
„Es is gewen a man […] in land Rajsn“- „Es war ein Mann im Lande Rajsn“ – so beginnt, gleich einem biblischen Epos, ein außergewöhnlicher Kurzroman1.
Wo ist dieses Rajsn2? Die Antwort scheint einfach: Rajsn (רײַסן) ist die jiddische Bezeichnung für Belarus. Doch auf der mentalen jüdischen Landkarte stimmen die Grenzen von Rajsn und Belarus nur scheinbar überein. Rajsn (abgeleitet vom deutschen ‚Reußen‘) verweist etymologisch auch auf die historische Rus, die bedeutend größer war und auch Teile der heutigen Ukraine umfasste. Aber Rajsn bezog sich nie auf die ukrainische Rus, sondern ausschließlich auf belarusisches Gebiet. Selbst wenn dessen Grenzen nach Osten oder Westen verschoben wurden, blieb der Parallelismus zwischen Rajsn und Belarus erhalten. Rajsn bewegte sich synchron mit; und doch ist Rajsn nicht gleich Belarus. Sondern ein Land, das in einer parallelen jüdischen Lebenswelt bestand, die über Jahrhunderte hinweg für sich existierte.
In Rajsn also lebte ein Mann. Ein Mann, der schrieb und dichtete. Sein Name war Moische Kulbak.
Moische Kulbak wurde 1896 in Smarhon geboren, in einer Gegend zwischen Mensk und Vilnius, zwischen Belarus und Litauen, zwischen Rajsn und Lite. Kulbaks Vater war in der Holzwirtschaft tätig, also in engem Kontakt mit Natur und Wald. Die Mutter stammte aus einer jüdischen Agrarkolonie, dem Überbleibsel eines russischen Wirtschaftsexperiments der Mitte des 19. Jahrhunderts. Gemeinhin wird angenommen, dass es keine jüdischen Landbewohner gab – doch da waren sie.
Das Heimatdorf der Mutter lag am Rande von Smarhon, dort verbrachte der kleine Moische viel Zeit und wusste gut über die ländliche Arbeit, die dörflichen Lebensweisen und Traditionen Bescheid. Diese Alltagswelt seiner Familie fand zweifellos Widerhall in seinem Poem Rajsn. Darin gleicht das Land einer idyllischen Utopie aus ewiger Ordnung und vom Autor überaus ästhetisierter, harter Arbeit, von der Schönheit der Natur und der Liebe.
O, der Alte von Kobelnik ist ein schlichter Jude,
Rajsn von Moische Kulbak, aus dem Jiddischen von Susanne Klingenstein3
ein Bauer im Schafspelz mit Hacke und Pferd
und meine sechzehn Onkel und mein Vater –
echte Juden, wie Klumpen Erde,
treiben Flöße auf den Flüssen … schleppen Stämme aus den Wäldern …
ackern wie die Ochsen untertags,
essen nachts ihr Mahl aus einer Schüssel
und fallen wie die Garben in die Betten.
In Smarhon besuchte Kulbak einen traditionellen und einen reformierten Cheder, um danach, noch in jungen Jahren die Heimat zur weiteren Ausbildung zu verlassen. Wir wissen nur, dass er die Jeschiwot in Waloschyn und Švenčionys besuchte, aber nicht, wie und wann er nach Kaunas (Kowno) gelangte, wo ihn, den 18-jährigen Jungen mit künstlerischen Ambitionen, der Erste Weltkrieg einholte.
1915 zwangen die russischen Machthaber die jüdische Bevölkerung zur Umsiedlung aus den frontnahen Gebieten, unterstellten den Juden Sympathien für die Deutschen. Kulbaks Familie zog daher aus Smarhon nach Mensk. In seine Geburtsstadt sollte der Dichter nie mehr zurückkehren können.
Kulbak machte indes in Kaunas seine ersten Großstadterfahrungen. Hier begann er zu schreiben, zunächst auf Hebräisch, dann in jiddischer Sprache. Es sind Dutzende frühe Gedichte erhalten, die er jedoch später in keine seiner Sammelbände aufnehmen wollte. Der junge Dichter entdeckte wohl sehr früh seine kreative Naturgewalt in der lebendigen Sprache, im Jiddischen, mit dem er aufgewachsen war und das er in seinem ganzen Reichtum erfasste. In Kaunas entstand wahrscheinlich auch sein erstes veröffentlichtes Gedicht: Schterndl erschien 1916 in einem Literaturalmanach in Vilnius und wurde bald darauf zum Volkslied4.
