Bei dem großen Gefangenenaustausch am Donnerstag kamen auch bekannte Gesichter der russischen Opposition frei. Derweil fehlt von den Anführerinnen des Aufstands gegen das Lukaschenko-Regime weiter jede Spur. Wie konnte Belarus einfach übergangen werden? Zwei Stimmen aus dem Exil.
Uladsimir Njakljajeu gehört zu den bekanntesten zeitgenössischen belarussischen Literaten. In seinem Essay für unser Projekt Spurensuche in der Zukunft beschäftigt sich Njakljajeu, der 2010 bei den Präsidentschaftswahlen kandidierte, mit der Frage, ob der Einsatz der Belarussen für die Unabhängigkeit nicht hätte viel früher kommen müssen.
Die belarussische Demokratiebewegung befinde sich in einem Dilemma, schreibt der Politanalyst Artyom Shraibman. Einerseits sei sie klar demokratischen Freiheiten verpflichtet und habe den Anspruch, alle Belarussen zu vertreten. Andererseits erreiche sie viele Belarussen im Land selbst mit ihren Forderungen nicht.
Seit zwei Jahren reist der Fotograf Ludwig Nikulski immer wieder an die Grenzen der Ukraine. Mit seiner Kamera beobachtet er, wie der Krieg das Grenzland verändert, das diesen Krieg vom Rest Europas trennt.
Die ukrainische Nationalmannschaft bei der EM: Der Fußball in der Ukraine erlebt trotz des Krieges einen kleinen Aufschwung, auch dank zweier alter Bekannter. Eine Analyse von Yuriy Konkevych.
Die Wahlen zum Koordinationsrat der belarussischen Opposition sind gelaufen. Mit einer sehr geringen Wahlbeteiligung. Welchen Sinn machen solche Abstimmungen unter den Bedingungen von Exil, Verfolgung und Repression? Eine Auswahl von Stimmen zur aktuellen Debatte.
Für Belarussen ist der Wald ein Ort der Mythen, der Erholung oder kriegerischer Auseinandersetzungen. Die Initiative VEHA geht dieser Beziehung in einem Fotoprojekt auf den Grund. Wir haben mit der Kuratorin des Projektes gesprochen und zeigen eine Auswahl von Bildern.