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Wladimir Solowjow

„ … die wichtigste Aufgabe, für die wir auf dieser Erde existieren und für die allein wir leben können, ist der Kampf für die Gerechtigkeit, für das, was richtig ist. Und richtig ist, wenn du keinen bettelarmen Nachbarn hast, [...] weil du ihm zu essen gegeben hast.“1 Dieser moralische Appell kommt von einem der bekanntesten und zugleich kontroversesten Fernsehmoderatoren Russlands: Wladimir Solowjow. In seinen Sendungen verurteilt der Entertainer immer wieder ausdrücklich die KorruptionKorruption ist in Russland weit verbreitet – sowohl in Politik und Wirtschaft als auch im Alltagsleben. Korruption, die nicht zuletzt durch niedrige Gehälter befördert wird, kommt in zahlreichen Variationen vor: gegenseitige Gefälligkeiten, Tausch unter der Hand, Abzweigung staatlicher Mittel, Bestechungsgelder und vieles mehr. Da die Korruption systemischen Charakter angenommen hat, ist vorerst nicht damit zu rechnen, dass sie wirksam bekämpft werden kann.2, in einem seiner Bücher nennt er Russland gar ein Reich der KorruptionFür die Bezeichnung von Korruption gibt es im Russischen verschiedene Begriffe. Viele kommen aus Jargon und Umgangssprache, wie etwa wsjatka, sanos, otkat, administrative Ressource und viele andere. Dass es so vielfältige Bezeichnungen für korrupte Verhaltensweisen gibt, ist eng mit den sozialen Praktiken und ideellen Einstellungen in der Sowjetepoche und den ersten drei Jahrzehnten nach dem Zerfall der UdSSR verbunden..3 Dennoch bezeichnete er russische BürgerInnen, die dem Protest-Aufruf des Oppositionspolitikers NawalnyAlexej Nawalny ist einer der bekanntesten Oppositionspolitiker und Aktivisten Russlands, der die staatliche Elite in seinen Veröffentlichungen regelmäßig mit schwerwiegenden Vorwürfen zu Korruption und Machtmissbrauch konfrontiert. Er gilt als einer der schärfsten Kritiker Wladimir Putins. am 12. Juli 2017 in Moskau gefolgt waren, als „eine Menge von Assis“, „protzige Arschlöcher“ und „ewige zwei Prozent Scheiße“.4

Durch seine Arbeit als Talkmaster beim staatlichen Fernsehsender Rossija-1Ein staatlicher Fernsehsender, der zusätzlich zu seinem Hauptprogramm noch 80 Regionalsender unterhält. Er gehört zur Allrussischen Staatlichen Fernseh- und Radiogesellschaft (WGTRK). ist Solowjow es gewohnt zu provozieren, als Schiedsrichter aufzutreten und die journalistische Objektivität anderer, vorrangig westlicher Journalisten, anzuzweifeln.

Bekannt für seinen durchdringenden Blick und seinen eigentümlichen Kleidungsstil – Moderator Wladimir Solowjow / Foto © kremlin.ru/wikimedia unter CC BY-SA 4.0

Zunächst wies nichts auf eine journalistische Karriere Solowjows hin: 1963 in Moskau geboren, wollte Wladimir Solowjow zuerst an der Moskauer Ingenieur- und Physikhochschule studieren, wo er nach eigenen Angaben aufgrund seiner jüdischen Abstammung nicht aufgenommen wurde.5 Schließlich absolvierte er sein Studium zum Hütteningenieur am Moskauer Institut für Stahl und Legierungen mit Auszeichnung. Im Anschluss daran promovierte er am Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen an der sowjetischen Akademie der Wissenschaften in Moskau.

Anfang der 1990er JahreDie 1990er Jahre waren in Russland ein Jahrzehnt des radikalen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbruchs. Demokratischer Aufbruch einerseits und wirtschaftlicher Niedergang andererseits prägten die Zeit nach dem Zerfall der Sowjetunion. zog er in die USA und unterrichtete ein Semester lang Ökonomie an der Universität in Alabama. Dort engagierte er sich auch politisch, indem er Geld und Unterschriften für George Bush senior sammelte.6 Nach seinem zweijährigen Aufenthalt in den USA kehrte er nach Russland zurück, wurde als Unternehmer tätig und betrieb beispielsweise eine Firma, die Lichttechnik für Diskotheken herstellte.7

