Medien
Gnose Belarus

Jewgeni Perlin

Jewgeni Perlin (geb. 1990, belarussisch: Jauhen Perlin) ist ein populärer belarussischer Moderator. Von 2014 bis 2020 moderierte er auf dem Staatssender Belarus 1 die Morgenshow Dobrai ranizy, Belarus (dt. Guten Morgen, Belarus) und  ab 2018 auch die erste belarussische Late Night-Show Makajonka, 9. Aufgrund der Wahlfälschungen und den anschließenden Repressionen kündigte er am 12. August 2020 öffentlichkeitswirksam seinen Job; er betreibt nun den Youtube-Kanal Perlin Show.

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Igor Leschtschenja

Igor Leschtschenja (geb. 1967, belarussisch: Ihar Ljaschtschenja) ist ein ehemaliger belarussischer Diplomat. Er war Mitarbeiter der sowjetischen und ab 1991 der russischen Botschaft in Ägypten, seit 1994 war er im diplomatischen Dienst der Republik Belarus tätig. 2016 wurde er Botschafter in der Slowakei. Nach den Wahlfälschungen im August 2020 solidarisierte er sich in einer Videobotschaft mit den Protestierenden und kritisierte Präsident Lukaschenko. Zwei Tage später reichte er seinen Rücktritt ein.

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Grigori Asarjonok

Grigori Asarjonok (geb. 1994, belarussisch: Ryhor Asarjonak) ist ein belarussischer Regisseur und Fernsehmoderator, der für seine reißerischen und diffamierenden Kommentare bekannt ist. Er ist der Sohn des Journalisten und Medienfunktionärs Juri Asarjonok. Grigori Asarjonok moderiert seit Herbst 2020 auf dem Sender CTV die Sendungen Tainyje prushiny politiki (dt. Geheimen Triebfedern der Politik) und Orden Iudy (Der Judas-Orden). Im Januar 2021 war er unter den Journalisten, die von Präsident Lukaschenko für „ihre Professionalität und ihren persönlichen Beitrag zur Entwicklung der staatlichen Informationspolitik sowie des nationalen Journalismus“ ausgezeichnet wurden.

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Die Belarussische Volksrepublik

Zwischen dem Zerfall des Zarenreiches und der Gründung einer belarussischen Sowjetrepublik wurde 1918 in Minsk eine unabhängige Republik ausgerufen. Doch das Projekt scheiterte. Die Republik verfügte weder über ein festumrissenes Territorium noch eine eigene Verfassung und nach nicht einmal einem Jahr mussten ihre Vertreter Belarus verlassen. Thomas M. Bohn über die Belarussische Volksrepublik und ihre Bedeutung für die heutige Opposition.

Gnose Belarus

Die moderne belarussische Sprache

In den vergangenen 200 Jahren hinderten unterschiedliche Herrschaftsbereiche und politische Systeme die moderne belarussische Sprache daran, sich durchzusetzen. Sie wurde unterdrückt und an den Rand gedrängt. Heute ist sie eine der beiden Amtssprachen der Republik Belarus. Dennoch wird sie nur von wenigen Menschen im Alltag gesprochen. Warum ist das so? Eine Gnose von Jan Patrick Zeller über eine Sprache mit bewegter Vergangenheit und großem aktuellen Symbolwert.

Gnose Belarus

Die Beziehungen zwischen Belarus und Russland seit 1991

Seit ihrer Unabhängigkeit 1991 unterhält die Republik Belarus enge politische, wirtschaftliche und militärische Beziehungen zu Russland. Und auch für den großen östlichen Nachbarn ist Belarus der zentrale regionale Verbündete. Dennoch sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern alles andere als harmonisch, was auch an ihren Machthabern liegt. Eine Gnose von Nadja Douglas.

