Am Morgen des 24. Februar 2022 hat Russland die gesamte Ukraine angegriffen. Hintergründe zur aktuellen Entwicklung in unserem Dossier mit Analysen und Artikelübersetzungen aus unabhängigen russischen, ukrainischen und belarussischen Medien sowie FAQs und Hintergründen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
Noch bis ins 18. Jahrhundert sprachen die Menschen auf den Gebieten des heutigen Russland, Belarus und der heutigen Ukraine zahlreiche ostslawische, baltische oder finnische Mundarten. Als Schriftsprachen dominierten das Polnische im Großfürstentum Litauen und das Kirchenslawische im Moskauer Reich. Russisch als Standardsprache entwickelte sich im 18. Jahrhundert aus mittelrussischen Mundarten rund um Moskau und aus Elementen des Kirchenslawischen. Das Ukrainische und das Belarussische als Standardsprachen entwickelten sich auf der Grundlage verschiedener ukrainischer und belarussischer Mundarten. Die Kiewer Rus war ein sprachlicher melting pot, bei dem an das Russische, das Ukrainische und das Belarussische, so wie wir es heute kennen, noch gar nicht zu denken war.
Die Meduza-Redaktion hat ihre Leserschaft befragt, warum manche von ihnen Russlands Krieg gegen die Ukraine für gerechtfertigt halten. Die Antworten zeigen: Viele sorgen sich im Falle einer Niederlage nur um die eigene Zukunft.
Nach der Prigoshin-Rebellion waren sich die meisten Beobachter einig: Putins Macht sei erschüttert. Der Sankt Petersburger Politikwissenschaftler Grigori Golossow teilt diese Einschätzung nicht. Im Interview mit The Bell argumentiert er, dass Putin seine Kontrolle über alle militärischen Strukturen sogar stärken konnte.
Russland hat zahlreiche ukrainische Zivilisten gefangengenommen und auf die Krim verschleppt. Auf Meduza berichten ehemalige Häftlinge von Folter und Gewalt, die sie dort erlebt haben.
Der belarussische Fotograf Yauhen Attsetski ist vor den Repressionen in seiner Heimat in die Ukraine geflohen. Als der russische Angriffskrieg begann, beschloss er zu bleiben, um bei den Ukrainern zu sein, zu helfen und eine Gesellschaft im Krieg fotografisch zu dokumentieren. Wie auch das Leben seiner Landsleute, die ebenso dort geblieben sind. Wir zeigen eine Auswahl seiner Bilder.
Mehrere Tausende Söldner, mit Panzern und Artillerie ausgerüstet, besetzen die Millionenstadt Rostow am Don und marschieren gen Moskau. Eine Chronologie der Ereignisse und Hintergründe zum Militär-Aufstand der Wagner-Truppen am 23. und 24. Juni.
Leere Straßen, kriegsversehrte Häuser und Menschen, die sich von der Regierung im Stich gelassen fühlen: Eine Reportage aus der russischen Grenzregion Belgorod, wo der Krieg inzwischen in voller Wucht angekommen ist.
Es ist unmöglich, Krieg zu wollen. Wladimir Putin genießt jedoch weiterhin eine breite Unterstützung in Russland. Wie ist das möglich? Welche Rolle spielt dabei die Staatspropaganda? Und welche Verantwortung tragen unabhängige Medien? Darüber hat TV2.media mit der Journalistin Jelena Kostjutschenko gesprochen.
Ein heimgekehrter Wagner-Söldner soll in seinem Heimatort einen Mord begangen haben. Die Journalistin Alina Ampelonskaja hat das Dorf in Unruhe besucht. Protokoll einer Recherche, auf der niemand mit ihr reden will – und sie doch Antworten findet.