existentiellen Situationen, um die Wirkmechanismen totalitärer Systeme „erlebbar“ zu machen. Eva Binder stellt ihn und sein Werk vor.

Umweltpolitik

Der Machtantritt Putins leitete das Ende von Umweltbewegungen in Russland ein. Dabei galten diese nicht nur in den 1990er Jahren, sondern auch während der Perestroika als die effektivsten sozialen Protestbewegungen im Land. Heute wächst das Umweltbewusstsein spürbar, auch in der Politik gilt der Klimawandel neuerdings als Bedrohung.

Viktor Zoi

Am 15. August vor 30 Jahren kam Viktor Zoi bei einem Autounfall ums Leben. Schon damals war er ein Idol der sowjetischen Jugend in der Zeit der großen Veränderungen. Der Erinnerungskult um ihn hält aber bis heute an. Seine Lieder, in denen er die Wende in der Sowjetunion anstrebte, sind noch immer Hymnen der Veränderungen in vielen postsowjetischen Ländern, nicht zuletzt in Belarus 2020. Ingo Grabowsky über den mythenumwobenen Rockstar, den sein Tod gleichsam unsterblich machte. 

Moskau 1980: Die Olympischen Sommerspiele

Die Olympischen Spiele waren niemals frei von der Spannung zwischen sportlichem Geist und politischer Vereinnahmung. Die Olympiade in Moskau 1980 stellte in dieser Hinsicht jedoch eine irreversible Zäsur dar. Nikolaus Katzer über die Moskauer Spiele, den „westlichen“ Boykott und die weitreichenden Folgen für den Weltsport.

Der Vertrag über den Offenen Himmel

Die internationale Rüstungskontrolle steckt in der Krise: Der jüngst angekündigte US-Ausstieg aus dem Open Skies Vertrag bedeutet einen weiteren Schlag gegen die Vertrauensbildung zwischen NATO und Russland. Und bringt die EU-Staaten in eine Zwickmühle. 

Wladimir Wyssozki

Er brauchte keinen Textdichter, keinen Komponisten, kein Orchester, keine Scheinwerfer, keine Bühne. Was er brauchte, war eine Gitarre, die Augen der ZuhörerInnen und seine Stimme. Heinrich Pfandl über Wladimir Wyssozki – der vor 40 Jahren verstorben ist.

Russlands Arktispolitik

Russland erhebt den geopolitischen Anspruch auf rund 40 Prozent der gesamten Arktis. Dabei geht es dem Kreml vor allem um Rohstoffe, die dort vermutet werden. Umweltschutz spielt in der russischen Arktispolitik allerdings kaum eine Rolle. 

Gulag-Literatur

Literarische Zeugnisse der politischen Repression: Niedergeschriebene Erinnerungen – nicht nur von berühmten Autoren wie Solschenizyn und Schalamow – benennen das erlittene Unrecht in der Sowjetunion. Sie sind außerdem auch wichtige historische Quellen und gelten heute an russischen Schulen teilweise als Pflichtlektüre. 

Suleika öffnet die Augen

Der Roman Suleika öffnet die Augen von Gusel Jachina erzählt die Geschichte der sogenannten Entkulakisierung. Das Buch nimmt die jüngere Vergangenheit und damit die Erschütterungen, Verwerfungen und Traumatisierungen des 20. Jahrhundert in den Blick. Eva Binder über den großen Erfolg und die heftige Kritik, die der Roman und seine Verfilmung in Russland auslösten.

Krim. Sommer, Stanislava Novgorodtseva (All rights reserved)