Die stürmischen russischen Zeiten des Jahres 1917 erlebte Kulbak im deutschbesetzten Kaunas. Als die deutschen Truppen im Februar 1918 auch Belarus einnahmen, machte er sich auf den Weg zu seiner Familie nach Mensk. Dort arbeitete er als Lehrer, schrieb für die Zeitung Der Weker des Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbundes und ging seiner schriftstellerischen Tätigkeit nach.
In dieser Zeit verfasste er das poetische Werk Di schtot [dt. Die Stadt]: Der Protoptyp der imaginären Stadt, die das Poem beschreibt, ist ohne Zweifel Mensk, wo der Autor das Ende der deutschen Besatzung, den Einmarsch der Bolschewiki im Dezember 1918 und einige Monate unter den neuen Machthabern erlebte. Enthusiasmus, Unruhe und Angst sind auch in dem Langgedicht spürbar. Der Dichter beginnt seine Begegnung mit der Revolutionsmacht mit den Allegorien von „Glocken“ und „bronzenen Jungen“, ergeht sich dann in Zweifeln und beendet das Poem schließlich mit dem apokalyptischen Bild des Todesboten – des Roten Reiters:
Es schreit der Flammenwirbel angezünd‘ter Städte,
drei Geister reiten, rot und eisern, durch die Straßen,
durch Rauch, Fabrikengrau und Telegrafendrähte,
wo wild die Wildgeword‘nen streiten:
der Flammenmensch, der Stadtherr und der Satan –
[…]
S’ ist Wüstenkält’!
Ich lauf geschmäht, gelähmt und müde von dem Streit,
allein …
S’ ist rote Zeit!
Der rote Reiter, Todbegleiter, reitet!5
Kulbak verließ Mensk, um sich unter ungeklärten Umständen Ende Mai 1919 im polnisch besetzten Vilnius niederzulassen. Dort schrieb er weitere Gedichte und Literaturkritiken. 1920 erschien sein erster Gedichtband mit Texten aus der Zeit in Kaunas, Mensk und Vilnius: Schirim [dt. Gedichte]. Die Lage in Vilnius war unruhig, die Stadt lag am Scheidepunkt geopolitischer Strömungen. Die polnische Besatzungsmacht, die im April 1919 noch ein großes Pogrom entfachte, endete im Sommer 1920 mit der Einnahme der Stadt durch die Bolschewiki. Am 1. September übergab die Rote Armee Vilnius an den unabhängigen Staat Litauen.
Nachdem Kulbak innerhalb von zwei Jahren fünf Machtwechsel erlebt hatte, brach er im September 1920 nach Berlin auf. Die Hauptstadt der Weimarer Republik war zu Beginn der 1920er Jahre die kulturelle Hauptstadt Europas und zugleich Zufluchtsort zahlreicher osteuropäischer Intellektueller und Literaten vor der Unbill des Krieges.
Eigentlich wollte Kulbak in Berlin studieren, doch ihm fehlte das Geld. Um seinen Lebensunterhalt zu sichern, arbeitete er unter anderem als Souffleur für eine bekannte Theatertruppe aus Vilnius (Wilner trupe), verdiente aber auch Honorare mit Literaturpublikationen. Die grellen, expressionistischen Bilder des Berliner Lebens finden wir in Kulbaks quasi autobiografischem Poem Disner tschaild herold [dt. Childe Harold aus Disna6], das zehn Jahre später im sowjetischen Mensk erschien. In Berlin verfasste Kulbak sein erstes Prosawerk, den mystischen Roman Meschi’ech ben Efraim [dt. Der Messias vom Stamme Efraim], er wurde erst nach seiner Abreise veröffentlicht.
Ungeachtet der widrigen Lebensumstände reifte Kulbak in Berlin als Künstler enorm. Als häufiger Besucher des Romanischen Cafés, dem Gravitationszentrum des kulturellen Lebens und Treffpunkt vieler Schriftsteller, Künstler, Schauspieler und Journalisten, gehörte Kulbak zum Kreis der Dichterin Else Lasker-Schüler und pflegte Kontakte zu führenden kreativen Persönlichkeiten, die das Schicksal zu jener Zeit in Berlin zusammengeführt hatte.

Rückkehr und Ermordung
Im Mai 1923 kehrte Moische Kulbak via Warschau nach Vilnius zurück. Im September heiratete er Selda Etkina, mit ihr kehrte eine gewisse Ordnung in sein Leben ein. Kulbak unterrichtete Literatur an zwei Gymnasien und am Lehrerseminar, wo er auch eine Theatergruppe leitete. Die fünf Jahre in Vilnius (1923–1928) bilden den Höhepunkt in Moische Kulbaks Leben und Schaffen.
