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Juri Norstein

Mit Zeichentrickfilmen wie Joshik w Tumane (dt. „Der Igel im Nebel“) erschuf Juri Norstein außergewöhnliche filmische Welten, die der Animation eine neue Richtung verliehen und Kinder wie Erwachsene bis heute begeistern und berühren. Henriette Reisner über den russischen Trickfilmer, der am 15. September seinen 80. Geburtstag feierte.

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Blokadniki

Vor 80 Jahren begann die Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht. Während der Belagerung der Stadt vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 kamen über eine Million Menschen ums Leben. Die meisten verhungerten oder erfroren, viele starben im Bomben- und Artilleriebeschuss. Nina Weller über das Schicksal der Blokadniki.

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Bantiki – Haarschleifen

Je kleiner die Mädchen, desto größer die Haarschleife? Die riesigen weißen bantiki, die Haarschleifen sowjetischer Schülerinnen waren Ikonen einer idealisierten sowjetischen Kindheit. Wie die Blumensträuße für die Lehrerinnen gehören sie auch heute noch zu den Bildern des ersten Schultags, dem 1. September.

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Weißes Band

Das weiße Band ist eines der Hauptsymbole der Protestbewegung von 2011/2012. Es bringt die Kritik an den manipulierten Dumawahlen im Dezember 2011 und den Präsidentenwahlen im März 2012 zum Ausdruck und steht sinnbildlich für die in diesem Zusammenhang entstandene Forderung „Für saubere Wahlen“.

Schon vor dem Aufkommen der Proteste fand das weiße Band, dessen Farbwahl Reinheit und Sauberkeit symbolisieren soll, in unterschiedlicher Weise Verwendung. Bereits im Jahr 2009 wollte Alexej Dymkowski, ein später in Ungnade gefallener Mitarbeiter des Innenministeriums, die Symbolik des weißen Bandes für eine Bewegung gegen die Korruption in den Sicherheitskräften nutzen. Im November 2011 griff das vom Antikorruptionsaktivisten Alexej Nawalny unterstützte Projekt RosAgit diese Idee wieder auf und verteilte Anstecknadeln mit weißen Bändern in mehr als  20 russischen Städten. Auch diese Aktionen waren gegen Korruptionsfälle und Beamtenwillkür gerichtet und verschafften dem weißen Band eine zunehmende Bekanntheit als neues Protestsymbol.

Nach den manipulierten Dumawahlen 2011 gab es zahlreiche Aufrufe in den sozialen Netzwerken, das weiße Band als Zeichen der sich formierenden Protestbewegung zu verwenden, und es wurde schnell zu deren wichtigstem Symbol.1 Vom Internet aus, wo es zahlreiche social media-Profile schmückte, verbreitete sich das weiße Band auf die Straße. Bei der Großdemonstration auf dem Bolotnaja-Platz trugen die meisten der Teilnehmer das Band an ihrer Kleidung.

Eine der größten Protestaktionen mit gezielter Verwendung des weißen Bandes war der sogenannte Weiße Ring vom 29. Januar 2012. Dabei fuhr auf dem Moskauer Gartenring, einer 17 Kilometer langen Ringstraße um das Zentrum Moskaus, ein Autokorso von Demonstranten, die ihre Fahrzeuge mit weißen Bändern und Luftballons geschmückt hatten.

Teilnehmer einer Protestveranstaltung mit weißem Band – Foto © Igor Bakirov

Das weiße Band der Opposition wird häufig als Gegenstück zum St. Georgs-Band verstanden, das neben dem historischen Gedenken an den Großen Vaterländischen Krieg zunehmend die Zustimmung zum politischen Kurs Putins symbolisiert.


1.BBC Russkaja Služba: „Belaja lentočka“: nedovolnye vychodjat is seti na ulicy
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Bolotnaja-Platz

Der Bolotnaja-Platz befindet sich zwischen dem Kreml und dem alten Kaufmannsviertel Samoskworetschje im Zentrum Moskaus. Er hat im Mittelalter zunächst als Handelsplatz gedient, später kam ihm immer wieder eine wichtige politische Bedeutung zu, zuletzt während der Proteste gegen die Regierung in den Jahren 2011/12.

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Koordinationsrat der Opposition

Der Koordinationsrat der Opposition entstand im Zuge der Massenproteste 2011/2012 als gemeinsames Gremium der am Protest beteiligten politischen Akteure. Er stellte einen Versuch dar, die außerparlamentarische Opposition zu konsolidieren und institutionalisieren. Nach etwa einem Jahr gemeinsamer Arbeit wurde jedoch immer deutlicher, dass die unterschiedlichen politischen Ansichten nicht miteinander vereinbar waren, und so stellte der Koordinationsrat Ende Oktober 2013 seine Arbeit ein.

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Alexej Nawalny gilt als bekanntester Kreml-Kritiker. Bei seiner Rückkehr nach Russland am vergangenen Sonntag wurde er noch am Flughafen festgenommen, derzeit läuft bereits ein Prozess gegen ihn. Jan Matti Dollbaum über den widersprüchlichen Oppositionspolitiker und dessen Potential, der Macht auf lange Sicht gefährlich zu werden. 

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Der Tschistoprudny bulwar ist Teil des Boulevardrings im Zentrum Moskaus. Er ist aufgrund seiner zentralen Lage ein beliebter Ort zum Flanieren und Verweilen und war während der Regierungsproteste 2011/12 Schauplatz von Demonstrationen und Protestaktionen.

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Boris Nemzow

Er war einer der bekanntesten Politiker Russlands und galt als scharfer Kritiker Wladimir Putins. In zahlreichen Publikationen machte er auf Misswirtschaft und Korruption in Russland aufmerksam, was ihm viele einflussreiche Gegner einbrachte. Eduard Klein über den Oppositionspolitiker, der vor fünf Jahren ermordet wurde.

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