Vom Unternehmer zum TV-Moderator

Seine Medienkarriere begann Solowjow – mittlerweile Vater von acht Kindern – 1997, und zwar beim Radio. Von Beginn an spezialisierte er sich vor allem auf Interviews sowie auf politische Talkshows. So moderierte er bereits ab 1999 zusammen mit Alexander GordonAlexander Gordon (*1964) ist ein bekannter russischer Fernseh- und Radiomoderator. Er ist Gründer des Moskauer Instituts für Fernsehen und Radio „Ostankino“ und Erfinder und Moderator diverser TV-Formate. In Umfragen wird er regelmäßig als einer der gegenwärtig besten Fernsehmacher Russlands bewertet. die Talkshow Prozess auf ORT. Gleichzeitig war er Moderator der Sendung Strasti po Solowjowu (dt. Die Solowjow-Passion) auf TNTTNT ist einer von fünf quotenstärksten TV-Kanälen Russlands. Er wurde 1998 gegründet und ging 2001 in der Holding Gazprom-Media auf, dem größten russischen Medienkonzern mit Sitz in Moskau. Die Zielgruppe von TNT sind vor allem Fernsehzuschauer im Alter von 14 bis 44 Jahren., in der er Politiker und Kulturschaffende interviewte. 
Es folgten weitere Talkshows auf den Sendern TV-6TV-6 war einer der ersten privaten Fernsehkanäle Russlands. Er sendete zwischen 1993 und 2002 und gehörte zur Mediengruppe Boris Beresowskis (1946-2013). Dieser gelangte während der Privatisierungen der 1990er Jahre durch Verbindungen in die Politik zu enormem Reichtum. Beresowski besaß mehrere Medien, die er auch zur politischen Einflussnahme nutzte. Zunächst ein enger Vertrauter Jelzins und Unterstützer Putins, kritisierte er Putin ab dem Jahr 2000 für autoritäre Tendenzen. Laut Beobachtern soll der Kanal TV-6 vor allem wegen dieser Kritik geschlossen worden sein. und NTWNTW ist einer der quotenstärksten TV-Kanäle Russlands. Er besteht seit 1993 und gehörte bis 2001 zur Holding des damailigen Medienmagnaten Boris Beresowski (1946-2013). Dieser nutzte seine Medien auch zur politischen Einflussnahme. Vor allem NTW, das für viele als anspruchsvoll und innovativ galt, entwickelte sich zu einer Art Sprachrohr von Beresowski, der damit auch die autoritäre Konsolidierung unter Putin kritisierte. Laut Beobachtern soll NTW 2001 vor allem wegen dieser Kritik von der staatsnahen Holding Gazprom-Media übernommen worden sein.. Für seine Interviews, unter anderem mit George W. Bush, wurde er 2005 mit dem wichtigsten russischen TV-Preis TEFI als bester Interviewer ausgezeichnet. Für seine Sendungen jedoch erntete Solowjow teilweise Kritik, da darin immer wieder dieselben Personen auftraten.

Auch er selbst war nicht unumstritten. Im Winter 2008/2009 schadeten Werbekampagnen seinem Image: Unter anderem warb er im Internet für die „Kabbalaschule von Wladimir Solowjow“ und für „Magenballons“, mithilfe derer er abgenommen haben soll.8

2017 geriet Solowjow, nachdem er die Demonstrierenden am 12. Juni 2017 unter anderem als „Kinder von Korrumpierten“ bezeichnet hatte, selbst in einen Korruptionsskandal: Ihm wurde vorgeworfen, Aufträge über einige hundert Millionen Rubel von der Sberbank für „Beratertätigkeiten“ angenommen zu haben. Diese sollen nicht dokumentiert und mutmaßlich mit Hilfe des Ehemanns seiner Tochter beschlossen worden sein.9 Zudem wurde ihm seine Leidenschaft für Immobilien zum Verhängnis: Er besitzt mehrere Häuser und Wohnungen im Wert von über 40 Millionen Dollar – was angesichts seiner relativ niedrigen Einkünfte als ein Hinweis auf Korruption gedeutet wurde.10

Talkmaster und Manipulator

Seit 2010 moderiert Solowjow die Sendung Polni kontakt (dt. Vollkontakt) beim Radiosender Vesti-FM und arbeitet beim staatlichen Fernsehsender Rossija-1. Als Moderator einiger Sendungen, vor allem der quotenstarken Talkshow (Woskresni) Wetscher s Wladimirom Solowjowym (dt. (Sonntag-)Abend mit Wladimir Solowjow) ist er im russischen Fernsehen sehr präsent.

