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Gazprom

Allzeithoch bei Exporten, Aktie auf Fünfjahrespeak, Rekorddividenden: Gazprom brilliert derzeit auf allen Gebieten. Warum der Glanz des Unternehmens jedoch bald verblassen könnte, erklärt Julia Kusznir. 

Russland im Ersten Weltkrieg

Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg. Robert Kindler über Russlands Rolle in diesem Krieg, der als Auslöser der Revolutionen im Jahr 1917 gilt – und in der Erinnerungskultur heute im Schatten der Oktoberrevolution steht.

Kalaschnikow

„Jede Waffe ist todbringend. Wenn man sie nicht zu Verteidigungszwecken einsetzt, wird sie zu einem gefährlichen widersprüchlichen Instrument”, so der Erfinder des berühmten Sturmgewehrs Michail Kalaschnikow kurz vor seinem Tod. Am 11. November wäre er 100 Jahre alt geworden.

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Haus der Regierung

Das riesige Gebäude erhebt sich direkt am Ufer der Moskwa. Zu Sowjetzeiten wirkte es durch den dunkelgrauen Putz düster. Gebaut wurde es in der Stalinzeit von 1928 bis 1931 als Gated Community der Mächtigen mit Tennisplatz auf dem Dach und Schießstand im Keller. Seit sich die kulturhistorische Forschung in den 1990er Jahren der sowjetischen Zivilisation zugewendet hat, wurden viele Metaphern für das faszinierende Haus der Regierung geprägt. Die eingängigsten stammen vom Osteuropahistoriker Karl Schlögel, der es als „Titanic des Sowjetkommunismus“ und „Museum einer untergegangenen Lebensform“ bezeichnete.1 Um die Symbolik auf die Spitze zu treiben, drehte sich ab 2001 zehn Jahre lang ein Mercedes-Stern auf dem Gebäude gegenüber dem Kreml mit seinem Roten Stern und verkündete die Ankunft im Kapitalismus. 
Neben der Gemeinschaftswohnung, der KommunalkaEine Kommunalka ist eine Wohnung, die gleichzeitig von mehreren Familien bewohnt wird. Die Wohnform nahm ihren Anfang nach der Revolution von 1917, als große Wohneinheiten wohlhabender Familien auf mehrere Familien aufgeteilt wurden. Anfänglich als Not- und Übergangslösung gedacht, etablierte sich die Kommunalka bald als permanenter lebensweltlicher Ausnahmezustand und soziale Instanz. Seit der Perestroika ist es das große Ziel eines Jeden, diese Wohnform gegen eine Einzelwohnung einzutauschen. Mehr dazu in unserer Gnose , bietet sich dieser Wohnblock als Mikrokosmos für die Untersuchung der „Sowjetunion im Kleinen“ an. So erzählt Yuri SlezkineYuri Slezkine (geb. 1956) ist ein aus der Sowjetunion stammender US-amerikanischer Slawist, Ethnologe und Historiker. Derzeit lehrt er als Professor an der University of California in Berkeley. Bekannt geworden ist Slezkine vor allem durch seine Arbeiten zur Geschichte der Sowjetunion. 2017 kam sein viel beachtetes Buch The House of Government: A Saga of the Russian Revolution heraus. Im Folgejahr ist es auch auf Deutsch erschienen, 2019 kam eine von Slezkine neu verfasste russische Version auf den Markt.  anhand der Geschichte dieses Hauses und seiner Menschen die Geschichte des Sowjetkommunismus.2

Die zwölfstöckige Trutzburg ist ein beliebtes Wohnhaus direkt am Ufer der Moskwa / Foto © Wikipedia/ Ludvig 14 unter CC BY-SA 4.0

