Dossier

Krieg und Krieg

Dieses Dossier sollte ursprünglich „Krieg und Strafe“ heißen. Die Strafe ist noch in weiter Ferne, der Krieg behält die Oberhand, manchmal scheint es gar, dass er sich zu einem Flächenbrand ausweitet. Schon seit Jahrzehnten sagen wir „nie wieder“, die Friedensappelle verhallen aber. Was sind die Ursachen von Gewalt? Was sind ihre Logiken? Wie kann man sie überhaupt fassen? Solchen Fragen widmet sich dieses Dossier.


  • Gnose

    Wladimir Kara-Mursa

    Wladimir Kara-Mursa (geb. 1981 in Moskau) ist ein russischer Oppositioneller und Sohn des früheren NTW-Nachrichten-Reporters Wladimir Kara-Mursa senior. Aufgewachsen ist er in London, studiert hat er in Cambridge, gearbeitet hat er vor allem als Journalist in Russland und in den USA. Seit April 2023 verbüßt er eine 25-jährige Haftstrafe in einem sibirischen Straflager – wegen kritischer Äußerungen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine (nach dem „Fake-News-Gesetz), der Zusammenarbeit mit einer „unerwünschten Organisation“ sowie „Hochverrat“. Das Urteil gilt als politisch motiviert. Kara-Mursa ist dafür bekannt, sich auf internationaler Ebene stets für Sanktionen gegen Russland eingesetzt zu haben. Auch auf sein Wirken geht die von den USA im Jahr 2012 verabschiedete sogenannte Magnitski-Liste zurück. Kara-Mursas Haftstrafe ist die höchste, die ein politischer Gefangener in der Geschichte Russlands bisher jemals erhalten hat.

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  • Gnose

    Schwanensee – Ballett, Requiem und Protestsong

    Pjotr Tschaikowskis Ballett Schwanensee ist in Russland eine historische Referenz – Requiem für sowjetische Staatsmänner und Begleitmusik zum Untergang der Sowjetunion selbst. Mahnung an die Endlichkeit des Regimes und Erinnerung daran, dass am Ende das Gute über das Böse siegt. 

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  • „Wir wollen jedes Kind erreichen“

    Alle paar Jahre hebt der Kreml eine neue Jugendorganisation aus der Taufe. Die neueste soll die bestehenden Initiativen verbinden und Kinder von der Grundschule bis zum ersten Arbeitsplatz mit patriotischem Programm begleiten. Sie lockt mit etwas, was es sonst kaum gibt in Russland: Chancen zum sozialen Aufstieg.

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  • Gaza und die Juden im Kaukasus

    Die antisemitischen Ausschreitungen auf dem Flughafen von Machatschkala Ende Oktober haben weltweit Entsetzen ausgelöst. Nun gab es in Machatschkala erneut einen Anschlag auf eine Synagoge. Ein Experte vom Petersburg Judaica Center erklärt die Hintergründe und erinnert an die wenig bekannte Geschichte der Juden im Kaukasus. (Archiv-Text)

    In Gesellschaft