Alexander Lukaschenko hat es bisher stets vermieden, dem Kreml in der Krim-Frage den Rücken zu stärken. Nun, da der belarussische Machthaber vom Westen isoliert ist, nennt er die ukrainische Halbinsel erstmals „russisch“. Damit stellt er sich außenpolitisch neu auf – sagt der politische Analyst Artyom Shraibmann auf Carnegie.
Diese Woche wird der Friedensnobelpreis an Dmitri Muratow, Chefredakteur der Novaya Gazeta, verliehen. Auch seine philippinische Kollegin Maria Ressa wird ausgezeichnet. Unterdessen steigt in Russland der Druck auf Medien und Journalisten. Meduza hat einzelne von ihnen gefragt, warum sie dennoch weitermachen.
„Das zukunftsgerichtete Denken spielt nie auf der Seite der Gewalt.“ – Der belarussische Autor Zichan Tscharnjakewitsch über den Zwischenzustand, in dem aktuell viele in Belarus leben.
Wegen der russischen Truppenkonzentration an der ukrainischen Grenze treffen sich heute die NATO-Außenminister in Riga. In der Novaya Gazeta meint Julia Latynina: Russland geht es nicht um die Ukraine, sondern um die USA.
Auch ein neuerlicher Versuch aus Oppositionsreihen, Alexander Lukaschenko mit einem Streik unter Druck zu setzen, scheitert in Belarus. Alexander Klaskwoski bringt Licht in die Hintergründe.
Ein belarussischer Fotograf fotografiert traditionelle Wohnzimmereinrichtungen im ländlichen Raum von Belarus. So versucht er ein Stück seiner Heimat für die Nachwelt zu bewahren, das langsam verschwindet.
„Der Kreml will die einzige Quelle historischen Erinnerns sein, Memorial & Co sind für sie Rivalen, mit denen man bei Gelegenheit bis zur Vernichtung kämpft.“ Oleg Kaschin über den Fall Memorial (dekoder-Archivtext).
Die Lage an der Grenze zwischen Polen und Belarus spitzt sich weiter zu: Welche Taktik verfolgt Lukaschenko, wenn er die Flüchtlingskrise zusehends verstärkt? Welche Rolle spielt Russland? Der Journalist Alexander Klaskowski sucht nach Antworten.
Der ehemalige Häftling Sergej Saweljеw stellte der Plattform Gulagu.net Videos von Folterungen in russischen Gefängnissen zur Verfügung. Und geriet schließlich selbst ins Visier der Sicherheitskräfte. Ein Interview auf Meduza.