Belarus – Bilder einer verschütteten Vergangenheit

März 1987, Navahrudak, Woblasz Hrodna. Schloss Navahrudak (im Ruinenzustand erhalten) / Foto © Siarhiej Plytkievič, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

Belarus, könnte man sagen, ist ein Land der Ruinen. In seiner Geschichte wurde das Land immer wieder verwüstet und von fremden Mächten beherrscht, die wenig Interesse hatten, Kulturdenkmäler als Identitätsmarker zu erhalten. Die Initiative VEHA hat historische Fotos aus Familienbeständen gesammelt, auf denen sich Menschen vor zerfallenen Burgen, Gutshäusern oder Kirchen haben ablichten lassen. Das aus dem Projekt entstandene Buch Ruins of Belarus erhielt im Mai 2026 in Polen die Auszeichnung Najpiękniejsze Polskie Książki 2025 (dt. Die schönsten polnischen Bücher 2025).

Wir haben mit Lesia Pcholka, Kuratorin von VEHA, über das Projekt gesprochen und zeigen eine Auswahl von Bildern.


dekoder: Wie ist die Idee für dieses Projekt entstanden?

Lesia Pcholka: Die Idee zu Ruinen von Belarus haben wir in unserem Team bereits 2021 besprochen, eingebracht hatte sie der Künstler Uladzimir Hramovich, der später auch den Begleitessay zum Bildband schrieb. Mit der Materialsammlung begannen wir aber erst Ende 2023. Nach dem Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine hatten wir zunächst Zweifel, weil wir dachten, wenn belarussische Künstler jetzt so ein Thema wählen, könnte das missverstanden und überwiegend negativ aufgefasst werden. Wir waren also vorsichtig, beobachteten aber auch, wie trotz der Abwesenheit offener Kriegshandlungen auf dem Gebiet von Belarus die nationalen Institutionen immer stärker vernichtet wurden. Wie sich Schritt für Schritt das kulturelle Umfeld im Land änderte: Kulturinitiativen, Gedenkstätten, historische Narrative und das Recht sie zu bewahren standen unter Druck. Fragen nach dem Territorium, den Grenzen und der Wahrnehmung des eigenen Raumes zu stellen, wurde hingegen immer bedeutsamer. Deshalb beschlossen wir, das Thema nicht zurückzustellen und begannen mit der Arbeit.

Ruinen von Belarus ist kein Fotoband geworden, sondern ein Dokument, oder, wenn Sie so wollen, ein Nachschlagewerk zu den Transformationsprozessen in der belarussischen Kulturlandschaft: Kriege, Verluste, Verschwinden oder Veränderung von Erinnerungsorten, aber auch darüber, wie diese Prozesse die Wahrnehmung des kulturellen und historischen Raumes beeinflussen. Im weiteren Sinne erforscht das Projekt die Transformation von Objekten und Erinnerungsorten und wie sich die Wahrnehmung der eigenen Geschichte und Kultur bei den Belaruss:innen entwickelt.


Auf Reisen durch Belarus sieht man im ganzen Land Ruinen von Palästen und anderen historischen Gebäuden. Was verrät dies über die Besonderheiten der belarussischen Geschichte und Kultur?

Die Verwahrlosung des historischen Erbes in Belarus ist nicht nur eine Folge des Geldmangels. Das Architekturerbe wird oft deshalb nicht als Priorität betrachtet, weil einiges davon offiziellen staatlichen Narrativen widerspricht. Um das zu verstehen, muss man den historischen Kontext betrachten. Für die belarussische Gesellschaft war Erinnerung lange Zeit mit Gefahr verbunden. Kriege, die sowjetischen Repressionen, Grenzverschiebungen und wechselnde politische Regime führten dazu, dass die Menschen bestimmte Ereignisse nicht einmal ihren Kindern erzählten. Die Weitergabe der Erinnerung war riskant: Die Vergangenheit, die Familiengeschichte oder der Bezug zu bestimmten Ereignissen zu kennen, konnte zu Verfolgung und Repression führen. In gewisser Weise setzen sich ähnliche Prozesse auch heute fort. So haben bereits mehrere Generationen nicht die Möglichkeit, offen über ihre Geschichte zu sprechen oder sind gezwungen, das Land zu verlassen. Allmählich schwindet die Verbindung zu einem konkreten Ort und das Gefühl der Verbundenheit mit ihm. Dann werden die Ruinen einfach zu Ruinen ohne Kontext. Wie so oft beim Thema Belarus gibt es keine einfachen, eindeutigen Antworten.