Dabei waren die Lebensbedingungen in Vilnius wenig förderlich. Kulbak erhielt nie die polnische Staatsbürgerschaft, dadurch blieben seine Rechte eingeschränkt: So durfte er nicht genügend Stunden unterrichten, um seine Familie ernähren zu können. Also verließ er Polen und ging ins sowjetische Mensk. Noch heute findet man in mehreren wissenschaftlichen Arbeiten die Behauptung, Kulbak sei ein Sympathisant der sowjetischen Ordnung gewesen, er sei in die UdSSR emigriert, weil er verblendet gewesen sei von der Propaganda über Sozialparadies, Gleichheit und Gerechtigkeit. Beides sind zu einfache Erklärungen für seine Entscheidung und damit irreführend.
Denn welche Wahl hatte so ein jüdischer Dichter 1928, wenn er Polen verlassen wollte? Zwei Jahre zuvor hatte ein anderer jiddischsprachiger Schriftsteller, Dovid Bergelson, den Essay Drei Zentren7 über dieses Thema geschrieben, in dem er die möglichen Optionen verglich: Polen, USA und UdSSR. Wollte man Polen verlassen, blieben also nur zwei Optionen.
In den Vereinigten Staaten würde der jüdische Schriftsteller ohne Zweifel überleben, jüdische Kultur und Literatur erfuhren dort zu jener Zeit einen bis dato ungesehenen Aufschwung. Allerdings würde ein Schriftsteller dort nicht von seinem Schaffen leben können, sondern müsste in einer Fabrik, einem Versicherungsbüro oder einer Werkstatt arbeiten – Literatur wäre nicht mehr als ein Hobby. In der UdSSR dagegen standen der jiddischen Kultur und Literatur – bei aller verständlicher Vorsicht – die Wege offen, wenn auch mit bedeutenden ideologischen Einschränkungen. Zudem lebte dort ein Massenpublikum für die jiddische Literatur. Ein Schriftsteller, der die ideologischen Grenzen nicht übertrat, konnte also als solcher existieren und davon leben.
Kulbak sprach mit Freunden und Schülern über seine Motive. Dabei führte er zuvorderst an, dass er das schwere Joch des Lehrens ablegen und sich auf die literarische Tätigkeit konzentrieren wolle, wofür in Polen aber die Rahmenbedingungen nicht gegeben seien. Die „Ideenlosigkeit der jüdischen Literaturwelt Polens“ wirke sich destruktiv auf ihn aus. Ein zweites wichtiges Moment, das seine Entscheidung beeinflusste, war seine Familie in Mensk: Eltern, Brüder und die Schwester lebten bereits dort. Die letzten wichtigen Worte, die er seinen Schülern in Polen mitgab, lauteten: „Eines verspreche ich euch: Ich werde mich nicht auf die Schulbank legen lassen, mich zu verprügeln für meine bourgeoisen Sünden“8.
Zum Zeitpunkt der Übersiedelung nach Mensk 1928 war Moische Kulbak der hellste Stern am Vilniuser Literaturhimmel, zu seinem Abschiedsabend am Volkstheater in der Rotgießerstraße (Liejyklos gatvė) kamen so viele Menschen, dass ein Teil vor der Tür bleiben und später gar die berittene Polizei vor dem Theater Ordnung schaffen musste.
Am 19. Oktober 1928 fuhr Kulbak allein mit dem Zug nach Mensk, Frau und Sohn folgten ein halbes Jahr später. Die Stadt begrüßte ihn kühl: Am Vortag war nach einem kurzen und trockenen Herbst der erste Schnee gefallen. Zudem blieb seine Ankunft so gut wie unbemerkt. Im Vergleich zu den vielen Zeitungsspalten, die der Weggang des beliebten Dichters in der Vilniuser Presse gefüllt hatte, wirkten die bescheidenen drei Zeilen in den Mensker Zeitungen doch sehr vielsagend: Die Mensker Literaturwelt nahm Kulbak mit Vorsicht auf. In den Reihen der „proletarischen Schriftsteller“ fand Kulbak selbstverständlich keinen Platz, er fiel in die Kategorie der „Mitreisenden“ – jener Schriftsteller, die keine Feinde der sowjetischen Macht, formell aber auch nicht mit ihr verbunden waren.