In seinen Sendungen agiert er wie ein Schiedsrichter und betont gerne, dass er selbst bestimmt, worüber die Gäste reden. Diese Rolle spiegelt sich auch in den Namen seiner Sendungen wider: Neben Vollkontakt moderiert er seit 2002 die politische Talkshow Pojedinok (dt. Duell) – ein Fernsehduell nach dem Beispiel von Wahlkampfdebatten.11

Solowjow hat einen eigentümlichen Kleidungsstil: Meistens trägt er ein schwarzes oder sehr dunkles Hemd oder einen sogenannten FrentschAls Frentsch wird eine Feldjacke mit weichem Halskragen und großen aufgesetzten Taschen auf der Brust bezeichnet. Solche Jacken wurden in den 1920er bis 1940er Jahren von Führungskorps der Roten Armee getragen. Zurzeit wird dieses Kleidungsstück vor allem mit der Persönlichkeit Stalins assoziiert. Er trug diese Jacke meist zu offiziellen Anlässen. Benannt wurde sie nach dem britischen Militärführer John Denton Pinkstone French (1852-1925)., bis zum Hals zugeknöpft, und weite schwarze Hosen. Seine schwarz-grauen Haare sind stets kurz geschoren, und sein durchdringender Blick in die Kamera wird von vielen als streng und bedeutungsschwer empfunden.

In seinen Talkshows, in denen der Fokus auf den aktuellsten Themen der vergangenen Woche liegt, zeigen sich die Eloquenz, die Ironie und der Zynismus des Moderators. Solowjow versteht es, die jeweiligen KontrahentInnen in seinen Sendungen zu provozieren, mit Hilfe von Wortspielen liberal gesinnte Teilnehmer geschickt zu diffamieren, und er liebt es zu polarisieren.12 In seinen Büchern und Sendungen tritt er als Vertreter traditionell-konservativer und patriotischer Werte auf.13 Wenn nötig, legt er seinen Gästen auch Sätze in den Mund, die sie gar nicht gesagt haben und manipuliert damit gekonnt das Bewusstsein des Publikums.14

Solowjows Feindbilder

Zielscheibe in seinen Sendungen sind die Liberalen„Liberal“ kann in der russischen Sprache heute vieles bedeuten. Der Begriff hat mehrere Wandlungen durchgemacht und ist nun zumeist negativ besetzt. Oft wird er verwendet, um Menschen vorzuwerfen, sie seien unfähig, schwach und widersetzten sich dem Staat nur, weil sie zu nichts anderem in der Lage seien. Das liberale Credo vom Schutz der Menschen- und Eigentumsrechte, so heißt es oft, lenke davon ab, dass unter liberaler Führung der Staat zugrunde gehen würde. und der Westen. Darüber hinaus werden in seinem Buch Wragi Rossii (dt. Feinde Russlands), das 2011 erschien, weitere Feindbilder deutlich: Oppositionspolitiker wie der ermordete Boris NemzowBoris Nemzow war einer der bekanntesten Politiker Russlands und galt als scharfer Kritiker Wladimir Putins. In zahlreichen Publikationen machte er auf Misswirtschaft und Korruption in Russland aufmerksam, was ihm viele einflussreiche Gegner einbrachte. Ende Februar 2015 wurde Nemzow in der Nähe des Kreml erschossen. Im Juni 2017 wurden fünf Tschetschenen wegen Mordes verurteilt. Das Urteil ist umstritten, da unklar bleibt, wer die Auftraggeber der Verurteilten sind., Eduard LimonowEin russischer Schriftsteller, Nationalist (geb. 1943) und Gründer der verbotenen Nationalbolschewistischen Partei. Seit den frühen 1990er Jahren ist er in der radikalen nationalistisch-kommunistischen Bewegung aktiv, arbeitet in dem Projekt Anderes Russland aber auch mit gemäßigten Oppositionskräften zusammen. Er war an der Organisation vieler Proteste beteiligt, so an den Märschen der Unzufriedenen und der Strategie-31 zur Verteidigung der Versammlungsfreiheit. Limonows Romane und seine Publizistik erhielten Literaturpreise, sind jedoch auch als Gegenstände gesellschaftlicher Skandale bekannt geworden. oder Garri KasparowEin Schachgroßmeister, mehrfacher Weltmeister und radikaler Putinkritiker (geb. 1963). Er gründete 2006 eine oppositionelle Dachorganisation (Das andere Russland), der sowohl Nationalisten als auch linksradikale Gruppen angehören. Im Jahr 2007 konnte er seine Präsidentschaftskandidatur wegen formaler Fehler bei der Registrierung nicht fortsetzen. stehen in einer Reihe mit OligarchenAls Oligarchen werden Großunternehmer bezeichnet, die starken Einfluss auf die Politik nehmen. In Russland, aber auch in anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion, in denen Wirtschaft und Politik sehr eng verwoben sind, stellen sie ein zentrales Charakteristikum des politischen Systems dar., korrupten Beamten, Nationalisten und PädophilenIn der russischen Umgangssprache sind die Wörter „Pädophiler“ (pedofil) und „Homosexueller“ (vulgär: pederast, pidoras) in ihrer Bedeutung und Verwendung vermischt und werden oft als Synonyme verwendet. Auch im Titel des viel diskutierten Gesetzes zum „Verbot von Propaganda der Homosexualität und Pädophilie unter Minderjährigen“ werden sie nebeneinander gebraucht..15