Der Gebäudekomplex war eines der größten Bauvorhaben seiner Zeit. Eigentlich war es kein „Haus“, sondern eine riesige Wohnmaschine von 500.000 Kubikmetern umbautem Raum auf acht Hektar, mit 505 Wohnungen und gemeinsamen Versorgungs- und Dienstleistungseinrichtungen für rund 2500 Menschen. Der luxuriös ausgebaute Wohnkomplex am Ufer der Moskwa beherbergte seit 1931 zahlreiche Regierungsmitglieder und führende BolschewikiDie Bolschewiki (dt. etwa: Mehrheitler) unter Führung von Wladimir Lenin waren zunächst eine Minderheitenfraktion innerhalb der russischen Sozialdemokratie. Ihren Namen erhielten sie aufgrund eines einmaligen Abstimmungserfolges über die Menschewiki (dt. etwa: Minderheitler) auf einem Parteitag im Jahr 1903. Nach der Parteispaltung im Jahre 1912 konstituierten sie sich als revolutionäre Kaderpartei. Im Oktober 1917 organisierten sie den Sturz der Provisorischen Regierung in Russland und gingen aus dem anschließenden Bürgerkrieg siegreich hervor.  der Revolutionszeit mit ihren Familien, die zuvor im Kreml und in den umliegenden Hotels wie dem National oder dem Metropol gewohnt hatten. Sie sollten hier an einem Ort in unmittelbarer Nähe zum Kreml konzentriert werden. Die  Blickverbindung zum Kreml symbolisierte die Nähe zur Macht – aber auch die Kontrolle.

Es war die Zeit des heroischen Aufbaus des Kommunismus und des ersten Fünfjahrplans. Die Menschen waren aufgerufen, Verzicht in der Gegenwart zu üben, um eine bessere Zukunft zu errichten. Die Wohnungsnot in Moskau war legendär. Alle lebten zusammengedrängt in Gemeinschaftswohnungen, Baracken oder Wohnheimen. Die verfügbare Wohnfläche pro Einwohner sollte zwar dereinst neun Quadratmeter betragen, lag aber wegen des Zustroms von Menschen bis in die 1950er Jahre hinein zwischen vier und fünf Quadratmetern. Vor diesem Hintergrund waren die Wohnverhältnisse der privilegierten Führungsschicht im Haus der Regierung einfach märchenhaft. Eine Vierzimmerwohnung hatte hier gut 62 Quadratmeter. Auch wenn sie zeitweilig von mehreren Parteien geteilt wurde, war sie noch luxuriös.

Da war zunächst die zentrale Lage am Wasser. Das Wasser spielte eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des „Neuen Moskau“ zur Welthauptstadt des Kommunismus, die zeitgleich mit dem ersten Fünfjahrplan angegangen wurde. Die Befestigung der sumpfigen Flussufer erschloss Landreserven für den Bau repräsentativer Wohnbauten in zentralen Lagen der Stadt. Das erste Gebäude war das zwischen 1928 und 1931 errichtete, sogenannte Haus der Regierung gegenüber dem Kreml. Es nahm den Generalplan zur Rekonstruktion Moskaus von 1935 gewissermaßen vorweg. 

