„In Russland haben sie Orwell ein Denkmal gesetzt – Echt, wo denn? – Na ja, praktisch überall.“ Sozialanthropologin Alexandra Archipowa hat mit dem Medium Cherta über Inhalt und Funktion von Galgenhumor in Kriegszeiten gesprochen.
Am 9. Oktober 2026 eröffnete in München das Kulturfestival „Minsk x Minga“ mit einer Diskussion zur Lage der Menschenrechte in Belarus, mit dabei der Friedensnobelpreisträger Ales Bialiatski. dekoder hat persönlich mit ihm gesprochen: über seine Haft, den Kampf für die Demokratie in Belarus und den Wert von Freiheit.
Russische und belarussische Behörden verfügen über weitreichende Mittel, private Smartphones zu durchleuchten. Meduza liefert eine praktische Checkliste für ein unverfängliches Handy.
Russland hat den Oppositionellen Lew Schlosberg zu elf Jahren Haft verurteilt. Sein Schlusswort vor dem Gericht in Pskow verärgert nicht nur die Richterin, sondern irritiert auch die kriegskritische Öffentlichkeit.
Dumawahlen waren im Putinismus schon immer ein wirkungsloses Spektakel. Diesmal aber macht der Kreml sie gezielt zur Farce, um Menschen von den Wahlurnen fernzuhalten. Was steckt hinter diesem destruktiven Vorgehen?
Maria Tschadina ist eine Kriegspropagandistin der neuen Generation. Die typische Krawalligkeit russischer TV-Propagandisten ist ihr fremd, auf Insta will die Influencerin den Krieg glamourös und cool machen.
Das Volk der Samen verliert seine Menschen, sein Land und seine Sprachen. Versuche zur Bewahrung der indigenen Identität werden von russischen Behörden als Separatismus verfolgt.
Das Lukaschenko-Regime steckt nicht nur belarussische Staatsbürger aus politischen Gründen in seine Gefängnisse, sondern auch Ausländer. Laut Menschenrechtszentrum Wjasna über 100 seit 2020, darunter auch ukrainische Staatsbürger. Zmina verfolgt aufmerksam deren Schicksal.
Russische Schüler:innen sollen im Fach „Familienkunde“ ein patriarchales Familienideal verinnerlichen: Ein Schulbuch lehrt Antifeminismus und schlägt den „Domostroj“ vor – einen Verhaltenskodex aus dem 16. Jahrhundert.
Mithilfe von transnationalen Repressionen setzen autoritäre Regime Dissidenten auch jenseits der Landesgrenzen unter Druck. Ein Interview mit dem Menschenrechtsanwalt Oleg Agejew über eine wenig bekannte, aber scharfe Form der Verfolgung.