In den letzten Jahrzehnten passierte im Bereich der Bewahrung des Architekturerbes sehr viel auf Initiative von Freiwilligen und lokalen Aktivisten. Es gab sogar staatliche Förderprogramme, etwa Zamki Belarusi (dt. Schlösser von Belarus). Manchmal werfen die Ansätze und Ergebnisse im Denkmalschutzbereich aber Fragen auf. Neben den sehr bekannten Objekten gibt es eine große Zahl an Anwesen, Wohngebäuden, Industriebauwerken und anderen historischen Orten, die allmählich verschwinden, woraus sich die Frage ergibt: Welche Geschichte ist es wert, bewahrt zu werden, und welche fällt aus dem Fokus der Aufmerksamkeit?

Manchmal erwerben Aktivisten historische Objekte und versuchen sie zu renovieren, aber diese Arbeit erfordert enorme Ressourcen und findet unter strenger Aufsicht statt. Das Grundstück und die Immobilie darauf bleiben unter voller staatlicher Kontrolle, weil es kein Recht auf privaten Grundbesitz gibt. Das beeinflusst auch langfristige Planungen, nicht nur in Bezug auf historische Objekte, sondern auf Immobilien überhaupt.


Man darf keine Grundstücke besitzen, wird aber vom Staat angehalten, sich um sie zu kümmern?

Immobilienbesitzer sind heute mit zahlreichen Anforderungen an die Erhaltung der Gebäude und des umliegenden Grundstücks konfrontiert. Ein ungepflegtes Grundstück kann zu Strafzahlungen oder gar Beschlagnahmung der Immobilie, Versteigerung oder Abriss führen. Diese Regelungen sind vor allem für Menschen herausfordernd, die etwa aus Altersgründen nicht die Möglichkeit haben, sich persönlich um ihren Besitz zu kümmern. Um das Ausmaß der Kontrollen greifbarer zu machen: Selbst ungemähter Rasen, der höher als 20 Zentimeter steht, kann zu behördlichen Maßnahmen führen. Besonders heute ist das ein großes Problem, da viele Belaruss:innen unfreiwillig im Exil leben.

Ein Mensch kann das Land verlassen, aber sein Haus, der Ort, mit dem die Familiengeschichte und persönliche Erinnerungen verbunden sind, kann in dieser Zeit zwangsversteigert oder alternativ abgerissen werden. Neuesten Daten zufolge wird jede zehnte Immobilie in Belarus inzwischen von russischen Staatsbürgern erworben. Für uns ist das keine abstrakte Frage der bloßen Bewahrung des Architekturerbes, sondern Teil eines viel größeren Problems, nämlich der Möglichkeit des Menschen, die Verbindung zur eigenen Geschichte zu bewahren. Daher erzählt Ruinen von Belarus auch von der heutigen Situation: der Geschichte der abgerissenen oder erschwerten Verbindung der Belaruss:innen zu ihren Erinnerungsorten.


Wie kommt Ihr an die Fotos? 

Die Fotos haben wir zunächst online über einen öffentlichen Aufruf gesammelt, so kamen digitale Kopien aus persönlichen Sammlungen und Privatarchiven zusammen. Dieses Material war der Grundstock und definierte die Bauwerke, mit denen wir dann weiterarbeiteten. Uns war wichtig, dass auf den Fotografien nicht einfach Menschen neben Ruinen abgebildet waren, sondern dass die Menschen bewusst vor diesem Hintergrund posierten. Wir hatten uns nicht vorgenommen, die bekanntesten historischen Objekte von Belarus zusammenzustellen, die Auswahl entstand eher schrittweise, mit dem Material. Bei allen unseren Projekten systematisieren wir nicht einfach das vorhandene Material. Es ist eine Forschung, die sich im Prozess entwickelt und flexibel anpasst. In gewisser Hinsicht teilen wir uns die Autorschaft mit unserem Publikum.