„Neue Lebensweise“

Die Architekten Boris und Dimitri Iofan gruppierten mehrere wuchtige, bis zu zwölf Stockwerke hohe Wohnblöcke auf dem acht Hektar großen Gelände um drei Innenhöfe. Die Abschlüsse bildeten zum Fluss hin das Theater der Estrade und rückwärtig das Kino Udarnik (dt. Stoßarbeiter). Der Stil markierte den Übergang vom Konstruktivismus der 1920er zum Neoklassizismus der 1930er Jahre. Der dunkelgraue Putz sollte den damals hochmodernen Baustoff Beton imitieren und das Gebäude vor dem Ruß der Heizanlagen in der Umgebung schützen. 
Die Architekten entwarfen im Sinne des Neuen Bauens ein schlichtes, rationales Gebäude für die viel gepriesene kommunistische „Neue Lebensweise“, das den Akzent auf Askese und Gemeinschaftseinrichtungen legte. Die großzügigen Appartements hatten eigene Bäder und Küchen, in denen sogar ein Klappbett für das Dienstmädchen Platz hatte. Garderoben, Betten, Tische, alles war identisch und nummeriert.3 
Die möblierten Dienstwohnungen folgten zwar der Idee der Gleichheit, aber auf hohem Niveau. So gestalteten die Architekten einheitliche, bequeme Möbel im behäbigen Stil der 1930er Jahre und statteten die Wohnungen mit Müllschluckern und Zentralheizung aus. 
Hier lebten die Mächtigen und die Mächtigsten, Minister und Mitglieder des PolitbürosDas Politbüro, kurz für Politisches Büro des Zentralkomitees, war ab 1919 das höchste Führungsgremium der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU). Es war ein Organ des Zentralkomitees (ZK) der KPdSU und setzte sich zusammen aus dessen Sekretären sowie führenden Regierungsmitgliedern der Sowjetunion. Seine Aufgabe war die Leitung der Partei zwischen den Plenarsitzungen des Zentralkomitees und den Parteitagen. Es war somit das eigentliche politische Machtzentrum von Partei und Staat., Marschälle und Admiräle, angesehene Wissenschaftler und Künstler, Angehörige der alten revolutionären Garde um LeninNach der Februarrevolution, die zur einer Doppelherrschaft von Provisorischer Regierung und Arbeiter- und Soldatensowjet geführt hatte, fixierte sich Lenin auf den gewaltsamen Sturz der Provisorischen Regierung. Die bolschewistische Partei wurde zum Anziehungspunkt für alle unzufriedenen, radikalen und anarchistischen Elemente, die durch die revolutionären Ereignisse aufgewühlt worden waren. Nach dem misslungenen Juliaufstand nutzte Lenin die politische Krise und das Machtvakuum aus, um seine Strategie des bewaffneten Aufstandes im Oktober 1917 zu verwirklichen. Mehr dazu in unserer Gnose , Helden des BürgerkriegsNach der Oktoberrevolution 1917 kam es zu Erhebungen unterschiedlicher antibolschewistischer Kräfte – der Weißen – gegen die neuen sowjetischen Machthaber – die Roten. Die Kämpfe wurden von beiden Seiten mit äußerster Brutalität geführt, vor allem auch gegen die Zivilbevölkerung. Dass die Weißen weder politisch noch organisatorisch eine Einheit bildeten, war letztendlich ein wesentlicher Grund für ihre Niederlage. Demgegenüber gelang den Bolschewiki der straffe Aufbau der Roten Armee, mit deren Hilfe sie auch die Niederschlagung von Konflikten erreichten, die parallel zur Auseinandersetzung mit den Weißen entstanden waren (Polnisch-Sowjetischer Krieg, Partisanenbewegungen, Abfall von Randgebieten). Der Sieg im Bürgerkrieg bedeutete die endgültige Machtkonsolidierung für die sowjetische Regierung. Mehr dazu in unserer Gnose und Ausländer, Mitglieder des KominternDie Kommunistische Internationale (kurz Komintern) war ein internationaler Zusammenschluss sozialistischer Organisationen, der auf Lenins Initiative 1919 ins Leben gerufen wurde und der sich die proletarische Weltrevolution auf die Fahnen schrieb. In der Praxis wurde die Komintern spätestens nach Stalins Machtübernahme ab Mitte der 1920er Jahre von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion dominiert. Sie nutzte die Komintern als Instrument zur Einflussnahme auf sozialistische Parteien im Ausland. 1943 wurde die Komintern als Zugeständnis an die westlichen Alliierten von Stalin aufgelöst.. Wer es hierher geschafft hatte, war im Kommunismus angekommen.4 

Innerhalb des Hauses etablierten sich sogleich eigene Hierarchien. Am wichtigsten waren die Positionen der Männer in den Rängen von Partei und Regierung oder der berufliche Status. Diese bestimmten Lage und Größe des Appartements. Die Wohnungen mit Blick über den Fluss waren die prestigeträchtigsten.5 Wer es sich leisten konnte oder wollte, brachte seine eigenen Möbel mit oder bestellte sie, manchmal sogar in London.6 Diese Hierarchien spiegelten sich in den Banden der Kinder, die alle dieselbe Schule besuchten und ein feines Gespür für Rangordnungen hatten.