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Gnose

Dimitri Prigow

von Ada Raev

Angetrieben von intellektueller Rastlosigkeit und einem untrüglichen Sinn für das Absurde war er seiner Zeit voraus und allzeit bereit für ästhetische und politische Grenzüberschreitungen. Ada Raev über „das multimediale Projekt Dimitri Alexandrowitsch Prigow“ und seinen Schöpfer, der am 5. November dieses Jahres seinen 80. Geburtstag gefeiert hätte.

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Iwan Bunin

Bunin lesen kann süchtig machen. Was aber macht die Faszination aus, die immer noch von diesem Autor ausgeht? Zum 150. Jubiläum des Schriftstellers porträtiert Thomas Grob den ersten Russen, der den Nobelpreis für Literatur bekommen hat.

Gnose

Ilja Chrshanowski

Ilja Chrshanowski provoziert. Etwa damit, dass er in Berlin die Mauer wieder temporär errichten wollte. Der Regisseur inszeniert und seziert menschliches Verhalten in extremen existentiellen Situationen, um die Wirkmechanismen totalitärer Systeme „erlebbar“ zu machen. Eva Binder stellt ihn und sein Werk vor.

Gnose

Umweltpolitik

Der Machtantritt Putins leitete das Ende von Umweltbewegungen in Russland ein. Dabei galten diese nicht nur in den 1990er Jahren, sondern auch während der Perestroika als die effektivsten sozialen Protestbewegungen im Land. Heute wächst das Umweltbewusstsein spürbar, auch in der Politik gilt der Klimawandel neuerdings als Bedrohung.

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Viktor Zoi

Am 15. August vor 30 Jahren kam Viktor Zoi bei einem Autounfall ums Leben. Schon damals war er ein Idol der sowjetischen Jugend in der Zeit der großen Veränderungen. Der Erinnerungskult um ihn hält aber bis heute an. Seine Lieder, in denen er die Wende in der Sowjetunion anstrebte, sind noch immer Hymnen der Veränderungen in vielen postsowjetischen Ländern, nicht zuletzt in Belarus 2020. Ingo Grabowsky über den mythenumwobenen Rockstar, den sein Tod gleichsam unsterblich machte. 

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Moskau 1980: Die Olympischen Sommerspiele

Die Olympischen Spiele waren niemals frei von der Spannung zwischen sportlichem Geist und politischer Vereinnahmung. Die Olympiade in Moskau 1980 stellte in dieser Hinsicht jedoch eine irreversible Zäsur dar. Nikolaus Katzer über die Moskauer Spiele, den „westlichen“ Boykott und die weitreichenden Folgen für den Weltsport.

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Der Vertrag über den Offenen Himmel

Die internationale Rüstungskontrolle steckt in der Krise: Der jüngst angekündigte US-Ausstieg aus dem Open Skies Vertrag bedeutet einen weiteren Schlag gegen die Vertrauensbildung zwischen NATO und Russland. Und bringt die EU-Staaten in eine Zwickmühle. 

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Wladimir Wyssozki

Er brauchte keinen Textdichter, keinen Komponisten, kein Orchester, keine Scheinwerfer, keine Bühne. Was er brauchte, war eine Gitarre, die Augen der ZuhörerInnen und seine Stimme. Heinrich Pfandl über Wladimir Wyssozki – der vor 40 Jahren verstorben ist.

Gnose

Russlands Arktispolitik

Russland erhebt den geopolitischen Anspruch auf rund 40 Prozent der gesamten Arktis. Dabei geht es dem Kreml vor allem um Rohstoffe, die dort vermutet werden. Umweltschutz spielt in der russischen Arktispolitik allerdings kaum eine Rolle. 

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Gulag-Literatur

Literarische Zeugnisse der politischen Repression: Niedergeschriebene Erinnerungen – nicht nur von berühmten Autoren wie Solschenizyn und Schalamow – benennen das erlittene Unrecht in der Sowjetunion. Sie sind außerdem auch wichtige historische Quellen und gelten heute an russischen Schulen teilweise als Pflichtlektüre. 

DER LETZTE WINTER DER SOWJETUNION, Michael Kerstgens (All rights reserved)