So wurde die Beschreibung der abgebildeten Bauwerke zu einem wichtigen Teil des Projektes. Wir hatten die Fotografien zunächst auf Instagram veröffentlicht, mit kurzen Bildunterschriften und dem Status, zum Beispiel „lost Object“. Daraufhin erhielten wir Fragen aus dem Publikum: Was ist da passiert, wann und warum wurde das Gebäude zerstört? Da kam der Vorschlag meiner Kollegin Asia Chmys, die bei VEHA für die Katalogisierung verantwortlich ist, dass wir die Fotografien um ausführliche historische Angaben zu den Objekten ergänzen. Sie stellte Nachforschungen an und schuf ein Textkorpus zur Architekturgeschichte der Bauwerke aus belarussischer Perspektive. Ein großer Teil der verfügbaren Quellen ist aus russischer, polnischer oder sowjetischer Sicht verfasst. Daher ist Ruinen nicht nur ein Fotoband, sondern auch ein einmaliges (dreisprachiges: belarussisch-, englisch- und polnischsprachiges) Nachschlagewerk zum belarussischen Architekturerbe und der belarussischen Geschichte.

1962, Astroŭski, Rajon Svislač, Woblasz Hrodna. Zinaida Aliaksiejeŭna Karabka, im Hintergrund die Ruine einer Kapelle, die schließlich 1965 abgerissen wurde, um Platz für den Bau eines Sportplatzes an der Palonkajska-Schule zu schaffen. / Foto © Ŭladzimir Karabko, mit freundlicher Genehmigung von Aliaksiej Patapienka, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

1916, Haradzišča, Rajon Baranavičy, Woblasz Brest. Die Ruinen der Stadt; im Hintergrund ist die orthodoxe Dreifaltigkeitskirche zu sehen (erbaut als katholische Kirche der Heiligen Jungfrau Maria vom Rosenkranz, 1863 der orthodoxen Kirche übergeben, im Ersten Weltkrieg beschädigt, in der Zeit unter polnischer Herrschaft den Katholiken zurückgegeben, in der Sowjetzeit als Lagerhaus genutzt, erhalten und heute als katholische Kirche in Betrieb). / Foto © Jaŭhien Mšar, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

1975, Brest. Ein Tourist vor der Ruine des Weißen Palastes der Brester Festung, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde und seit 1971 einen Museumskomplex mit teilweise erhaltenen Überresten der Festung beherbergt). / Foto © Rostislav, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

Links: 1950–1951, Haradzišča, Rajon Baranavičy, Woblasz Brest. Eine Gruppe von Frauen vor dem Tor der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria vom Rosenkranz. Rechts steht Halina Michajlaŭna Simančyk; links sitzt Hanna Herasimaŭna Žak, später verheiratet Sieviertoka. (Die Kirche ist erhalten geblieben; das Tor wurde zerstört). / Foto © Ala Žak, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

Rechts: 1950er/1960er Jahre, Brest. Jugendliche in den Kobrin-Befestigungsanlagen der Brester Festung / Foto © Jaŭhien Mšar, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

1960er Jahre, Brest. Zinaida, Viktar und Hienadź Bierazoŭski vor der Ruine der Brester Festung / Foto © Dzijana Pinčuk, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

1941–1944, Witebsk. Bahnhof (im Zweiten Weltkrieg zerstört) / Foto © Uladzimir Hramovič, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“ 

1941, Witebsk. Die St.-Antonius-Kirche von der Frunse Straße aus gesehen (die Kirche wurde 1961 von der sowjetischen Regierung abgerissen.) / Foto © Uladzimir Hramovič, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

1915–1917, Pastavy, Woblasz Witebsk. Ein junger Mann in der Ruine des Jagdschlosses Mikalajeŭski, in dem die Schule für Parforcejagd untergebracht war – eine Außenstelle der Sankt Petersburger Höheren Offiziersschule für Kavallerie. Das Jagdschloss wurde während der Kämpfe des Ersten Weltkriegs beschädigt und ist nicht mehr erhalten. / Foto © Kastuś Šytal, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

1941,  Rahačoŭ, Woblasz Homel. St.-Alexander-Newski-Kirche (durch Artilleriefeuer beschädigt, nach 1944 endgültig zerstört. / Foto © Uladzimir Hramovič, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“ 

1971, Hrodna. Selbstporträt in der Ruine der Alten Burg. Fotografin: Natallia Doraš / Foto © Natallia Doraš, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“ 

Mitte der 1980er Jahre, Mir, Rajon Kareličy, Woblasz Hrodna. Schloss Mir (erhalten). Fotograf: Siarhiej Afanasienka / Foto © Zmicier Afanasienka, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus.“