Solowjow ist einer der Journalisten, die die Politik des Kreml stets unterstützen. So erhielt er bereits einige Auszeichnungen, unter anderem 2014 den Alexander-NewskiAls Fürst von Nowgorod errang Alexander Jaroslawitsch „Newski“ im 13. Jahrhundert wichtige militärische Siege gegen Schweden und den Deutschen Orden. Diese Erfolge begründeten die Verehrung, die ihm bis heute in Russland zuteil wird. Von der Orthodoxen Kirche heiliggesprochen, tilgten die Bolschewiki zunächst die Erinnerung an ihn aus der Geschichte, bis er als nationale Identifikationsfigur unter Stalin in den 1930er Jahren wieder rehabilitiert wurde.-Orden für „hohe Professionalität und Objektivität in der Berichterstattung über die Republik KrimAls Krim-Annexion wird die einseitige Eingliederung der sich über die gleichnamige Halbinsel erstreckenden ukrainischen Gebietskörperschaft der Autonomen Republik Krim in die Russische Föderation bezeichnet. Seit der im Frühjahr 2014 erfolgten Annexion der Krim ist die Halbinsel de facto Teil Russlands, de jure jedoch ukrainisches Staatsgebiet und somit Gegenstand eines ungelösten Konfliktes zwischen der Ukraine und Russland.“.16
Auch seine Einstellung zum Ukraine-KriegDer Krieg im Osten der Ukraine ist eine militärische Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und den selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk. Die Ukraine wirft dem Nachbarland Russland vor, die Rebellen mit Personal und Waffen zu unterstützen, was Russland bestreitet. Der Krieg kostete bereits etwa 10.000 Menschen das Leben. Eine anhaltende Waffenruhe konnte trotz internationaler Vermittlungsbemühungen bisher nicht erreicht werden.    stimmt mit dem offiziellen Tenor überein. Er vertritt die Meinung, dass „in NoworossijaAls Noworossija (dt. Neurussland) wird derzeit von russischer Seite häufig der Südosten der Ukraine bezeichnet. Der Begriff wird auf unterschiedliche Gebiete angewendet, meistens werden aber darunter Territorien verstanden, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter Katharina der Großen durch Russland erobert wurden. Im Zuge der Ukraine-Krise begannen die russischen Unterstützer der Separatisten diesen Begriff zu benutzen, um die sich abspaltenden Gebiete zu bezeichnen und diesen eine stärkere russische Identität zu verleihen. Antifaschisten gegen Faschisten kämpfen“.17 Wegen dieser Haltung steht er seit 2014 auf der Sanktionsliste der Ukraine.

Höhepunkt in der Karriere von Wladimir Solowjow waren zwei Exklusiv-Interviews mit dem russischen Präsidenten, die er 2015 führte. Eines davon wurde Teil des propagandistischen Dokumentarfilms Präsident.18 In diesem Film behauptet Solowjow zweieinhalb Stunden lang mit donnerndem Pathos, dass Russland unter Putins langjähriger Präsidentschaft wieder zu einer Großmacht geworden sei.

