In zehn Jahren ist Russlands Gesetz gegen „unerwünschte Organisationen“ zu einem mächtigen Repressionsinstrument gegen Zivilgesellschaften im In- und Ausland geworden. In letzter Zeit versucht Moskau damit zunehmend, die Arbeit ukrainischer NGOs zu verhindern, die russische Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Gebieten dokumentieren.
Die EHU in Vilnius ist Zufluchtsstätte und Ausbildungsmodell für junge Belarussen und Lehrkräfte, die nach westlichen Standards studieren und arbeiten wollen. Nun attackiert das Lukaschenko-Regime die Hochschule und kriminalisiert damit Studierende. Was sagen Betroffene?
Wie man eine langjährige Isolationshaft überlebt, welche Rolle das Lesen dabei spielt und wie man ein Buch aus dem Gefängnis schmuggelt. Ein Interview mit dem Anwalt und Autor Maxim Znak, der 2021 in Belarus zu zehn Jahren Haft verurteilt und im Dezember 2025 freigelassen, dann aber aus seiner Heimat zwangsdeportiert wurde.
2026 könnten sich die wirtschaftlichen und damit politischen Schwierigkeiten in Belarus auf mehreren Ebenen zuspitzen. Die Journalistin Olga Loiko umreißt die wichtigsten Herausforderungen, die Lukaschenko ernsthaft Kopfschmerzen bereiten sollten.
Das belarussische Regime hat 2026 zum „Jahr der Frauen” erklärt. Dabei werden Frauen gerade unter Lukaschenko weggesperrt, außer Landes getrieben und auf alte Rollenbilder reduziert. Ein wütender Aufschrei der Journalistin Olga Loiko.
In einem Interview fordert Maria Kolesnikowa die EU auf, mit dem Regime in Belarus zu verhandeln. Ist dies realistisch? Waleri Karbalewitsch mit einer Einschätzung.
Wie funktioniert Lukaschenkos Staatspropaganda? Wie hat sie sich in den letzten Jahren entwickelt? Welche Rolle spielt Russland dabei? Der Experte Pavlyuk Bykovsky liefert Erklärungen, die auch helfen, generelle Funktionsweisen von Propaganda und Desinformation zu verstehen.
In seinem Essay für unser Projekt „Spurensuche in der Zukunft” erkundet der Schriftsteller Pawel Antipow seine Geschichte auf der Suche nach Bruchstellen und Leitlinien, die in die Zukunft von Belarus weisen.
Neunmal innerhalb von drei Jahren wurde ein 73-jähriger Belarusse vor Gericht gestellt und wegen seiner Posts und Kommentare in Sozialen Medien zu zahlreichen Haft- und Geldstrafen verurteilt.