März 1987, Navahrudak, Woblasz Hrodna. Eine Gruppe von Menschen vor der St.-Michael-Kirche (die 1948 von den sowjetischen Behörden geschlossen wurde, als Möbellager diente, seit den 1980er Jahren renoviert wird und nun wieder in Betrieb ist). / Foto © Siarhiej Plytkievič, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

Links: 1940er Jahre, Liubča, Rajon Navahrudak, Woblasz Hrodna. Eine Gruppe junger Frauen vor dem Eingangstor des Schlosses Lubča (das im Ersten und Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, teilweise erhalten ist und seit 2003 vor allem dank des Einsatzes von Freiwilligen wieder aufgebaut wird). / Foto © Mikalaj Hrabionkin, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus

Rechts: Navahrudak, Woblasz Hrodna. Ruine des Ščytoŭka-Turms auf der Burg Navahrudak (als Ruine erhalten). Foto © Jaŭhien Mšar, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

1985–1990, Slonim, Hrodna Woblasz. Das Gebäude der Großen Synagoge (geschlossen) und ihrer Nebengebäude, in denen sich Geschäfte befanden. Foto © Alieks Aliean, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruins of Belarus“ 

Links: Kreva, Rajon Smarhoń, Woblasz Hrodna. Schloss Kreŭski (verfiel seit Ende des 18. Jahrhunderts, wurde im Ersten Weltkrieg durch Artilleriefeuer schwer beschädigt, 1929 wurden teilweise Konservierungsarbeiten durchgeführt. Seit 2004 setzen Freiwillige die Denkmalschutzarbeiten fort, seit 2016 teilweise aus dem Staatshaushalt finanziert. / Foto: Fotograf Jury Vasiĺjeŭ. © Hienadź Dubatoŭka, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

Rechts: 1966, Mahilioŭ. Studierende der Fachhochschule für Bauingenieurwesen bei einer Vermessungs-Übung vor der Kulisse der St.-Nikolaus-Kathedrale (1934 geschlossen, als Durchgangshaftanstalt genutzt, später als Buchlager, nach 1991 wiedereröffnet). / Foto © Jafim Čarnahlaz, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

Links: 2. Mai 1956, Mahilioŭ. Mila Jakuboŭskaja mit einer Freundin vor der Ruine der katholischen St.-Antonius-Kirche. Die Kirche wurde nach dem Januarufstand von 1863 geschlossen, zunächst in ein Archiv für Gerichtsakten, später in eine Kirche und ein archäologisches Museum umgewandelt. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt, wurde die Ruine Ende der 1950er Jahre von den sowjetischen Behörden abgerissen. Aus dem Familienalbum von L.I. Jakuboŭskaja, aus den Beständen des kirchlich-archäologischen Amtes des Geistlichen und Pädagogischen Zentrums der Diözese Mahilioŭ. Foto © Liudmila Hryšanava, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

Rechts: Um 1985, Mir, Rajon Kareličy, Woblasz Hrodna. Voĺha Pčolka (geb. Jasiuk) im Schloss Mir. / Foto © Lesia Pčolka, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

1944, Mahiliou. Soldaten vor der Ruine der Dreikönigskirche (die seit den 1920er Jahren das Zentralarchiv der Belarussischen Sozialistischen Sowjetrepublik beherbergte und nach dem Zweiten Weltkrieg endgültig abgerissen wurde). / Foto © Jaŭhien Mšar, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

Links: 1990er Jahre, Ziembin, Rajon Barysaŭ, Woblasz Minsk. Touristen aus Barysaŭ bei der Ruine der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt. (1932 wurde sie von den sowjetischen Behörden geschlossen, verfiel nach und nach; 2022 stürzte eine Mauer ein, woraufhin der Giebel der Kirche abgetragen wurde.) / Foto © Lesia Pčolka, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

Rechts: Um 1955, Ravaničy, Rajon Červień, Woblasz Minsk. Aliaksandr Najdovič mit einem Freund in der Nähe der Ruine der Antonius-von-Padua-Kirche (die in einem verfallenen Zustand erhalten geblieben ist). / Foto © Stanislava Najdovič, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“

1976, Rudnia, Rajon Valožyn, Minsk Woblasz. Die Tochter des Fotografen vor dem Fotolabor von Graf Bieniedykt Tyškievič auf dem Landgut Vialaja (das sich heute in einem verfallenen Zustand befindet). / Fotograf: Raman Chacialovič, Foto © Uladzimir Sadoŭski, VEHA-Archiv, Sammlung „Ruinen von Belarus“