Der Wohnblock sollte seinen Bewohnern alles bieten, was sie im Alltag brauchten, es gab Sportanlagen, Klubräume, Bibliotheken und Geschäfte, medizinische Versorgung, eine Bankfiliale, eine Poststelle und einen Friseur. Die Kombination von Privatwohnungen und Gemeinschaftsräumen mit Dienstleistungen wie der Kantine, dem Kindergarten und der Wäscherei sollte ein Musterbeispiel für die neue, kollektive Lebensweise sein. Aber trotz der öffentlichen Einrichtungen wie dem Kino oder dem Theatersaal mit dem Klub handelte es sich nicht um ein Kommunehaus, denn es gab keine direkten Verbindungen zwischen den Wohnungen und den gemeinschaftlichen Bereichen.7 Das war kennzeichnend für die Zeit: Das 1930 erlassene „Dekret über Maßnahmen zur Transformation der Lebensweise“ beendete die jahrelangen urbanistischen Debatten um Kommunehäuser und die Abschaffung von Küchen in den Wohnungen mit dem Argument, man könne nicht in einem Sprung alle Hürden auf dem Weg zum Kommunismus überwinden. Erst die Industrialisierung des Landes würde die Grundlagen für die neue Lebensweise schaffen. Daher brauche man nun Häuser für den Übergang.8 Da war der Rohbau des Hauses der Regierung längst fertig. 

Schwarze Fensterlöcher

Die Wohnungen waren Inseln geordneten Wohlstandes im Meer des Chaos und des Mangels. Aber froh wurden die Menschen darin nicht, denn sie konnten sich ihres Erfolges keinen Moment lang sicher sein. Die Geschichten ihres Aufstiegs und Falls spiegeln sich in der hohen Fluktuation der Mieter.9 In den Wohnungen lebten im Verlauf der 1930er Jahre oft bis zu zehn Parteien in Folge. In der Wohnung, die seit 1989 als Museum zu besichtigen ist, herrscht eine seltsame Stimmung zwischen dem Luxus von Plüsch und Mahagoni, Fotoapparaten, Schreibmaschinen, Fahrrädern und dem bedrückenden Wissen um die todbringenden Abholkommandos des NKWDNarodny komitet wnutrennych del (dt. Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten) war von 1934 bis 1946 der Name des sowjetischen Innenministeriums. Zusätzlich zu den normalen Polizeieinheiten war das NKWD auch für die Geheimpolizei zuständig und daher verantwortlich für zahllose Verbrechen gegen wirkliche oder vermeintliche „Konterrevolutionäre“. Das Ministerium koordinierte außerdem das Straflagersystem Gulag.. Der Einzug in die Wohnung entpuppte sich oft genug als Höhepunkt einer für die Stalinzeit typischen Lebenskurve, die vom sozialen Aufstieg über eine Phase des Erfolgs jederzeit ins Lager oder in den Tod führen konnte.

Abends verwandelte sich der Block in ein Lichtermeer hell erleuchteter Fenster. Doch 19371937 ist eine gängige Chiffre für den Großen Terror – Höhepunkt der stalinistischen Säuberungswellen. Schätzungen zufolge wurden in den Jahren 1937/38 rund 1,5 Millionen mutmaßliche Feinde des stalinistischen Regimes verhaftet. Die Quellenlage ist dürftig, viele Historiker gehen jedoch davon aus, dass etwa 750.000 Menschen exekutiert wurden. Da es kaum zu Freisprüchen kam, wurden nahezu alle übrigen Opfer des Großen Terrors in den Lagern des Gulag und in Gefängnissen inhaftiert. erschienen dunkle Flecken in diesem Meer. Die Welle der Verhaftungen setzte 1936 ein, steigerte sich 1937 und ging 1938 zurück, um schließlich 1939 zu verebben. Rund 800 Bewohner des Hauses fielen dem TerrorAls Großen Terror bezeichnet man die staatlichen Repressionen gegen die sowjetische Bevölkerung zwischen 1936 und 1938. Der Begriff wurde durch die gleichnamige Monographie des britischen Historikers Robert Conquest geprägt. Während des Großen Terrors wurden Schätzungen zufolge rund 1,6 Millionen Menschen verhaftet, etwa 680.000 von ihnen wurden zum Tode verurteilt. Die Repressionen erfolgten in mehreren Wellen. Waren zunächst vor allem hohe Parteikader betroffen, gerieten im Laufe der Zeit immer neue Gesellschaftsgruppen ins Visier der Sicherheitsorgane. Eine juristische Aufarbeitung dieser Verbrechen fand bis heute nicht statt. Mehr dazu in unserer Gnose zum Opfer, einige davon brachten sich aus Angst vor ihrer Verhaftung vorher selbst um. 345 der 505 Wohnungen waren betroffen. Die Angehörigen der Verhafteten mussten in ein Zimmer der für ihresgleichen geräumten Wohnungen umziehen.10 Am Ende der Verhaftungswellen waren nur einige erleuchtete Inseln übrig. Die Wohnungen einzelner Aufgänge waren fast gänzlich entvölkert. Die schwarzen Fensterlöcher machten im Stadtbild Terror, Gewalt und Tod sichtbar. Die Zeitgenossen lasen das Haus an der Moskwa als „Barometer der Säuberungen“, wie sich der Zeitzeuge Lew Rasgon erinnert.11 
Der Schriftsteller Juri Trifonow, der seine Kindheit in dem Haus verbrachte und dessen Vater 1938 verhaftet und erschossen wurde, setzte 1976 mit seiner berühmt gewordenen Erzählung Dom na Nabereshnoi (Das Haus an der Moskwa) nicht nur dem Haus und seinen Bewohnern ein Denkmal, sondern gab ihm auch einen neuen Namen: Haus an der Uferstraße, so die wörtliche Übersetzung des russischen Buchtitels, wurde es erst nach Erscheinen von Trifonows Erzählung genannt.12