Multitalent und Verwandlungskünstler

Gelegentlich tritt Solowjow auch als Film- und Theaterschauspieler sowie als Sänger auf – er gab bereits zwei Soloalben heraus.19 Außerdem ist er Autor mehrerer Bücher zu gesellschaftlichen und politischen Themen, wie beispielsweise dem 2009 erschienenen Buch My – Russkije! S nami Bog! (dt. Wir sind Russen! Gott ist mit uns!). Neben seinen künstlerischen Aktivitäten ist Solowjow auch sportlich umtriebig: Er spielt in der Fußballmannschaft der russischen Regierung, hat den schwarzen Gürtel in Karate und interessiert sich für Bodybuilding und Autos.20

Mittlerweile zählt Solowjow neben Dimitri KisseljowDer Journalist Dimitri Kisseljow spielt in dem gelenkten russischen Staatsjournalismus eine zentrale Rolle. 2008 wurde er Vizedirektor der staatlichen Medienholding WGTRK. Seit 2014 leitet er die staatliche Nachrichtenagentur Rossija Sewodnja. zu den effektivsten und einflussreichsten Akteuren der russischen Medienwelt. Dabei wird er sehr kontrovers beurteilt: Einerseits tut er sich durch scharfe Polarisierungen und Provokationen hervor, er diffamiert öffentlich gerne sogenannte „Feinde“. Andererseits appelliert er oft an die Gerechtigkeit und das Gewissen und traut sich, auch dem Präsidenten unbequeme Fragen zu stellen.21 Zudem gibt er sich zwar antinationalistisch, bezeichnet sich aber zugleich als „russischen Patrioten“. Wegen dieser Anpassungsfähigkeit und Vielseitigkeit sprechen viele von Solowjow als einem „Chamäleon“.22


1.Vsoloviev.ru: My russkie! S nami Bog
2.vgl. Vsoloviev.ru: Kniga: Imperija korrupcii
3.Solov’ev, Vladimir (2012): Imperija korrupcii: Territorija russkoj nacional’noj igry, Moskau
4.Radiovesti.ru: Bunt mažoro
5.Lenta.ru: Solov’ev, Vladimir
6.Ebenda
7.vgl. 24smi.org: Vladimir Solov’ev
8.vgl. Lenta.ru: Solov’ev, Vladimir
9.vgl. Noodleremover.news: Veduščij Vladimir Solov’ev, reklamno-kollektorskoe agentstvo Sberbanka
10.Moscow-post.ru: O sravnitel’no čestnych sposobach zarabatyvanija deneg V. Solov’evym
11.In den ersten zwei Jahren lief die Show auf TVS, 2003 bis 2009 wurde sie unter dem Namen K bareru! (dt. Zur Barriere! – eine Anspielung auf die Barriere beim Schießen) auf NTW ausgestrahlt. Seit 2010 läuft die Talkshow wieder unter dem Titel Poedinok (dt. Duell) auf Rossija-1.
12.So charakterisierte Solov'ev beispielsweise am Ende der Sendung Poedinok vom 04.04.2014 die Kluft zwischen den westlichen und russischen Werten folgendermaßen: „Im Westen sind die Werte oftmals Geilheit und Lust, und in Russland sind die Werte die Abstammung und der Staat.“
13.vgl. Vsoloviev.ru: Istorija v real´nom vremeni
14.vgl. Čerepova (2015): Rol´ televisionnych političeskich tok-šou v propagande novoj rossijskoj ideologii, in: Žurnalistskij ežegodnik, S. 56
15.Krupaspb.ru: Tjomnye sily nas zlobno gnetut …
16.vgl. Vedomosti.ru: Za vzjatie Kryma
17.vgl. Argumenty i fakty: Logika zverja
18.vgl. Radiovesti.ru: Interv’ju s Prezidentom - Olimpiada dlja žurnalista
19.Solov’inye treli (dt. Nachtigallenschlager, eine Anspielung auf seinen Nachnamen Solov’jev, abgeleitet von Nachtigall) und Volšebnik (dt. Der Zauberer)
20. Jourdoum.ru: On Chameleon
21.vgl. Youtube: Solov’ev zadal neudobnyj vopros Putinu
22.vgl. zum Beispiel Youtube: On chameleon
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