„Die belarussische Gesellschaft ist am letzten Ende des Totalitarismus angekommen“, schreibt die belarussische Schriftstellerin Sviatlana Kurs. In ihrem Essay für unser Projekt Spurensuche in der Zukunft setzt sie sich mit der gewaltvollen Geschichte der Fremdherrschaft in ihrer Heimat auseinander.
Drei Jahre nach den historischen Protesten sind hunderttausende Belarussen ins Exil geflohen, die Machthaber gehen nach wie vor mit Repressionen gegen jeglichen Widerstand vor. Was haben die Proteste gebracht? Welche Folgen hatten sie? Wir bringen eine Auswahl von Stimmen.
In den russischen Statistiken sind sie nahezu nicht existent, laut unabhängigen Schätzungen haben aber hunderttausende Russen seit dem 24. Februar 2022 ihr Land verlassen. Fünf von ihnen hat der Fotograf Maximilian Gödecke porträtiert.
Zwischen Polen und Belarus steigen die Spannungen, auch wegen der Wagner-Söldner, die Lukaschenko nach Prigoshins Aufstand in das Land geholt hat. Wäre es vorstellbar, dass Wagner tatsächlich gegen einen NATO-Staat eingesetzt wird? Wer kontrolliert die Kämpfer? Alexander Klaskowski analysiert.
Shaman liefert den patriotischen Soundtrack zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Alexander Baunow zeigt, wie dessen neuester Clip Zuschauern das Gefühl von Erhabenheit vermittelt – und gleichzeitig Mitgefühl für die Verursacher von Leid und Zerstörung in der Ukraine.
Wer war Ales Puschkin, der als politischer Häftling am 11. Juli 2023 im Krankenhaus von Hrodna verstarb? Das belarussische Onlinemedium Nasha Niva über einen der prägendsten Künstler und mutigsten Aktivisten seiner Generation.
Die Ausrüstung schlecht, das Ziel unklar, der Tod wahrscheinlich – warum sind trotzdem so viele Russen bereit, in den Krieg gegen die Ukraine zu ziehen? Der Ökonom Wladislaw Inosemzew macht eine makabre Rechnung auf: Für viele Russen ist Sterben inzwischen auch wirtschaftlich attraktiver als Leben.
Infolge der bis heute andauernden Repressionswelle, mit der die belarussischen Machthaber auf die Proteste des Jahres 2020 reagieren, wurden auch zahlreiche Bücher für „extremistisch“ erklärt. Das Medium Mediazona Belarus stellt die Werke und ihre Autoren vor.