Einige der Bewohner verbrachten ihr ganzes Leben in dem Haus. Zahlreiche Wohnungen wurden in der poststalinistischen Ära als Gemeinschaftswohnungen genutzt. In den 1960er und 1970er Jahren zogen einige der alten Bewohner in die neuen Wohnviertel am Stadtrand. In den 1990er JahrenDie 1990er Jahre waren in Russland ein Jahrzehnt des radikalen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbruchs. Demokratischer Aufbruch einerseits und wirtschaftlicher Niedergang andererseits prägten die Zeit nach dem Zerfall der Sowjetunion. Mehr dazu in unserer Gnose avancierte das Haus an der Moskwa dann zu einer der besten Adressen Moskaus – und damit zur begehrten Immobilie. Immer mehr Wohnungen wurden von vermögenden Russen gekauft und luxuriös renoviert. Wieder kam es zu Vertreibungen, nur unter anderem Vorzeichen. Und wieder leben hier die Privilegierten.


1.Schlögel, Karl (2003): Der Mercedes-Stern auf dem „Haus an der Moskva“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.1.2003, S. 41; wieder abgedruckt auch in: Schlögel, Karl (2017): Das sowjetische Jahrhundert: Archäologie einer untergegangenen Welt, München, S. 703-715, hier S. 713 
2.Slezkine, Yuri (2017): The House of Government: A Saga of the Russian Revolution, Princeton/Oxford 
3.Kozyrev, Sergei (2000): The House on the Embankment, in: Russian Studies in History 38 (2000) Nr. 4, S. 21–27, hier S. 22 
4.Schlögel, Karl (2017): Das sowjetische Jahrhundert: Archäologie einer untergegangenen Welt, München, S. 706-708 
5.Slezkine, S. 377 
6.Slezkine, S. 488 
7.Huber, Werner (2007): Moskau: Metropole im Wandel: Ein architektonischer Stadtführer, Köln/Wien/Weimar, S. 49 
8.Slezkine, S. 345-346 
9.Die Listen der Wohnungen mit Bewohnern sind eingestreut in den Band von Koršunov, Michail/Terechova,Viktoria (2002): Tajny i legendy Doma na Naberežnoj, Moskva, S. 44, 49, 54, 62, 72, 98, 104, 112-113, 127, 172, 189, 210-211, 218-219, mit Ergänzungen auf S. 234 
10.Schlögel, Sowjetisches Jahrhundert, S. 712 
11.Razgon, Lev (1993): 1937: l’année terrible, in: Gousseff, Catherine (Hrsg.): Moscou 1918–1941: De „l’homme nouveau“ au bonheur totalitaire, Paris, S. 301–311, hier S. 308–309 
12.Dokumentiert haben die Geschichten seiner Bewohner auch die Gründer des Museums: Koršunov/Terechova: Tajny i legendy Doma na Naberežnoj 
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