Kulbak benötigte nicht viel Zeit für eine nüchterne Bewertung der Situation. Bereits einige Wochen nach der Ankunft in Mensk schrieb er einem Freund nach Vilnius: „Wünsch mir gutes Schwitzen! Ich komme gerade aus der Sauna. Hier muss man sich gut waschen und säubern, um am Grat des Lebens zu wandeln.“9
Aus den gesellschaftspolitischen Problemen flüchtete Kulbak in sein Schaffen. Zufall oder nicht, seit dem Umzug nach Mensk schrieb er kaum noch Lyrik, nach 1928 erschienen nur noch vier neue Gedichte. Sein Hauptwerk aus der Mensker Schaffensperiode wurde der Roman Selmenjaner10, der zunächst als Fortsetzungsroman in der Literaturzeitschrift Schtern erschien, bevor er als Buch gedruckt wurde – der erste Band im Jahr 1931, Band zwei folgte 1935. Das Werk verfolgte ganz offensichtlich den „sozialen Auftrag“, am Beispiel einer jüdischen Großfamilie das Sterben des traditionellen Lebensstils und die Geburt der neuen, sozialistischen Ordnung zu zeigen. Letztlich beschrieb der Autor das Alte mit Wärme und Sympathie, das Neue aber mit Ironie, und erzeugte so eine Welle der Kritik von offizieller Seite.
Die neun Jahre, die er in der Sowjetunion verbrachte, machten Moische Kulbak nicht zu einem sowjetischen Schriftsteller. In seinen Werken jener Zeit beschreibt er die sowjetische Wirklichkeit aus der Perspektive eines außenstehenden Beobachters, manchmal scheint er diese Realität weder zu empfinden noch zu verstehen.
Als er 1928 aus dem „bourgeoisen“ Polen in dieses – auf den ersten Blick – Land des Aufbaus einer neuen Ordnung und einer neuen Kultur kam, ahnte Kulbak nicht, dass er nicht einmal zehn Jahre dort leben würde. Doch die Welle des Stalinschen Großen Terrors, die die Sowjetunion 1937 überschwemmte, erfasste auch ihn. Am 11. September 1937 wurde er festgenommen, am 28. Oktober verurteilte ihn ein Gericht als „Agenten der polnischen Aufklärung“, beteiligt an einer „konterrevolutionären, trotzkistischen, terroristischen Organisation“. In der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 1937 wurde Moische Kulbak – gemeinsam mit 120 weiteren Vertretern der belarusischen gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Elite – erschossen. Ort der Hinrichtung und des Grabes sind unbekannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb der Literaturkritiker Yehoshua Rapoport: „Dem Konflikt zwischen Sowjetregime und Poesie, in dem Kulbak sich wiederfand, musste etwas zum Opfer fallen – entweder Kulbaks Poesie oder Kulbak selbst. Der Dichter Kulbak erwies sich als der Stärkere, also starb Kulbak, der Mensch.“11
Die Wiederentdeckung Kulbaks
Die Rückkehr Kulbaks zur belarusischen Leserschaft zog sich über Jahrzehnte. Nach der Vernichtung des Dichters waren alle seine Bücher in der UdSSR verboten, aus den Bibliotheken und Buchhandlungen entfernt und zerstört worden. Erst mit seiner Rehabilitierung 1956 wurden auch seine Bücher vom Bann befreit, es erschienen Neuausgaben und Übersetzungen seiner Werke.
Den Lesern zugänglich waren allerdings nur der Roman Die Selmenianer (in belarusischer Übersetzung 1960 in Mensk) und ein Band ausgewählter Gedichte (Mensk, 1970). Die Übersetzung des Romans wurde durch die Zensur arg zerpflückt (etwa 20 Prozent des Textes wurden gestrichen), die Übersetzungen der Gedichte waren in Geist und Gehalt so weit vom Original entfernt, dass man einige Texte nicht wiedererkennt.
So wussten lange Zeit nur sehr wenige von Kulbak, er blieb einer der „Schriftsteller des sowjetischen Belarus“ der Zwischenkriegszeit, über die Nachschlagewerke nur magere und ungenaue Informationen bereithielten.
Erst 2015 löste die Neuauflage der Selmenianer (Mensk: Papury) eine Welle des Interesses aus, das Buch erklomm plötzlich Rankings der besten Romane über die belarusische Hauptstadt. Kulbaks Name erschien immer häufiger in literarischen Publikationen, qualitativ hochwertige Neuübersetzungen seiner Lyrik entstanden, auch das Theaterstück vom Räuber Bojtre wurde in einer Zeitschrift auf Belarusisch gedruckt. Schließlich edierte der Prager Verlag Vesna von 2018 bis 2024 das lyrische und prosaische Gesamtwerk Kulbaks in belarusischer (Neu-)Übersetzung.
So kehrte Kulbak – der weltweit bekannteste Schriftsteller aus dem Belarus der Zwischenkriegszeit – in das Land zurück, in dem er zur Welt gekommen und auf tragische Weise gestorben war. Moische Kulbak, ein Mensch aus dem Lande Rajsn.
Anmerkung der Redaktion:
Weißrussland oder Belarus? Belarussisch oder belarusisch? Die Belarus oder das Belarus? Nicht ganz leicht zu beantworten. Da es im Deutschen keine einheitlich kodifizierten Schreibweisen für diese Bezeichnungen und deren Adjektive gibt, überlassen wir es den Autorinnen und Autoren der Gnosen, welche Schreibweise sie verwenden. Die Schreibweise in redaktionellen Inhalten (wie Titel und Erklärtexte) wird von der dekoder-Redaktion verantwortet.
- Kulbak, Moische: Der Messias vom Stamme Efraim. Aus dem Jiddischen von Andrej Jendrusch. Berlin: Wagenbach. 2018. (Anm. d. Ü.: Dort wird „Rajsn“ als „Weißrußland“ wiedergegeben, S. 6.) ↩︎
- Wir verwenden die JIVO-Transkription, wobei in Anlehnung an Dr. Kurt Kreiler ß als ss wiedergegeben wird (https://www.jiddische-literatur.de/index.php/home/grundlagen/jivo-yivo). ↩︎
- Klingenstein, Susanne: Moische Kulbak. Leben, Werk und Tod 1896-1937. Nachwort in: Moische Kulbak: Die Selmenianer. Aus dem Jiddischen von Niki Graça und Esther Alexander-Ihme. Berlin: Die Andere Bibliothek, 2017. S. 338-394, hier S. 348. Siarhiej Šupa zitiert im belarusischen Original der Gnose die belarusische Übersetzung von Andrej Chadanovič. ↩︎
- Der Originaltext, eine englische Übersetzung sowie eine Hörprobe von Schterndl finden sich etwa hier: https://yiddishsongs.org/shterndl/, eine deutsche Übersetzung hier: https://www.jiddische-literatur.de/index.php/home/kulbak/Rajsn. ↩︎
- Aus dem Jiddischen übertragen von Tina Wünschmann auf Grundlage des von Siarhiej Šupa herausgegebenen Bandes der Gedichte Kulbaks in belarusischer Übersetzung und lateinischer Transliteration des jiddischen Originals: Kul’bak, Mojše: Use veršy i paėmy. Tom II. [Alle Gedichte und Poeme. Band II]. Prag: Vesna, 2022. S. 134-135. https://vesnabooks.eu/kulbak_blr ↩︎
- Auf Deutsch erschienen 2017: Kulbak, Moyshe. Childe Harold aus Disna. Aus dem Jiddischen von Sophie Lichtenstein. Berlin: edition.fototapeta. ↩︎
- Dovid Bergelson: Drei Zentren. Aus dem Jiddischen von Anne-Christin Saß. In „…die Nacht hat uns verschluckt“: Poesie und Prosa jüdischer Migrant*innen im Berlin der 1920 und 30er Jahre. Eine Anthologie. A.-C. Saß, V. Dohrn, B. Korkowski (Hg). Göttingen: Wallstein Verlag, 2018. S. 291–301. ↩︎
- Arthur Lermer am 22.2.1975 in einer Rede in Montreal, erhalten als Audioaufzeichnung, dort 00:29:11: https://archive.org/details/ybc-fbr-438_4437/01-438A.wav ↩︎
- Zitiert nach Kac, Daniel. Na krawędzi życia. Warszawa, 1993. S. 72. (Übersetzt aus dem Polnischen, Originalzitat von Kulbak nicht verfügbar). ↩︎
- Eine deutsche Neuübersetzung mit ausführlichem Nachwort erschien 2017, sh. Anm. ². ↩︎
- Rapoport, J.: Ojsgerisene bleter. Melbourne, 1957. S. 156. https://www.yiddishbookcenter.org/collections/yiddish-books/spb-nybc204158/rapoport-o-oysgerisene-bleter?book-page=158&book-mode=1up ↩︎